{"id":4426,"date":"2023-01-24T18:30:54","date_gmt":"2023-01-24T17:30:54","guid":{"rendered":"https:\/\/buechertanz.de\/?p=4426"},"modified":"2023-01-24T18:30:54","modified_gmt":"2023-01-24T17:30:54","slug":"die-hofgaertnerin-bluetenzauber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buechertanz.de\/?p=4426","title":{"rendered":"&#8222;Die Hofg\u00e4rtnerin &#8211; Bl\u00fctenzauber&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>von Rena Rosenthal<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>[Werbung*]<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"524\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/06-Die-Hofgaertnerin-Bluetenzauber.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4423 size-full\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/06-Die-Hofgaertnerin-Bluetenzauber.jpg 350w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/06-Die-Hofgaertnerin-Bluetenzauber-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p style=\"font-size:11px\"><strong>Bibliografische Angaben:<\/strong><br>Erscheinungsdatum: 18. Januar 2023<br>Verlag: Penguin<br>Ausgabe: Taschenbuch Klappbroschur<br>ISBN: 978-3-328-10682-1<br>Seitenanzahl: 656 Seiten<br>Preis: 12\u20ac<br><br><strong>Klappentext:<br><em>\u201e<\/em><\/strong><em>Oldenburg, 1897. Als erste Frau \u00fcberhaupt hat sich Marleene den Titel der \u00bbHofg\u00e4rtnerin\u00ab erk\u00e4mpft. Nun m\u00f6chte sie ihren Erfolg dazu nutzen, auch anderen Frauen den Weg zu einer Lehre zu ebnen. Doch der Aufbau einer eigenen G\u00e4rtnerinnenschule birgt viele Hindernisse, denn noch immer herrscht die weitverbreitete \u00dcberzeugung, dass Frauen nicht f\u00fcr einen Beruf geeignet sind. Als sich Marleene dann auch noch ihr gr\u00f6\u00dfter Widersacher in den Weg stellt, steht ihr bisher gr\u00f6\u00dfter Kampf bevor \u2013 f\u00fcr ihre Sch\u00fclerinnen, ihren Lebenstraum und ihre Liebe!\u201c<\/em><br><br><a href=\"https:\/\/www.penguinrandomhouse.de\/Taschenbuch\/Die-Hofgaertnerin-Bluetenzauber\/Rena-Rosenthal\/Penguin\/e577227.rhd\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.penguinrandomhouse.de\/Taschenbuch\/Die-Hofgaertnerin-Bluetenzauber\/Rena-Rosenthal\/Penguin\/e577227.rhd<\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:11px\"><em><strong>Hinweise:<br>&#8211; <\/strong>Bitte lest diese Rezension nicht, wenn ihr den ersten Teil <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/buechertanz.de\/?p=1940\" target=\"_blank\">(\u201eDie Hofg\u00e4rtnerin \u2013 Fr\u00fchlingstr\u00e4ume\u201c)<\/a> und den zweiten Teil <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/buechertanz.de\/?p=3273\" target=\"_blank\">(\u201eDie Hofg\u00e4rtnerin &#8211; Sommerleuchten)<\/a> noch nicht kennt, diese aber lesen m\u00f6chtet \u2013 Spoilergefahr!<br>&#8211; Das Buch habe ich freundlicherweise vom Penguin Verlag \u00fcber das \u201aBloggerportal\u2018 als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank!<\/em><br><em>&#8211; Ich habe f\u00fcr diese Rezension vom Verlag oder von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein pers\u00f6nliches Leseempfinden wieder.<\/em><br><em>&#8211; Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Die-hofgaertnerin-Bluetenzauber.