{"id":2293,"date":"2021-08-20T10:13:32","date_gmt":"2021-08-20T09:13:32","guid":{"rendered":"http:\/\/buechertanz.de\/?p=2293"},"modified":"2022-03-31T09:10:47","modified_gmt":"2022-03-31T08:10:47","slug":"die-wunderfrauen-von-allem-nur-das-beste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buechertanz.de\/?p=2293","title":{"rendered":"\u201eDie Wunderfrauen \u2013 Von allem nur das Beste\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>von Stephanie Schuster<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide\" style=\"grid-template-columns:48% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"643\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/44-Die-Wunderfrauen-Von-allem-nur-das-Beste-643x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2294 size-full\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/44-Die-Wunderfrauen-Von-allem-nur-das-Beste-643x1024.jpg 643w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/44-Die-Wunderfrauen-Von-allem-nur-das-Beste-188x300.jpg 188w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/44-Die-Wunderfrauen-Von-allem-nur-das-Beste.jpg 678w\" sizes=\"auto, (max-width: 643px) 100vw, 643px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Erschienen am 24. Februar 2021 im S. Fischer-Verlag (Fischer Taschenbuch)<br>ISBN 978-3-596-705658<\/strong><br><br><a href=\"https:\/\/www.fischerverlage.de\/buch\/stephanie-schuster-die-wunderfrauen-9783596705658\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.fischerverlage.de\/buch\/stephanie-schuster-die-wunderfrauen-9783596705658<\/a><br><br><strong>Hinweise:<\/strong><br> <em>\u2013 Das Buch habe ich mir im Juli 2021 selbst gekauft.<\/em><br> <em>\u2013 Ich habe f\u00fcr dieser Rezension von der Autorin und\/ oder vom Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein pers\u00f6nliches Leseempfinden wieder.<\/em><br><em>&#8211; Die ist der zweite Teil der Reihe \u2013 falls ihr den ersten Teil noch nicht kennt, solltet ihr diese Rezension nicht lesen \u2013 Spoiler-Gefahr!<\/em><br><em>&#8211; Hier findet ihr meine Rezension zum ersten Teil: <\/em><a href=\"https:\/\/buechertanz.de\/?p=2286\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>https:\/\/buechertanz.de\/?p=2286<\/em><\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Klappentext:<br> \u201e<\/strong><em>Zu Beginn der 1960er Jahre, den Swinging Sixties, ist viel zu tun in Luise Dahlmanns kleinem Laden, er ist ihr ganzer Stolz. Die Regale sind prall gef\u00fcllt mit allem, was das Herz begehrt: frische Waren aus dem Umland und Feinkost aus der ganzen Welt. Luise m\u00f6chte mit der Konkurrenz mithalten, die Kunden w\u00fcnschen sich pl\u00f6tzlich Selbstbedienung, suchen nach Angeboten und fragen nach dem Rezept f\u00fcr das Sonntagsessen.Drei Frauen sind in diesem Jahrzehnt voller Umbr\u00fcche an ihrer Seite: Die alleinerziehende Helga, die nun als \u00c4rztin arbeitet, ihre Schw\u00e4gerin Marie, die inzwischen vier Kinder hat und Annabel, deren Familie nach einem Schicksalschlag zu zerbrechen droht. Das Leben hat die vier Frauen in den letzten Jahren enger verbunden als sie dachten. Und sie merken: Gemeinsam kann man aus Tr\u00e4umen Echtes erschaffen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\">Das Buch \u201eDie Wunderfrauen \u2013 Von allem nur das Beste\u201c ist der zweite Teil um vier Frauen, die in den 1960er Jahren ihren teils beschwerlichen Weg gehen und immer wieder gegen Widerst\u00e4nde k\u00e4mpfen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Der Prolog des Buches setzt im September 1963 ein \u2013 Helga, die inzwischen als \u00c4rztin arbeitet, ist verhaftet worden. Ihre drei Freundinnen Luise, Annabel und Marie setzen alles in Bewegung, um sie wieder zu befreien.<br>Zwei Jahre zuvor: Luise lebt nach wie vor ihren Traum vom eigenen Laden. Doch mit der Zeit ist es eng geworden: Immer mehr Waren haben den Weg in ihren Laden gefunden und auch dass Luise ihre Kunden bedient ist eher in Auslaufmodell. Alle Zeichen stehen auf Modernisierung. Da stolpert Helga wieder in ihr Leben. Sechs Jahre zuvor trennten sich die Wege der damals besten Freundinnen, da Helga ein  angebliches Verh\u00e4ltnis mit Luises Mann  Hans hatte. Langsam n\u00e4hren sich Luise und Helga wieder an.<br>W\u00e4hrenddessen muss die Arztgattin Annabel einen gro\u00dfen Schicksalsschlag hinnehmen und beginnt mit Recherchen, die einen f\u00fcrchterlichen Skandal zu Tage f\u00f6rdern.