{"id":7244,"date":"2024-05-11T21:06:30","date_gmt":"2024-05-11T20:06:30","guid":{"rendered":"https:\/\/buechertanz.de\/?p=7244"},"modified":"2024-05-30T16:38:56","modified_gmt":"2024-05-30T15:38:56","slug":"die-letzte-aebtissin-ihr-bewegtes-leben-in-saeckingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buechertanz.de\/?p=7244","title":{"rendered":"&#8222;Die letzte \u00c4btissin: Ihr bewegtes Leben in S\u00e4ckingen&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>von Sandhya Hasswani<\/p>\n\n\n\n<p>[Werbung*]<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-vertically-aligned-center\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"303\" height=\"445\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/27-Die-letzte-Aebtissin.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7225 size-full\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/27-Die-letzte-Aebtissin.jpg 303w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/27-Die-letzte-Aebtissin-204x300.jpg 204w\" sizes=\"auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p style=\"font-size:11px\"><strong>Bibliografische Angaben:<\/strong><br>Erscheinungsdatum: 01. September 2022<br>Verlag: Friedrich-Reinhardt Verlag<br>Ausgaben: Taschenbuch &amp; eBook<br>ISBN:\u00a0<strong>\u00a0<\/strong>978-3724525745<br>Seitenanzahl: 544 Seiten<br>Preise: 19,80\u20ac (Taschenbuch), 18,99\u20ac (eBook)<br><br><strong>Homepage:<\/strong><br><a href=\"https:\/\/sandhya-hasswani.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/sandhya-hasswani.com<br><\/a><br><strong>Klappentext:<\/strong><br><em>&#8222;1751: Die junge Mari-Anna erlebt, wie ihr Lebensmittelpunkt \u2013 das Stiftsm\u00fcnster von S\u00e4ckingen \u2013 in nur einer Nacht niederbrennt, zudem f\u00e4llt dem jungen liberalen Kaiser Joseph ein, s\u00e4mtliche Kl\u00f6ster in S\u00fcddeutschland aufzul\u00f6sen. Das Frauenstift ist in seiner Existenz bedroht. Wird es Mari-Anna gelingen bei all den gesellschaftlichen und politischen Umw\u00e4lzungen ihren Weg zu beschreiten? Welt, Geist, Leben im 18. Jahrhundert am Hochrhein: Der spannende historische Roman erscheint anl\u00e4sslich des 300. Geburtstags der S\u00e4ckinger F\u00fcrst\u00e4btissin Mari-Anna F. von Hornstein-G\u00f6ffingen (1723-1809), Stifterin des Fridolinschreins. Eine starke Frau, die uns heute in einer \u00e4hnlich unruhigen Welt durch ihren Mut inspiriert.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:11px\"><strong>*Hinweise:<br><\/strong><em>\u2013 Das Buch habe ich freundlicherweise von der Autorin auf der Buchmesse in Hinterzarten als Rezensionsexemplar zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank daf\u00fcr.<br>\u2013 Ich habe von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistungen erhalten, die Rezension spiegelt meinen pers\u00f6nlichen Lese-Eindruck wieder.<br>\u2013 Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars kennzeichne ich diese Rezension als Werbung.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"936\" height=\"936\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Die-letzte-Aebtissin_01_komp.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7246\" style=\"width:373px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Die-letzte-Aebtissin_01_komp.jpg 936w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Die-letzte-Aebtissin_01_komp-300x300.jpg 300w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Die-letzte-Aebtissin_01_komp-150x150.jpg 150w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Die-letzte-Aebtissin_01_komp-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 936px) 100vw, 936px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>_<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\">Das Buch <strong><em>&#8222;Die letzte \u00c4btissin: Ihr bewegtes Leben in S\u00e4ckingen&#8220;<\/em><\/strong> von Sandhya Hasswani ist ein historischer Roman der im 18. Jahrhundert vorwiegend im S\u00fcden Deutschlands angesiedelt ist und das Leben der S\u00e4ckinger F\u00fcrst\u00e4btissin Mari-Anna F. von Hornstein-G\u00f6ffingen (1723-1809) zeigt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:16px\">&#8222;Auf ein Zeichen des Bischofs schritt sie vor ihm die Stufen hinunter. Sie konnte noch immer kaum fassen, dass sie F\u00fcrst\u00e4btissin von S\u00e4ckingen war, und doch war es wahr. So wahr wie der Beifall ihrer Br\u00fcder und Schwestern in den ersten Reihen und die Tr\u00e4nen der gl\u00fccklichen Stiftsdamen auf der anderen Seite und das zufriedene L\u00e4cheln ihrer Mutter und all der anderen, deren Gratulationen sie gleich entgegen nehmen w\u00fcrde.