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4427\" width=\"441\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Die-hofgaertnerin-Bluetenzauber.jpg 619w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Die-hofgaertnerin-Bluetenzauber-294x300.jpg 294w\" sizes=\"auto, (max-width: 441px) 100vw, 441px\" \/><figcaption><em>Coverrechte: Penguin Verlag<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>_<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\">Das Buch \u201eDie Hofg\u00e4rtnerin \u2013 Bl\u00fctenzauber\u201c von Rena Rosenthal ist der zweite Teil einer Buchreihe, welche das Leben der fiktiven Hofg\u00e4rtnerin Marleene zeigt, welche im ausgehenden 19. Jahrhundert in Oldenburg f\u00fcr ihre Tr\u00e4ume und die Gleichberechtigung der Frauen k\u00e4mpft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Oldenburg im Jahre 1897: Zusammen mit ihrem Mann Julius f\u00fchrt Marleene ihre selbst gegr\u00fcndete G\u00e4rtnerei in Rastede und hat sich als erste Frau den Titel \u201eHofg\u00e4rtnerin\u201c erk\u00e4mpft. Doch nun m\u00f6chte sie anderen Frauen auch einen Weg in die Ausbildung zur G\u00e4rtnerin erm\u00f6glichen und gr\u00fcndet eine G\u00e4rtnerinnenschule. Schon bald starten dort die ersten jungen Frauen \u2013 doch immer wieder werden ihnen von der Gesellschaft Steine in den Weg gelegt: Noch immer herrscht die \u00dcberzeugung, dass Frauen generell nicht f\u00fcr einen Beruf geeignet sind \u2013 schon gar nicht f\u00fcr den G\u00e4rtnerinnen-Beruf. Doch Marleene ist nicht bereit, ihren Traum so schnell aufzugeben.<br>Als pl\u00f6tzlich ihr gr\u00f6\u00dfter Widersacher wieder vor ihr steht, droht Marleene und Julius der Verlust ihrer kompletten Existenz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Im M\u00e4rz 2021 bin ich in den Sozialen Medien auf den ersten Teil \u201eDie Hofg\u00e4rtnerin \u2013 Fr\u00fchlingstr\u00e4ume\u201c aufmerksam geworden. Als gelernte G\u00e4rtnerin interessieren mich Romane \u00fcber die Geschichte des Gartenbaus sehr und ich wurde von diesem wunderbaren Reihen-Auftakt nicht entt\u00e4uscht. Auch der zweite Teil \u201eDie Hofg\u00e4rtnerin \u2013 Sommerleuchten\u201c, welcher ein Jahr sp\u00e4ter erschien, konnte mich \u00fcberzeugen. Ich freute mich schon sehr auf den dritten Teil der Reihe und fragte diesen bei erster Gelegenheit im \u201aBloggerportal von Randomhouse\u2018 an und bekam diesen nach Genehmigung meiner Anfrage freundlicherweise vom Penguin Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verf\u00fcgung gestellt und zugesendet \u2013 an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankesch\u00f6n.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><br>Das Cover des hier vorliegenden dritten Bandes passt ganz wunderbar zu den vorherigen B\u00e4nden. Es zeigt eine junge Frau mit einem roten Rock, welche den Blick und Kopf gesenkt h\u00e4lt, vor einer winterlichen Kulisse. Im Hintergrund befindet sich links ein Gew\u00e4chshaus, rechts ein Backsteinhaus \u2013 \u00fcber den beiden Geb\u00e4uden spannt sich ein blau-wei\u00dfer Himmel mit einzelnen Schneeflocken. Direkt hinter der Frau steht eine rote Sitzbank, welche von einer leichten Schneeschicht bedeckt ist. Auf dieser Bank steht eine kleine leuchtende Laterne. Rote Bl\u00fcten zieren den Rand des Covers und greifen damit die rote Farbe des Titels \u201eDie Hofg\u00e4rtnerin\u201c und des Rocks der Frau auf. Unter dem Haupttitel steht in gr\u00fcner Schrift \u201eBl\u00fctenzauber\u201c \u2013 beide Titel sind mit einer Art wei\u00dfen Wolke unterlegt.