{"id":2137,"date":"2021-07-01T09:51:20","date_gmt":"2021-07-01T08:51:20","guid":{"rendered":"http:\/\/buechertanz.de\/?p=2137"},"modified":"2022-03-31T09:14:30","modified_gmt":"2022-03-31T08:14:30","slug":"dora-maar-und-die-zwei-gesichter-der-liebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buechertanz.de\/?p=2137","title":{"rendered":"\u201eDora Maar und die zwei Gesichter der Liebe\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>von Bettina Storks<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide\" style=\"grid-template-columns:47% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"327\" height=\"500\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/51pzrIgifL-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2134 size-full\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/51pzrIgifL-1.jpg 327w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/51pzrIgifL-1-196x300.jpg 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 327px) 100vw, 327px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Erschienen am 21. Juni 2021 im Aufbau-Verlag<br>ISBN: 978-3-7466-3797-6 <\/strong><br><br><a href=\"https:\/\/www.aufbau-verlag.de\/index.php\/dora-maar-und-die-zwei-gesichter-der-liebe.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.aufbau-verlag.de\/index.php\/dora-maar-und-die-zwei-gesichter-der-liebe.html <\/a><br><br><strong>Hinweise:<\/strong><br><em>\u2013 Das Buch habe ich freundlicherweise von der Autorin Bettina Storks und vom Aufbau-Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar  zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen .<\/em><br> <em>\u2013 Ich habe f\u00fcr diese Rezension von der Autorin und\/ oder vom Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein pers\u00f6nliches Leseempfinden wieder.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Klappentext:<\/strong><br>\u201e<em>Dora und Pablo \u2013 eine leidenschaftliche Liebe, so besonders wie ihre Kunst. Paris, 1936: Die erfolgreiche Fotografin Dora ist das Herz des surrealistischen Kreises um Andr\u00e9 Breton und Man Ray. Dann begegnet die exzentrische junge Frau Pablo Picasso \u2013 und zwischen den beiden entfaltet sich eine so leidenschaftliche wie abgr\u00fcndige Liebe. Doras d\u00fcstere Sinnlichkeit pr\u00e4gt fortan die Malerei Picassos, auch inspiriert sie ihn zu seinen ersten politischen Werken, allen voran \u201eGuernica\u201c. Doch er kann neben sich keinen anderen K\u00fcnstler gelten lassen, und ihre kreative Entwicklung stockt. Immer gr\u00f6\u00dfer werden die Konflikte. Bis Picasso der j\u00fcngeren Fran\u00e7oise Gilot begegnet \u2013 und Dora zur Kunst zur\u00fcckfinden muss, um ihre Liebe zu vergessen \u2026 Eine herzzerrei\u00dfende Liebe voll dunkler Abgr\u00fcnde zwischen zwei gro\u00dfen K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeiten, von einer renommierten Autorin hervorragend recherchiert.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>_<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\">Das Buch \u201eDora Maar und die zwei Gesichter der Liebe\u201c von Bettina Storks, zeigt das Leben von Dora Maar &#8211; der Muse und Geliebten von Pablo Picasso.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Der Prolog setzt im Jahr 1925 in Buenos Aires an: Hier lebt die junge Henriette Theodora Markovitch mit ihren Eltern und guten Verh\u00e4ltnissen. Zu ihrer Mutter hat sie eine nicht so gute Verbindung, daf\u00fcr aber mit ihrem Vater. Dieser unterst\u00fctzt ihre Tr\u00e4ume und W\u00fcnsche.<br>Der erste Teil des Buches beginnt im Paris im Jahr 1928. Dora m\u00f6chte K\u00fcnstlerin werden, ihre Bewerbung an der <em>Acad\u00e9mie des Beux-Arts <\/em>wird aber schroff abgewiesen, da sie eine Frau ist.<br>Dora gibt nicht auf und findet andere Wege, sich als K\u00fcnstlerin ausbilden zu lassen und sich  einen Namen zu machen \u2013 mit Fotografien und Fotomontagen.