<br>Und Marie, die mittlerweile mit Martin, Luises Bruder, verheiratet ist, wei\u00df vor lauter Arbeit und Kindererziehung langsam nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. <br>Doch immer wieder f\u00fchrt das Schicksal diese vier Frauen zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Ich habe mir das Buch gekauft, nachdem mich die Autorin Stephanie Schuster fragte, ob ich den dritten Teil als Rezensionsexemplar erhalten m\u00f6chte. Da es mich der ersten Teil komplett \u00fcberzeugte, freute ich mich sehr auf diesen zweiten Teil \u2013 und meine Erwartungen wurden nicht entt\u00e4uscht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Fast alle Charaktere aus dem ersten Teil tauchen auch wieder im zweiten Teil auf. Einige Figuren sind dazu gekommen \u2013 vorwiegend die Kinder der vier \u201aWunderfrauen\u2018.<br>Luise ist nach wie vor eine der Figuren, die mich am meisten inspiriert hat: Mit Leidenschaft und Hingabe f\u00fchrt sie ihren Laden. Modernisierungen scheut sie wenig, sie ist trotz ihrer vielen Arbeit auch immer f\u00fcr andere da. In diesem zweiten Teil der Reihe wird Luise nochmal mehr sie selbst und entdeckt eine gro\u00dfe, ungeahnte Freiheit in sich.<br>Helga, die am Ende des ersten Teils ihre Stelle als Lehrschwester verloren hat, zeigt wieder eindrucksvoll, dass sie sich nie unterkriegen l\u00e4sst. Sie kommt als \u00c4rztin zur\u00fcck nach Starnberg und zeigt in ihrem Beruf in der Frauen- und Geburtsklinik ein gro\u00dfes Engagement, welches nicht allen gef\u00e4llt. Sie ist eine starke und selbstbewusste Figur, die noch immer nichts auf Konventionen gibt und ihr Leben lebt, wie sie es f\u00fcr richtig h\u00e4lt. Trotzdem hat sie auch immer ein Ohr f\u00fcr andere Menschen und ihre Sorgen. <br>Annabel hat sich deutlich ver\u00e4ndert. Im ersten Teil kam sie sehr verschlossen und teilweise m\u00fcrrisch r\u00fcber, ergab sich in ihrem Schicksal einer eher freudlosen Ehe. In diesem Teil schwingt sie sich ebenfalls zu einer K\u00e4mpferin auf. Sie gibt keine Ruhe, bis sie nicht hinter Geheimnisse gekommen ist \u2013 auch wenn sie durch ihre Recherchen einen medizinischen Skandal mit aufdeckt. Annabels Entwicklung und ihre St\u00e4rke haben mich sehr beeindruckt. Sie schweigt nun nicht mehr sondern sie hat gelernt, sich zu wehren. <br>Marie, Luises Schw\u00e4gerin, f\u00fchrt ein ruheloses Leben. Mittlerweile ist sie dreifache Mutter und liebt die Arbeit auf dem Hof sehr \u2013 auch wenn es sie alles sehr fordert. Die Ehe mit Martin ist allerdings nicht ganz so harmonisch, wie es auf den ersten Blick scheint, da Martin h\u00e4ufiger zur Flasche greift. Doch je schw\u00e4cher Martin wird, desto st\u00e4rker wird Marie. So schnell gibt sie sich und ihre Familie nicht auf. Marie hat mittlerweile ihren Platz im Leben gefunden, sie tritt selbstbewusst auf, doch ihre Vergangenheit kann sie nicht ganz abstreifen. Sie ist ein sehr eindrucksvoller Charakter.<br>Neben diesen vier Frauen spielen auch wieder einige m\u00e4nnliche Charaktere eine gro\u00dfe Rolle: Da ist Hans, Luises Mann, der leider eine ziemlich schlechte Seite hat, Martin, Maries Mann, der sich sehr negativ entwickelt, Konstantin, Annabels Mann, der sich auch in diesem Teil nicht immer mit Ruhm bekleckert. Eine meiner Lieblingscharaktere bleibt nach wie vor Manni, Luises Bruder, der mit Trisomie 21 geboren wurde. Er bringt mit seiner Sicht auf die Dinge wieder sehr viel W\u00e4rme in die Geschichte. <br>Die vielen Kinder der vier Frauen brachten frischen Wind in die Geschichte \u2013 hier sind an erster Stelle Josie, Luises Tochter, und David, Helgas Sohn, zu nennen, Die Beiden mischen \u00fcberall mit und zauberten mir mit ihrer unverf\u00e4lschten Art immer wieder ein L\u00e4cheln ins Gesicht. <br>Allen Charaktere in diesem Buch haben mich wieder absolut begeistert \u2013 sie haben mich alle \u00fcberzeugt und ich bin sehr gespannt, wie es mit ihnen weitergeht. Die Autorin hat mit ihren Figuren ein tolles und authentisches Bild der Gesellschaft der 1960er Jahre gezeichnet und jede Figur mit ganz eigenen Eigenheiten und Gef\u00fchlen ausgestattet. Ich bin sehr gespannt, wie es mit all diesen unterschiedlichen Charakteren im dritten Teil weitergeht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Das Buch beginnt mit einem Prolog, der zwei Jahre vor der eigentlichen Handlung ansetzt. Im ersten Kapitel geht es dann zwei Jahre zur\u00fcck und die ganze Handlung des Romans steuert auf die Begebenheiten des Prologs zu, was ich sehr spannend fand \u2013 es ist wie ein Kreis, der sich schlie\u00dft.