<br>Das Buch ist ein sehr hochwertig gestaltetes Taschenbuch mit Klappen. In der vorderen Klappe befindet sich ein liebevoll inszeniertes Rezept zu \u201aMarleenes Fliederbl\u00fctengelee\u2018 und ein kleiner Textausschnitt, in der hinteren Klappe ist ein \u00dcberblick \u00fcber die ersten beiden B\u00e4nde der Trilogie, eine Kurzbiografie und ein Foto der sympathischen Autorin Rena Rosenthal.<br>Der Prolog des Buches setzt im Januar 1896 an, das erste Kapitel beginnt dann im November 1897. Mit dem im Jahr 1907 ansetzenden Epilog umfasst die Gesamthandlung des Romans etwa 10 Jahre.<br>An den Epilog schlie\u00dfen sich ein ausf\u00fchrliches Nachwort der Autorin, \u00dcbersetzungen aus dem Plattdeutsch, ein Quellenverzeichnis, Rezeptideen und eine Leseprobe vom ersten Band an. Dies alles rundet das Buch wunderbar ab und sorgt f\u00fcr ein stimmiges Gesamtbild des Buches.<br>Es ist absolut empfehlenswert, mit dem ersten Band der Reihe zu beginnen, da immer wieder Bezug auf die Vergangenheit genommen wird und man auch vieles besser zuordnen kann und auch die Figuren und ihre Handlungen besser versteht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Auch in diesem Teil steht die leidenschaftliche und engagierte Marleene wieder im Mittelpunkt der Geschichte. Mit viel Mut und Kampfgeist st\u00fcrzt sie sich in das Abenteuer \u201eG\u00e4rtnerinnenschule\u201c und l\u00e4sst sich auch von ihren Widersachern und den vielen Schwierigkeiten, welche immer wieder ihren Weg kreuzen, nicht unterkriegen. Stets an ihrer Seite ist ihr sympathischer Mann Julius, welcher mich schon seit dem ersten Band mit seiner in sich ruhenden Art sehr \u00fcberzeugt hat. Die Beiden verbindet ein enges Band der Liebe und Vertrautheit \u2013 sie halten stets zueinander und sind immer f\u00fcreinander da.<br>Neben Marleene und Julius stehen eine Vielzahl der Figuren, welche bereits aus den ersten beiden B\u00e4nden bekannt sind. Ich mag es sehr, wenn ich liebgewonnene Charaktere noch einmal treffen kann und deren weitere Entwicklung mitverfolgen kann.<br>Sie alle haben ihren Platz in der Geschichte, bringen diese voran und werden von Rena Rosenthal wunderbar authentisch und lebensecht gezeichnet.<br>Frieda gl\u00e4nzt auch in diesem Roman wieder mit ihrer sehr mitrei\u00dfenden Geschichte und ihrem gutm\u00fctigen Charakter \u2013 sie ist nach wie vor Marleenes Fels in der Brandung und der ruhende Pol der Geschichte.<br>Aber auch Alma konnte mich wieder begeistern: Bereits im zweiten Band hat sie mit ihrer sympathischen und glaubhaften Art direkt den Weg in mein Leseherz gefunden.<br>Marleene, Frieda, Alma, Rosalie und Dorothea sind &#8211; auch wenn sie gesellschaftlich aus v\u00f6llig verschieden Richtungen kommen, sind sie ganz eng verbunden und m\u00fcssen erkennen, dass sie nur gemeinsam stark sind und etwas bewegen k\u00f6nnen.<br>Nach wie vor sind aber auch die unangenehmen Widersacher von Marleene und Julius dabei: Das ist unter anderem der extrovertierte Bruder von Julius: Konstantin. Er macht den Menschen in seiner Umgebung, vor allem aber seinem Bruder, das Leben nicht leicht. Aber auch mit De Vos hat Rena Rosenthal einen sehr unliebsamen und auch missg\u00fcnstigen Charakter geschaffen, der Marleene und Julius immer wieder Steine in den Weg legt und sie damit zum straucheln bringt.<br>Es gibt aber auch einige neue Figuren, welche direkt ihren Platz in der Geschichte finden und zusammen mit den bereits bekannten Figuren ein gutes und authentisches Bild der damaligen Gesellschaft abgeben. Viele konnten mich mit ihrem Verhalten und ihren Taten im Laufe der Handlung positiv und negativ \u00fcberraschen. Sie alle durchlaufen eine sehr glaubhafte Entwicklung und ich konnte mich gut in ihre Gedankenwelt hineinversetzen.