{"id":2512,"date":"2021-11-19T14:50:47","date_gmt":"2021-11-19T13:50:47","guid":{"rendered":"http:\/\/buechertanz.de\/?p=2512"},"modified":"2022-03-31T08:46:40","modified_gmt":"2022-03-31T07:46:40","slug":"dallmayr-der-traum-vom-schoenen-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buechertanz.de\/?p=2512","title":{"rendered":"\u201eDallmayr \u2013 Der Traum vom sch\u00f6nen Leben\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>von Lisa Graf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>[Werbung*]<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"478\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/62-Dallmayr-Der-Traum-vom-sch\u00f6nen-Leben.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2513 size-full\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/62-Dallmayr-Der-Traum-vom-sch\u00f6nen-Leben.jpg 300w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/62-Dallmayr-Der-Traum-vom-sch\u00f6nen-Leben-188x300.jpg 188w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\"><strong>Erschienen am 09. November 2021 im Penguin-Verlag<\/strong> <br><strong>ISBN: 978-3-328-60204-0<\/strong><br><br><a href=\"https:\/\/www.penguinrandomhouse.de\/Paperback\/Dallmayr-Der-Traum-vom-schoenen-Leben\/Lisa-Graf\/Penguin\/e592158.rhd\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.penguinrandomhouse.de\/Paperback\/Dallmayr-Der-Traum-vom-schoenen-Leben\/Lisa-Graf\/Penguin\/e592158.rhd<\/a><br><br><strong>Hinweise:<\/strong><br> <em>\u2013 Das Buch habe ich freundlicherweise vom Penguin-Verlag \u00fcber das \u201aBloggerportal\u2018 als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank!<\/em><br> <em>\u2013 Ich habe f\u00fcr diese Rezension von der Autorin und\/ oder vom Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein pers\u00f6nliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung des Verlages in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Klappentext:<br><\/strong><em>\u201eM\u00fcnchen 1897. Anton und Therese Randlkofer f\u00fchren den beliebten Feinkostladen Dallmayr in der Dienerstra\u00dfe. W\u00e4hrend die Gutsituierten erlesene Pralinen, honigs\u00fc\u00dfe Fr\u00fcchte und exquisiten Kaffee probieren, tr\u00e4umen vor den prachtvoll dekorierten Schaufenstern die einfachen B\u00fcrger vom sch\u00f6nen Leben. Ein jeder m\u00f6chte Kunde im Dallmayr sein. Doch dem glanzvollen Aufstieg des Familienunternehmens droht ein j\u00e4hes Ende, als Patriarch Anton ganz unerwartet verstirbt. Schon wenige Tage sp\u00e4ter beginnt sein Bruder Max zu intrigieren, um das florierende Gesch\u00e4ft unrechtm\u00e4\u00dfig an sich zu rei\u00dfen. Entschlossen, ihm das Feld nicht kampflos zu \u00fcberlassen, setzt sich Therese an die Spitze des Unternehmens. Noch wei\u00df sie nicht, dass auch in den eigenen vier W\u00e4nden Geheimnisse lauern \u2026\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>_<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Dallmayr-Der-Traum-vom-sch\u00f6nen-Leben.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2514\" width=\"381\" height=\"378\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Dallmayr-Der-Traum-vom-sch\u00f6nen-Leben.jpg 606w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Dallmayr-Der-Traum-vom-sch\u00f6nen-Leben-150x150.jpg 150w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Dallmayr-Der-Traum-vom-sch\u00f6nen-Leben-300x298.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 381px) 100vw, 381px\" \/><figcaption><em>Coverrechte: Penguin-Verlag<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\">Das Buch \u201eDallmayr \u2013 Der Traum vom sch\u00f6nen Leben\u201c von Lisa Graf ist der Auftakt einer Trilogie, welche den Aufstieg des Feinkostgesch\u00e4ft Dallmayr unter der F\u00fchrung von Theresa Randlkofer in M\u00fcnchen des ausgehenden 19. Jahrhunderts zeigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Das Jahr 1897 stellt Therese Randlkofer vor gro\u00dfe Herausforderungen. Gerade erst zwei Jahre zuvor hat sie zusammen mit ihrem Mann Anton das Feinkostgesch\u00e4ft Dallmayr an der Dienerstra\u00dfe in M\u00fcnchen \u00fcbernommen und erweitert. V\u00f6llig unerwartet verstirbt Anton nach einer schweren Krankheit. Zwischen Trauer und Fassungslosigkeit muss Therese um ihr florierendes Gesch\u00e4ft k\u00e4mpfen, ihr Schwager Max versucht mit allen Mitteln zu intrigieren. Doch Therese gibt nicht auf und setzt sich, allen gesellschaftlichen Widerst\u00e4nden zum Trotz, an die Spitze des Unternehmens.