<br>Als sie eines Tages auf den ber\u00fchmten Pablo Picasso trifft, m\u00f6chte sie nur noch eines: Diesen Menschen und K\u00fcnstler kennen und lieben lernen. Und auch Picasso findet in ihr seine Muse und Geliebte. Doch das Gl\u00fcck der Beiden, ihre leidenschaftliche und abgr\u00fcndigen Liebe, werden von dem aufziehenden Zweiten Weltkrieg \u00fcberschattet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Seit ich im Fr\u00fchjahr 2021 das Buch \u201eKlaras Schweigen\u201c von Bettina Storks gelesen habe, ist sie eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Mit ihren wunderbaren Geschichten, die einen den Alltag vergessen lassen, kann sie mich immer wieder begeistern. Als die Autorin ihr neues Buch \u201eDora Maar und die zwei Gesichter der Liebe\u201c ank\u00fcndigte, war klar, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Ich liebe die B\u00fccher aus der Reihe \u201eMutige Frauen zwischen Kunst und Liebe\u201c des Aufbau-Verlags und eben auch die B\u00fccher von Bettina Storks. Au\u00dferdem mag ich die Zeit, in der das Buch spielt und auch die Kunstszene dieser Zeit fasziniert mich sehr. Pablo Picasso ist fast jedem ein Begriff und auch den Namen Dora Maar hat man oft im Ohr. Umso gespannter war ich, diesen beiden Figuren n\u00e4her zu kommen. <em>An dieser Stelle  bedanke ich mich bei der lieben Bettina Storks und dem Aufbau-Verlag f\u00fcr die Zusendung des Buches.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Eine der Hauptfiguren ist die K\u00fcnstlerin Dora Maar. Aufgewachsen ohne finanzielle Sorgen wird sie allerdings als Kind des \u00d6fteren ihren Wurzeln entzogen: Geboren wurde sie in Tours, verbrachte ihre Kindheit in Buenos Aires, von dort ging es nach Paris. Als Tochter eines \u00f6sterreich-ungarischen Botschafters, der selten Zeit f\u00fcr seine Familie hat, und einer Mutter, der sie nie etwas recht machen kann, muss Dora ihren Platz im Leben finden. Sie ist eine sensible und verletzliche Frau, die f\u00fcr ihre Kunst lebt, gleichzeitig aber auch stark und selbstbewusst ist. Als sie sich in den Kopf setzt, den ber\u00fchmten Pablo Picasso zu treffen, setzt sie das auch durch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\"> \u201e<em>Du bist nicht hysterisch, du f\u00fchlst nur viel intensiver als die meisten Menschen.\u201c <\/em><br> [S. 191, Z. 6 und 7]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"> F\u00fcr Picasso gibt sie ein St\u00fcck weit ihre eigene Kunst auf, bleibt aber trotzdem sich selbst und ihren Idealen treu. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Picasso selbst ist ein eher schwieriger Mensch. <br>Ein gro\u00dfer K\u00fcnstler, der alles erreicht hat, was man in der Kunst erreichen kann, privat aber nie irgendwo angekommen ist und nie zufrieden ist, mit dem was er hat. Er ist sehr von sich \u00fcberzeugt und bildet mit seiner selbstbewussten Art einen Gegenpol zu Dora, die sich erst noch als K\u00fcnstlerin finden muss.<br>Trotz allen Unterschieden ziehen sich die Beiden an, oft hat man aber das Gef\u00fchl, dass Picasso Dora nicht auf Augenh\u00f6he begegnet, sie zu ihm aufblickt. Trotzdem herrscht zwischen den Beiden eine gro\u00dfe Anziehungskraft, eine ganz eigene Magie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\"> \u201e<em>Picasso schien einer eigenen Klasse uns Kategorie anzugeh\u00f6ren. Auf zahlreichen Ausstellungen hatte Theodora bereits seine Kunst bewundert. Ihr gefiel seine Farb- und Formgebung, und sie wusste nicht, warum, aber viele seiner Bilder erreichten ohne Umweg ihr Herz.\u201c<\/em><br> [S. 29, Z. 20-24]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Ich m\u00f6chte noch kurz auf die Eltern von Dora zur\u00fcck kommen: Die Beiden leben ihrer Tochter keine gl\u00fcckliche Beziehung vor, da der Vater oft weg ist, schon fast vor seiner Frau fl\u00fcchtet, da er von ihr immer wieder mit Vorw\u00fcrfen \u00fcbersch\u00fcttet wird.