<br>Neben den gr\u00f6\u00dftenteils fiktiven Figuren gibt es auch die ein oder andere historische Figur, die den Roman noch einmal mehr Authentizit\u00e4t verleihen.<br>Nun hei\u00dft es von all den liebgewonnen Charakteren Abschied zu nehmen, was mir nach dieser wunderbaren Reihe wirklich sehr schwer f\u00e4llt &#8211; sie alle sind mir sehr ans Herz gewachsen und haben dort ihren Platz gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Rena Rosenthal stammt aus einer G\u00e4rtner-Familie und hat in ihre Romanreihe eine Menge fachliches Wissen eingebracht. Die vielen verschiedenen Arbeiten in einer G\u00e4rtnerei beschreibt sie sehr detailliert, aber auch die Kenntnis \u00fcber verschiedene Pflanzen l\u00e4sst sie gekonnt mit einflie\u00dfen.<br>Das verbindet sie mit viel historischen Wissen und ihren Recherchen zu den gesellschaftlichen Strukturen des ausgehenden 19. Jahrhunderts.<br>Mit ihrer flotten und sehr bildhafter Sprache fliegen die \u00fcber 650 Seiten nur so dahin und ich konnte mich voll in die Geschichte und Handlung fallenlassen. Schon ab der ersten Seite war ich wieder in der Geschichte angekommen und wollte ich das Buch nicht mehr aus den H\u00e4nden legen.<br>Die Handlung des Buches wird chronologisch erz\u00e4hlt, ber\u00fchrte mich stellenweise sehr und es zudem wie eine Achterbahnfahrt der Emotionen auf mich wirkte. Mitunter passieren sehr viele Dinge, dadurch empfand ich die Handlung mitunter etwas \u00fcberfrachtet. Doch es war auch spannend, wie sich all die kleinen Geschichten wieder aufl\u00f6sen und alles wieder zueinander findet und eine gro\u00dfe Geschichte daraus wird.<br>Den geschichtlichen Hintergrund der \u201eHofg\u00e4rtnerin-Saga\u201c bildet das ausgehende 19. Jahrhundert: Ein Jahrhundert, welches in der ersten H\u00e4lfte von Restauration und Revolution gepr\u00e4gt war.<br>Das Deutsche Kaiserreich entstand in der zweiten H\u00e4lfte des Jahrhunderts, im Jahr 1871 und verschaffte dem Kaiser einen gro\u00dfen Handlungsspielraum. Zudem vollzog sich der Wandel von einem landwirtschaftlichen gepr\u00e4gten Deutschland zu einem modernen Industriestaat.<br>Sozialgeschichtlich pr\u00e4gte das Kaiserreich der Aufstieg der Arbeiterschaft \u2013 damit stand die Arbeitergesellschaft dem B\u00fcrgertum gegen\u00fcber.<br>Aber auch die angehende Frauenbewegung pr\u00e4gte das 19. Jahrhundert: Es war ein Jahrhundert, welches von M\u00e4nnern dominiert wurde, Frauen mussten sich dem Mann unterordnen, durften nur mit der Erlaubnis des Ehemanns arbeiten und mussten sich ansonsten um die Familie k\u00fcmmern. Lehrerinnen gab es zum Ende des 19. Jahrhunderts bereits, allerdings wurden diese meist nur als Hilfslehrerinnen eingestellt und wurden sofort nach der Heirat entlassen: Stichwort \u201aLehrerinnenz\u00f6libat\u2018. Es wurde Frauen nicht zugetraut, dass sie einen Beruf aus\u00fcben k\u00f6nnen und gleichzeitig Ehefrau und Mutter sind.<br>Da es schon f\u00fcr M\u00e4dchen keine M\u00f6glichkeit gab das Abitur abzulegen, wurde ihnen somit auch der Zugang zu den Universit\u00e4ten verwehrt. Erst mit der Gr\u00fcndung von M\u00e4dchengymnasien konnten sie ihr Abitur ablegen. Das hie\u00df aber noch lange nicht, dass sie auch studieren durften \u2013 wenn \u00fcberhaupt, dann durften Frauen als Gasth\u00f6rerinnen die Vorlesungen besuchen. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts \u00f6ffneten sich f\u00fcr Frauen der Weg ins Studium.<br>Aber nicht nur f\u00fcr ein Studium standen Frauen lange Zeit vor verschlossenen T\u00fcren: Auch eine Ausbildung war ihnen oft nicht m\u00f6glich. Gerade in den m\u00e4nnlich gepr\u00e4gten Berufen, wie es der Gartenbau lange war, hatten Frauen fast keine Chance. Erst mit der Gr\u00fcndung von speziellen G\u00e4rtnerinnen-Schulen \u00e4nderte sich dies. Doch ein Gro\u00dfteil der Gesellschaft reagierte nicht sonderlich wohlwollend auf die angehenden G\u00e4rtnerinnen und stellten diese in Karikaturen und Zeitungsberichten blo\u00df.<br>Doch der Weg in Richtung Gleichberechtigung war unwiderruflich eingeschlagen und mit Hilfe von Frauenvereinen versuchten Frauen sich Geh\u00f6r in der von M\u00e4nnern dominierten Welt zu verschaffen. Diese geschichtlichen und gesellschaftlichen Hintergr\u00fcnde hat Rena Rosenthal akribisch recherchiert, stellt diese wunderbar erlebbar da und verkn\u00fcpft sie gekonnt mit ihren gr\u00f6\u00dftenteils fiktiven Figuren und deren Schicksalen. Hier wird Geschichte lebendig.<br>Und ich bin, als ausgebildete G\u00e4rtnerin, diesen mutigen und starken K\u00e4mpferinnen besonders dankbar, dass sie Frauen den Weg in diesen wundersch\u00f6nen Beruf bereitet haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Danke liebe Rena Rosenthal f\u00fcr dieses mitrei\u00dfende und emotionsgeladene Lese-Erlebnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\"><strong>Fazit: In diesem stimmigen Abschluss passiert unheimlich viel, manchmal gef\u00fchlt etwas zu viel. Ein Buch, in welches ich mich fallen lassen konnte, mich auf \u00fcber 650 Seiten bestens unterhalten hat und eine mitrei\u00dfende Achterbahnfahrt der Emotionen war. Absolut empfehlenswert \u2013 ganz gro\u00dfes (Kopf)-Kino!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:11px\"><em>* Ich habe f\u00fcr diese Rezension von der Autorin und vom Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein pers\u00f6nliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Bereitstellung eines kostenlosen Rezensionsexemplars durch den Verlag, der Titelbezeichnung\/ Namensnennung und der Link zur Verlagshomepage muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Die-Hofgaertnerin-Saga.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4428\" width=\"458\" height=\"458\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Die-Hofgaertnerin-Saga.jpg 512w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Die-Hofgaertnerin-Saga-300x300.jpg 300w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Die-Hofgaertnerin-Saga-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 458px) 100vw, 458px\" \/><figcaption><em>Die komplette &#8222;Die Hofg\u00e4rtnerin-Saga&#8220; von Rena Rosenthal<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Rena Rosenthal [Werbung*] Bibliografische Angaben:Erscheinungsdatum: 18. Januar 2023Verlag: PenguinAusgabe: Taschenbuch KlappbroschurISBN: 978-3-328-10682-1Seitenanzahl: 656 SeitenPreis: 12\u20ac Klappentext:\u201eOldenburg, 1897. Als erste Frau \u00fcberhaupt hat sich Marleene den Titel der \u00bbHofg\u00e4rtnerin\u00ab erk\u00e4mpft. Nun m\u00f6chte sie ihren Erfolg dazu nutzen, auch anderen Frauen den Weg zu einer Lehre zu ebnen. 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