{"id":10769,"date":"2026-05-25T12:58:54","date_gmt":"2026-05-25T11:58:54","guid":{"rendered":"https:\/\/buechertanz.de\/?p=10769"},"modified":"2026-05-25T12:58:54","modified_gmt":"2026-05-25T11:58:54","slug":"kopfnote-glueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buechertanz.de\/?p=10769","title":{"rendered":"&#8222;Kopfnote Gl\u00fcck&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>von Luise Loewe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>*Werbung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">_ _ _ <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-vertically-aligned-center\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"293\" height=\"445\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/37-Kopfnote-Glueck.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10762 size-full\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/37-Kopfnote-Glueck.jpg 293w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/37-Kopfnote-Glueck-198x300.jpg 198w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p style=\"font-size:11px\"><strong>Bibliografische Angaben:<\/strong><br>Erscheinungsdatum: 04. M\u00e4rz 2026<br>Verlag: SP<br>Ausgabe: Hardcover, Taschenbuch &amp; eBook<br>ISBN: 978-3819444333 (HC), 978-3695606160 (TB)<br>Seitenanzahl: 488 Seiten <br>Preise: 32,99\u20ac (HC) 19,99\u20ac (TB), 06,99\u20ac (eBook)<br><br><strong>Klappentext:<\/strong><br><em>&#8222;Gl\u00fcck ist so fl\u00fcchtig wie die Kopfnote eines Dufts. Europas Sommerresidenz Baden-Baden, 1862: Zwei, die nicht f\u00fcreinander bestimmt sind, werden miteinander verheiratet. Die junge Auguste tr\u00e4umt von der gro\u00dfen Liebe, Apotheker Hieronymus sehnt sich nach Freiheit als Botaniker auf Capri. W\u00e4hrend Auguste alles gibt, damit aus der Ehe mehr wird als blo\u00dfe Notwendigkeit, zieht sich Hieronymus immer weiter von ihr zur\u00fcck. Alleingelassen in der Ehe ohne Liebe, entdeckt Auguste die Welt der D\u00fcfte und versucht sich in der Kunst, ein Parfum herzustellen. Dann schl\u00e4gt das Schicksal zu und ver\u00e4ndert alles. Ausgerechnet in dieser schweren Zeit, und als sie Hieronymus am meisten gebraucht h\u00e4tte, l\u00e4sst er sie allein. Kopfnote Gl\u00fcck erz\u00e4hlt von Liebe, aufbrechenden Konventionen, von Verlust und Neubeginn. Und vom Duft eines Lebens, das man sich selbst erm\u00f6glicht.&#8220;<\/em><br><br><strong>Homepage:<\/strong><br><a href=\"https:\/\/www.luiseloewe.com\/kopfnoteglueck\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.luiseloewe.com\/kopfnoteglueck<\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:11px\"><strong>Hinweise:<br><\/strong><em><em>\u2013 Das Buch habe ich freundlicherweise von der Autorin Luise Loewe als signiertes Rezensionsexemplar zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank daf\u00fcr!<br>\u2013 Ich habe f\u00fcr diese Rezension von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein pers\u00f6nliches Leseempfinden wieder.<br><\/em>\u2013 Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars und der ausdr\u00fccklichen Leseempfehlung kennzeichne ich diese Rezension als\u00a0<strong>WERBUNG<\/strong>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">_ _ _ <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"732\" height=\"915\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kopfnote-Glueck_01_komp.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10770\" style=\"width:342px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kopfnote-Glueck_01_komp.jpg 732w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kopfnote-Glueck_01_komp-240x300.jpg 240w\" sizes=\"auto, (max-width: 732px) 100vw, 732px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">_ _ _ <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\">Das Buch <strong><em>\u201eKopfnote Gl\u00fcck\u201c<\/em><\/strong> von Luise Loewe ist ein historischer Roman, der in den 1860er Jahren vorwiegend in Baden-Baden spielt und das Leben der jungen Auguste erz\u00e4hlt, die zwischen aufbrechenden Konventionen, schweren Verlusten und dem Mut eines Neubeginn steht. <br>Eines vorweg: Diese Geschichte hat mich auf eine Weise ber\u00fchrt, die ich selten beim Lesen erlebe. Es war ein wahres Wechselbad der Gef\u00fchle, das mich von der ersten bis zur letzten Seite v\u00f6llig gefesselt und nicht mehr losgelassen hat.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:16px\"><em>\u201e\u00bb<\/em>Sp\u00fcren, was jemand nicht spricht, aber denkt oder nur f\u00fchlt. Solche T\u00f6ne h\u00f6ren wir nur, wenn es still ist und das eigene Herz willens, das Gef\u00fchl zu h\u00f6ren.