<br>Dora steht seit jeher zwischen den Fronten, steht aber mehr zu ihrem lebensfrohen Vater, der sie auch finanziell immer wieder unterst\u00fctzt. Ihrer Mutter kann sie nichts recht machen, muss sich immer wieder f\u00fcr ihren Lebensweg rechtfertigen. Der Vater nimmt sie so, wie sie ist, gibt ihr aber auch immer wieder Tipps und Lebensweisheiten mit auf den Weg, ihre Mutter nimmt ihr teilweise die Luft zum Atmen.<br>Des Weiteren spielen an der Seite von Dora und Picasso viele andere Menschen mit, einige ber\u00fchmte Namen sind auch dabei. Allen, egal ob Haupt \u2013 oder Nebenfigur, haucht Bettina Storks Leben ein. Sie beschreibt die Menschen und die Zeit so authentisch, als w\u00e4re sie bei den Dinner des surrealistischen Kreises dabei gewesen und h\u00e4tte den Gespr\u00e4chen gelauscht. Sie gew\u00e4hrt uns einen intensiven Einblick in das Handeln,  F\u00fchlen und Denken der Menschen zu dieser Zeit. Mit diesem Buch kann man ein Blick in das private Leben des Pablo Picasso und der Dora Maar werfen und lernt nebenbei noch viele andere Gr\u00f6\u00dfen der Kunstwelt kennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Die Sprache und der Stil von Bettina Storks konnte mich wieder ab der ersten Seite begeistern. Mit einer wunderbaren, eing\u00e4ngigen und detaillierten Sprache holte sie mich direkt ab und lies auf keiner Seite Langeweile aufkommen, teilweise wollte und konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. <br>Mit viel Wissen rund um die Zeit, aber auch um die gesamten Kunstwerke, wie ihre Entstehung, hat Bettina Storks mich sehr begeistert. Man merkt, dass sie f\u00fcr die Kunst lebt und bringt dem Leser\/ der Leserin diese Liebe mit gro\u00dfer erz\u00e4hlerischen Leidenschaft n\u00e4her.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Die Haupthandlung ist die Verbindung und Liebe zwischen Picasso und Dora. Eine leidenschaftliche Liebe, aber auch leider sehr abgr\u00fcndig. Dora stellt ihre eigene k\u00fcnstlerische Entwicklung hinten an, lebt nur noch f\u00fcr Picasso und tut alles f\u00fcr seine Liebe \u2013 eine schlechte Basis. Ich denke schon, dass Picasso Dora sehr geliebt hat, aber nicht so sehr, wie sie ihn. <br> Ein weiterer, wichtiger Handlungsstrang ist der Umgang mit Kunst im erstarkenden Dritten Reich. Dies bildet auch den historischen Hintergrund des Buches.<br>Mit welch brutaler Macht, die Nationalsozialisten in das Leben der Menschen und K\u00fcnstler eingedrungen sind und deren Leben ver\u00e4ndert haben. Paris, die Hauptstadt der Kunstszene, wo sich eine Galerie an die n\u00e4chste reihte, ver\u00e4nderte sich nach der Eroberung der Deutschen grunds\u00e4tzlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\">\u201e<em>Wie schmerzhaft es war, dass die Kunst auf einmal wie vom Erdboden verschwunden war. Die vielen Kunstgalerien, \u00fcber deren Eing\u00e4ngen einst ber\u00fchmte Namen wie Rosenberg, Kahnweiler, Wildenstein, Pierre oder Zak einladend in goldenen Lettern gethront hatten, waren von der Bildfl\u00e4che verschwunden. Das Herz von Paris hatte aufgeh\u00f6rt zu schlagen.\u201c<\/em><br>[S. 243, Z. 3 &#8211; 8]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Fazit: Ein sehr starkes und authentisches Buch, welches mir Dora Maar, Picasso und deren Kunstwerke um einiges n\u00e4her gebracht hat. Doras Geschichte werde ich nie vergessen und immer in meinem Herzen tragen. Dieses Buch solltet ihr euch nicht entgehen lassen \u2013 ich war so traurig, als die letzte Seite gelesen war. Top!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:11px\">\n<em>Hinweis:\nDas Buch habe ich freundlicherweise vom Aufbau-Verlag und der Autorin\nals Rezensionsexemplar zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen \u2013 es hat\nmeine Meinung aber nicht beeinflusst.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Bettina Storks Erschienen am 21. 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