<br>Aber auch in ihrem Privatleben geht es drunter und dr\u00fcber und es gibt unausgesprochene Geheimnisse, welche nicht ans Tageslicht kommen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Auf dieses Buch bin ich \u00fcber die sozialen Medien aufmerksam geworden, da es von verschiedenen Bloggern und Bloggerinnen beworben wurde. Als ich den Klappentext gelesen hatte, war mein Interesse direkt geweckt. Der Name Dallmayr ist mir seit Kindesbeinen an ein Begriff und ich liebe Familien-Geschichten sehr \u2013 vor allem, wenn sie noch einen historisch-belegten Hintergrund haben. Ich fragte beim Penguin-Verlag \u00fcber das \u201aBloggerportal\u2018 ein Rezensionsexemplar an und bekam es genehmigt und zugesendet. <em>An dieser Stelle ein herzliches Dankesch\u00f6n an den Penguin-Verlag.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Die Hauptfigur des Buches ist die historisch-belegte Therese Randlkofer. Leider fehlt in diesem Buch ein historisches Nachwort, deshalb kann ich hier nur die Therese wiedergeben, wie sie im Buch dargestellt ist.<br>Therese ist eine zupackende und sympathische Frau, auch wenn sie zu Beginn des Buches etwas abweisend und k\u00fchl daher kommt. Sie wei\u00df genau, was sie m\u00f6chte und schafft es immer wieder L\u00f6sungen zu finden, welche die Menschen in ihrer Umgebung zufrieden stimmen. Sie ist nicht immer ganz ehrlich und b\u00fcrdet sich mit einen gro\u00dfen Geheimnis eine gro\u00dfe Last auf. F\u00fcr ihre Kinder ist sie eine gute Mutter, allerdings lebt sie definitiv mehr f\u00fcr ihren Laden als f\u00fcr das Mutter-Dasein. Lisa Graf hat Therese sehr ausdrucksstark und authentisch gezeichnet, ich konnte richtig mit ihr mitf\u00fchlen und habe sie, trotz einiger Fehltritte, sehr ins Herz geschlossen.<br>Ihre drei Kinder, Hermann, Elsa und Paul k\u00f6nnten in ihrer Art nicht unterschiedlicher sein: Hermann hat schon fr\u00fch gelernt, Verantwortung zu \u00fcbernehmen und arbeitet trotz seiner Ausbildung zum Kaufmann noch nebenbei im elterlichen Gesch\u00e4ft mit. Er hat viele neue Ideen, welche er, mit Billigung seiner Mutter, auch umsetzen kann. Elsa, die Tochter von Therese lebt unter der Woche in einem kirchlichen Internat und hat ansonsten nicht viel zu tun. Sie l\u00e4sst es sich gut gehen und verw\u00f6hnen, doch der goldene K\u00e4fig wird ihr zu eng. Paul, der J\u00fcngste, ist noch ein halbes Kind und er wei\u00df noch nicht so recht, wie es mit seinem Leben weitergeht. Die Autorin hat alle drei wunderbar lebensecht beschrieben. Es l\u00e4uft bei ihnen nicht alles glatt, sie machen H\u00f6hen und Tiefen durch. <br>Balbina, Thereses Nichte, ist ein sehr interessanter Charakter. Sie ist herzensgut, auch wenn sie immer wieder beugen muss und von Elsa herabgew\u00fcrdigt wird. Sie k\u00e4mpft f\u00fcr ihre Tr\u00e4ume und gibt sich nicht auf. Sie spr\u00fcht vor Ideen und Leidenschaft und findet ihren Weg.  Auch hier fehlt leider das historische Nachwort, ich h\u00e4tte gerne erfahren, ob Balbina eine historische Figur ist.<br> Meine Lieblingsfigur des Buches ist der Lehrjunge Ludwig. Er ist nicht auf den Mund gefallen und tr\u00e4gt das Herz auf der Zunge. Er arbeitet im Dallmayr mit gro\u00dfer Leidenschaft und zauberte mir mit seiner liebevollen Art immer wieder ein L\u00e4cheln auf die Lippen. Ein Charakter, den man einfach gernhaben muss. <br>Neben diesen Figuren spielen noch einige andere Figuren in diesem Buch mit. Sie alle sind, wie auch die Hauptfiguren, lebensecht und authentisch gezeichnet und haben mir ein gutes Bild der Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts vermittelt. Ich habe immer gerne weitergelesen und bin schon ganz gespannt, wie es mit all den liebgewonnen Figuren in den n\u00e4chsten Teilen der Reihe weitergeht.