<br>Die einzelnen Kapitel legen immer wieder den Schwerpunkt auf eine der vier Frauen und ihre Geschichte. Teilweise endete ein Kapitel so abrupt, dass ich unbedingt weiter lesen musste, um zu wissen, wie es mit einem Charakter weitergeht. Ein Buch mit absoluter Sogwirkung, welches ich nur ungern aus den H\u00e4nden legen wollte. Aber auch der wunderbare flotte und detaillierte Sprachstil von Stephanie Schuster hat auf  keiner Seite Langeweile aufkommen lassen und ich flog nur so durch die Geschichte.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Die ersten zwei Jahre 60er Jahre bilden den geschichtlichen Hintergrund des zweiten Teils: Der Contergan-Skandal, die Anf\u00e4nge der Studentenbewegung, der Bau der Berliner Mauer und die Einf\u00fchrung der Antibabypille spielen in diesem Roman eine gro\u00dfe Rolle. In diese akribisch recherchierten Hintergr\u00fcnde bettet Stephanie Schuster ihre Geschichte und verpackt es so, dass der Leser\/ die Leserin das Gef\u00fchl hat, dabei gewesen zu sein.<br>Vor allem der Contergan-Skandal hat mich sehr nachdenklich gemacht. Auch wenn ich schon des \u00d6fteren Berichte dazu gelesen habe, wurde es in diesem Roman sehr eindr\u00fccklich geschildert und noch einmal greifbarer f\u00fcr mich. <br>Ein weiterer Punkt, der mich fassungslos machte, war die Einf\u00fchrung der Antibabypille \u2013 einfach unfassbar, dass damals noch der Ehemann schriftlich sein Einverst\u00e4ndnis geben musste, wenn eine Frau die Pille nehmen wollte. <br>Mit einer musikalischen Playlist kann man noch einmal ganz tief in die Zeit der 60er Jahre und in den Roman abtauchen. Eine Zeit der Ungerechtigkeiten aber auch des Aufbegehrens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Fazit: \u201eDie Wunderfrauen \u2013 Von allem nur das Beste\u201c ist die gelungene Fortsetzung des ersten Bandes. Auch wenn einige Jahre zwischen dem Ende des ersten Teils und dem Beginn des zweiten Teils liegen, war ich sofort wieder in der Geschichte angekommen. Mit viel Zeitgeist, einer flotten und bildhaften Sprache und unvergesslichen Charakteren entf\u00fchrt uns Stephanie Schuster in die 60er Jahre. Absolut lesenswert! Ich freue mich auf den dritten Teil. <\/strong> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Stephanie Schuster Erschienen am 24. Februar 2021 im S. Fischer-Verlag (Fischer Taschenbuch)ISBN 978-3-596-705658 https:\/\/www.fischerverlage.de\/buch\/stephanie-schuster-die-wunderfrauen-9783596705658 Hinweise: \u2013 Das Buch habe ich mir im Juli 2021 selbst gekauft. \u2013 Ich habe f\u00fcr dieser Rezension von der Autorin und\/ oder vom Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein pers\u00f6nliches Leseempfinden wieder.&#8211; Die ist der zweite Teil &hellip; <a href=\"https:\/\/buechertanz.de\/?p=2293\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDie Wunderfrauen \u2013 Von allem nur das Beste\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[34,8],"tags":[],"class_list":["post-2293","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allerezensionen","category-historische-romane"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/buechertanz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2293","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/buechertanz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/buechertanz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buechertanz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buechertanz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2293"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/buechertanz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2293\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3080,"href":"https:\/\/buechertanz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2293\/revisions\/3080"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/buechertanz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/buechertanz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/buechertanz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}