<em><em>\u00ab<\/em><\/em>&#8222;<br><br><em>[Kapitel 19, Seite 154]<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Was mich an diesem Buch am meisten fasziniert hat, ist die enorme und fast greifbare Entwicklung der Hauptfigur Auguste. Zu Beginn begegnen wir einer sehr jungen, tr\u00e4umerischen Frau, die im Jahr 1862 in eine lieblose und arrangierte Ehe gedr\u00e4ngt wird. Die gesellschaftlichen Konventionen des 19. Jahrhunderts lassen ihr kaum Raum zum Atmen und von ihrem Ehemann Hieronymus erf\u00e4hrt sie anfangs fast nur Ablehnung. Doch Auguste zerbricht nicht daran. Sie w\u00e4chst zu einer starken Mutter heran, die im Laufe der Handlung einen furchtbaren Schicksalsschlag erleiden muss. Ihr Weg hat mich tief bewegt: Denn trotz dieser immensen R\u00fcckschl\u00e4ge und des tiefen Schmerzes gibt sie sich selbst und ihren gro\u00dfen Traum von einem eigenen Duftwasser niemals auf. Sie k\u00e4mpft f\u00fcr ihre Tr\u00e4ume und f\u00fcr die Liebe \u2026 eine Resilienz, die mich zutiefst ber\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Besonders stark fand ich, wie pr\u00e4zise die Autorin Luise Loewe das historische Fundament dieser Epoche nutzt, um Augustes Kampf greifbar zu machen: <br>Im Jahr 1862 war eine Ehefrau rechtlich und wirtschaftlich komplett unm\u00fcndig. Eine arrangierte Ehe bedeutete f\u00fcr eine Frau damals oft das Ende jeglicher pers\u00f6nlicher Freiheit: Ihr Verm\u00f6gen ging an den Mann \u00fcber, und ohne sein Einverst\u00e4ndnis durfte sie weder reisen, noch ein Gesch\u00e4ft gr\u00fcnden oder gar eigenst\u00e4ndig arbeiten. Dass Auguste inmitten dieser patriarchalen Strukturen versucht die Herstellung von Parfum zu erlernen, enth\u00e4lt eine enorme Sprengkraft. Es ist eben kein blo\u00dfes Hobby, sondern ihr zutiefst revolution\u00e4rer Ausbruchsversuch aus einer gesellschaftlichen Gefangenschaft.\u00a0<br>Die Dynamik zwischen Auguste und dem Apotheker Hieronymus ist au\u00dfergew\u00f6hnlich. Wer hier eine klassische, klischeehafte Liebesgeschichte erwartet, wird angenehm \u00fcberrascht. Hieronymus bleibt fast bis zum Ende der Geschichte sehr undurchsichtig. Genau das verleiht der Handlung jedoch eine au\u00dferordentliche Tiefe und eine konstante, unterschwellige Spannung. Man versucht als Leser\/ Leserin unwillk\u00fcrlich, hinter seine Fassade zu blicken.<br>Diese emotionale Distanz der beiden Eheleute wird durch die zwei v\u00f6llig unterschiedlichen Handlungsorte meisterhaft sp\u00fcrbar und f\u00fchlbar gemacht. Auf der einen Seite das elegante und glanzvolle Baden-Baden, das damals als &#8222;Sommerhauptstadt Europas&#8220;\u00a0die internationale Elite, Monarchen und K\u00fcnstler anzog. Doch hinter dieser prunkvollen, glitzernden Fassade der Kurstadt verbarg sich f\u00fcr Auguste ein unheimlich enges Korsett aus gesellschaftlichen Zw\u00e4ngen und Verpflichtungen. Auf der anderen Seite steht die Sehnsucht nach dem fernen, wilden und freien Capri, wohin es den Botaniker Hieronymus zieht. Die geografische Trennung spiegelt die Zerrissenheit ihrer beiden Seelen perfekt wider.\u00a0<br>Ein besonders sch\u00f6nes Element ist das Thema der Parfumherstellung. Entgegen meiner ersten Erwartung nimmt dieses Thema gar nicht so extrem viel Raum in der Geschichte ein. Und genau das fand ich perfekt gel\u00f6st. Die Welt der D\u00fcfte ist nicht \u00fcberladen, sondern wird wohlstrukturiert und fein dosiert eingesetzt. Das was beschrieben wird, ist daf\u00fcr umso intensiver: Ich konnte die Aromen und Essenzen beim Lesen f\u00f6rmlich riechen. Zudem habe ich ganz nebenbei eine Menge \u00fcber die faszinierende historische Geschichte der Duftwasser gelernt. Die D\u00fcfte werden zu einem Symbol f\u00fcr Augustes Befreiung und f\u00fcr das Gl\u00fcck, das man sich selbst erm\u00f6glichen muss.<br><br>Herzlichen Dank liebe Luise Loewe f\u00fcr dieses ber\u00fchrende und gleichzeitig wundersch\u00f6ne Leseerlebnis &#8211; und das signierte Rezensionsexemplar. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung <em>&#8222;Herznote Liebe&#8220;<\/em>. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"587\" height=\"736\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kopfnote-Glueck_02_komp.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10771 size-full\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kopfnote-Glueck_02_komp.jpg 587w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kopfnote-Glueck_02_komp-239x300.jpg 239w\" sizes=\"auto, (max-width: 587px) 100vw, 587px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\"><strong>Fazit: Der historische Roman <em>\u201eKopfnote Gl\u00fcck\u201c<\/em> von Luise Loewe h\u00e4lt genau das, was der Klappentext verspricht: Es ist eine Geschichte \u00fcber aufbrechende Konventionen, Verlust und den Mut zum Neubeginn. Die Kernbotschaft, die mich nach dem Lesen begleitet, ist klar: Gib niemals deine Tr\u00e4ume auf, egal wie schwer die Schicksalsschl\u00e4ge auch sein m\u00f6gen. F\u00fcr mich ein absolutes Lese-Highlight!\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:11px\"><strong>*<\/strong><em>Ich habe f\u00fcr diese Rezension von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein pers\u00f6nliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">_ _ _ <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Luise Loewe *Werbung _ _ _ Bibliografische Angaben:Erscheinungsdatum: 04. 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