&#8220;<\/p>\n<cite>[Seite 138, Kapitel 09]<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">S\u00e4ckingen 1751: Fassungslos muss die junge Mari-Anna dabei zu sehen, wie das Stiftsm\u00fcnster von Bad S\u00e4ckingen durch eine Unachtsamkeit niederbrennt und damit auch ihr Lebensmittelpunkt verloren ist.<br>Kurz darauf wird Mari-Anna zur F\u00fcrst\u00e4btissin von S\u00e4ckingen ernannt &#8211; und sie steht vor gewaltigen Problemen: Kaiser Joseph II. will s\u00e4mtliche Kl\u00f6ster in S\u00fcddeutschland aufl\u00f6sen. Ein Plan, der auch das Frauenstift in S\u00e4ckingen bedroht. <br>Au\u00dferdem ist die Gesellschaft im Wandel und Mari-Anna muss an vielen Fronten k\u00e4mpfen &#8211; f\u00fcr ihre Mitschwestern, f\u00fcr ihr Stift, f\u00fcr das M\u00fcnster &#8211; aber auch f\u00fcr sich selbst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Dieses Buch erregte auf der Buchmesse &#8218;Bl\u00e4tterrauschen&#8216; in Hinterzarten im April 2024 mein Interesse. Da ich sehr gerne historische Romane lese und dieser zudem noch in der N\u00e4he meiner Heimat angesiedelt ist, wollte ich dieses Buch sehr gerne lesen. Das 18. Jahrhundert ist eine Zeit, \u00fcber die ich noch nicht viel gelesen habe und auch der Name &#8218;F\u00fcrst\u00e4btissin Mari-Anna&#8216; sagte mir bisher noch nicht viel. Die Autorin Sandhya Hasswani und ich kamen auf der Buchmesse ins Gespr\u00e4ch und sie \u00fcberreichte mit ihren Roman freundlicherweise als Rezensionsexemplar &#8211; an dieser Stelle ganz herzlichen Dank daf\u00fcr. <br>Das Buch ist ein einfaches Taschenbuch ohne Klappen und umfasst insgesamt 544 Seiten, welche sich auf einen Prolog, 40 Kapitel, ein Nachwort und eine Zeittafel aufteilen. <br>Das schlichte und doch sehr ausdrucksstarke Cover zeigt ein Gem\u00e4lde der F\u00fcrst\u00e4btissin Mari-Anna &#8211; mit ihrem sanften und gleichzeitig entschlossenen Blick zieht sie den Betrachter in ihren Bann. Mari-Anna ist auf diesem Bildnis in schwarz gekleidet, sie sitzt auf einem rot gepolsterten Stuhl und h\u00e4lt in der rechten Hand ein Jesuskreuz. <br>Die Handlung des Buches beginnt mit einem ergreifenden Prolog, in dem der Leser\/ die Leserin die \u00e4ltere Mari-Anna kennenlernt, welche vor einem gro\u00dfen Umbruch in ihrem Leben steht. Mit dem ersten Kapitel geht es dann viele Jahre zur\u00fcck in die Vergangenheit &#8211; in das Jahr 1751. Die Handlung steuert dann in den folgenden Kapiteln auf die Szenerie des Prologs entgegen, was f\u00fcr einen guten Lesefluss und auch eine gewisse Spannung sorgt, da man gerne wissen m\u00f6chte, wie es zu den Ereignissen des Prologs gekommen ist. <br>Zudem hat Sandhya Hasswani einen au\u00dferordentlich bildhaften und wunderbaren Sprachstil, der mich direkt mit in die Geschichte genommen hat. Ich konnte mir die Orte und Menschen gut vorstellen und baute zu vielen der Figuren schnell eine enge Bindung auf. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:16px\"><em>\u201e\u00bb<\/em> (&#8230;) Versteht mich bitte richtig: Mir ist es die vornehmste, die heiligste Aufgabe, das Andenken an unseren heiligen Fridolin zu bewahren, dar\u00fcber hinaus tragen wir aber auch Verantwortung f\u00fcr die Menschen in unseren Landen. Allein deshalb darf das Stift in den Augen des Kaisers nicht an Bedeutung verlieren. (&#8230;) Es geht hier um Menschen. Um Menschen aus unseren Stiftsgebiet, die sich dem Schutz unseres Patrons anvertrauen.