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Lisa Graf hat einen sehr fl\u00fcssigen und lebendigen Sprachstil, der mich gleich in die Geschichte und die Handlung mitnahm. Viele Details zu feinen K\u00f6stlichkeiten wie Schokolade oder der ersten Einfuhr von Bananen ins Deutsche Reich hat die Autorin akribisch recherchiert und zeigt diese so mitrei\u00dfend, ohne das jemals Langeweile aufkommt. <br>Die Handlung des Buches ist chronologisch aufgearbeitet und es f\u00fchrt fortw\u00e4hrend ein roter Faden durch das Geschehen. Ab der ersten Seite war ich in der Geschichte angekommen, f\u00fchlte mich dort richtig wohl und konnte die Zeit und alles um mich herum vergessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Den geschichtlichen Hintergrund bilden die letzten Jahre des 19. Jahrhunderts. Ein Jahrhundert, welches vor allem durch die verlustreichen Deutschen Einigungskriege gezeichnet war: Der Deutsch \u2013 D\u00e4nische Krieg (1864), der Deutsche Krieg (1870\/71) und der Deutsch-Franz\u00f6sische Krieg (1870\/71). An der Seite \u00d6sterreichs erlitt Bayern im Deutschen Krieg unter K\u00f6nig Ludwig II. eine Niederlage gegen Preu\u00dfen. Im Jahr 1871 wurde Bayern dann Teil des neu gegr\u00fcndeten Deutschen Reichs (1871 \u2013 1945). Unter der politisch passiven Regentschaft von Prinzregent Luitpold, begann die allm\u00e4hliche R\u00fcckstellung bayrischer Interessen hinter den Interessen des Deutschen Reichs. Die SPD zog 1893 erstmals in den Bayrischen Landtag ein. <br>Au\u00dferdem war es zu dieser Zeit noch so, dass Frauen weder studieren noch w\u00e4hlen durften. Erst im Jahre 1903 erlaubte Prinzregent Luitpold per Erlass das Frauenstudium, das Wahlrecht f\u00fcr Frauen kam erst im Januar 1919. <br>Frauen, welche nach der Hochzeit noch arbeiten wollten, brauchten die Genehmigung ihres Mannes, viele Arbeitsverh\u00e4ltnisse (zum Beispiel im Telefonamt) wurden aber direkt nach der Hochzeit gek\u00fcndigt. Es war damals zwar absolut un\u00fcblich, dass eine Frau ein Unternehmen f\u00fchrte, ein Ding der Unm\u00f6glichkeit war es aber nicht. Leicht hatten es Frauen wie Therese Randlkofer aber in der M\u00e4nner-dominierten Welt nicht.<br>Lisa Graf hat diese historischen Hintergr\u00fcnde wunderbar herausgearbeitet und bettet ihre Charaktere wunderbar in diese hinein. Ich habe eine Menge Neues in Sachen Geschichte gelernt, und auch \u00fcber die Entstehung von M\u00fcnchen habe ich einiges erfahren. Ebenso ist mir die Geschichte des Haus Dallmayr mir mit diesem Roman um einiges n\u00e4her gekommen. <br>Mir hat ein Personenregister und ein historisches Nachwort der Autorin sehr gefehlt. Gerne h\u00e4tte ich erfahren, was bzw. welche Person historisch belegt ist und was Dichtung und Wahrheit entspricht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\"><strong>Fazit: Ein Buch, von dem ich einfach nur froh bin, dass ich es gelesen habe. Ein wundersch\u00f6ner, lesenswerter und stimmiger Auftakt zu einer Reihe, bei dem ich w\u00e4hrend des Lesens v\u00f6llig die Zeit und alles um mich herum vergessen habe und in dem ich mich rundum wohl gef\u00fchlt habe. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, welche ich definitiv lesen werde. Absolute Leseempfehlung!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:11px\">  <strong>*<\/strong><em>Ich habe f\u00fcr diese Rezension von der Autorin und\/ oder vom Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein pers\u00f6nliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung des Verlages in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.<\/em> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Lisa Graf [Werbung*] Erschienen am 09. 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