<em>\u00ab\u201c<\/em><\/p>\n<cite>[Seite 91, Kapitel 05]<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Mari-Anna ist die titelgebende Hauptfigur des Buches und die Leser und Leserinnen begleiten sie durch die vielen und bewegten Jahre ihres Lebens. Zu Beginn ist sie eine junge Frau, welche noch etwas unsicher ist, im Laufe der Handlung w\u00e4chst sie zu einer starken und hochgeachtete Frau heran, die genau wei\u00df, was sie erreichen m\u00f6chte &#8211; und wie ihr das gelingt. Sie muss auch immer wieder R\u00fcckschl\u00e4ge hinnehmen und auch der ein oder andere Schicksalsschlag bringen sie nicht von ihren Zielen und W\u00fcnschen ab. Als \u00c4btissin ist sie immer f\u00fcr die Frauen ihres Stift da und l\u00e4sst sich auch von ihren Widersachern nicht aus der Spur bringen. Ich mochte Mari-Anna ehrlichen und diplomatischen Charakter ab der ersten Seite und f\u00fchlte mich schnell mit ihr verbunden. Vor allem ihre tiefen Freundschaften und das Vertrauen, welches sie vielen Menschen in ihrer Umgebung entgegen bringt, machte sie in meinen Augen sympathisch und liebenswert. <br>Vieles aus dem Leben der F\u00fcrst\u00e4btissin Mari-Anna ist historisch \u00fcberliefert. Einige der Charaktere, die neben ihr leben und agieren sind ebenfalls historisch oder an historische Figuren angelehnt, wohingegen einige Charaktere hingegen fiktiv sind. Sie alle, egal ob historisch oder fiktiv, bilden ein gutes Bild der damaligen Zeit ab und ihre vielf\u00e4ltigen Geschichten und Hintergr\u00fcnde sind gut miteinander verbunden. Auch die Spannungen, Zerw\u00fcrfnisse und Differenzen zwischen einigen der Figuren waren stets fassbar und zogen mich schnell in die emotionale Geschichte hinein. <br>Nat\u00fcrlich gibt es auch die etwas unliebsamen Charaktere, \u00fcber die ich oft den Kopf sch\u00fctteln musste \u2013 doch eine gute Geschichte lebt meiner Meinung nach auch von und durch unsympathische Figuren. <br>Hier ein kleiner Kritikpunkt: Da es doch einige Figuren und Namen sind, die man im Kopf behalten muss, w\u00e4re ein Personenregister sinnvoll gewesen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Den historischen Hintergrund bildet das 18. Jahrhundert: Es ist die Zeit der&nbsp;Aufkl\u00e4rung&nbsp;und damit der Beginn der Moderne in Europa. Doch in diesem Jahrhundert wurde nicht nur die Moderne eingeleitet, sondern auch \u00fcber 20 Kriege in Europa gef\u00fchrt, bei denen es meistens um Macht und Macht-Erweiterung ging. Die Mitte Europas war in zahlreiche mittlere und Kleinstterritorien zersplittert, die Teil des&nbsp;Heiligen R\u00f6mischen Reiches Deutscher Nation&nbsp;waren. Unter ihnen ragten&nbsp;Preu\u00dfen&nbsp;und&nbsp;\u00d6sterreich&nbsp;heraus, die in diesem Jahrhundert vor allem durch ihre Territorien au\u00dferhalb des Reiches sich zu europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chten entwickelten.&nbsp;<br>Mit wenigen Ausnahmen waren die europ\u00e4ischen Gesellschaften&nbsp;St\u00e4ndegesellschaften, dieser Standeszugeh\u00f6rigkeit konnten nur wenige Menschen durch Aufstieg entkommen. Der Stand bestimmte sowohl die pers\u00f6nlichen Rechte als auch den Zugang zu Ressourcen und Bildung. Das St\u00e4ndewesen teilte die Menschen zumeist in Adelige, B\u00fcrger und Bauern. Hinzu kam in katholischen L\u00e4ndern der Klerus. <br>An der Spitze der St\u00e4ndepyramide stand oft ein Monarch, seltener eine Monarchin. Die monarchische Machtf\u00fclle wurde von st\u00e4ndischen Privilegien begrenzt, wobei die Macht der St\u00e4nde und ihrer regional sehr unterschiedlich war und sich im Laufe des Jahrhunderts \u00e4nderte.<br>Gro\u00dfe wirtschaftliche und gesellschaftliche Umbr\u00fcche brachte die Industrielle Revolution, welche in Gro\u00dfbritannien begann.&nbsp;Mehrere Erfindungen in der f\u00fcr Gro\u00dfbritannien so wichtigen Textilindustrie, wie die&nbsp;&#8218;Spinning Jenny&#8216;, erm\u00f6glichten es bei gegebenem Einsatz von Arbeitskr\u00e4ften gr\u00f6\u00dfere Mengen Garn und Textilien herzustellen. Zum Jahrhundertende gab es erste Ans\u00e4tze der Industrialisierung in Nordfrankreich, Flandern und einzelnen deutschen Regionen.<br>Neben der Industriellen Revolution kam es ab dem Jahr 1789 zudem noch zur Franz\u00f6sischen Revolution. Dies war der gesellschaftliche Aufstand der einfachen B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen in Frankreich zwischen 1789 und 1799, die sich gegen die Unterdr\u00fcckung durch den K\u00f6nig wehrten. Im Verlauf der Franz\u00f6sischen Revolution wurden der K\u00f6nig und viele Revolutionsgegner hingerichtet. <br>Ein weiteres historisches Thema, \u00fcber welches ich zum ersten Mal gelesen habe, ist die Verbannung von ganzen Familien ins Banat (eine&nbsp;historische Region&nbsp;in&nbsp;S\u00fcdosteuropa, die heute in den Staaten&nbsp;Rum\u00e4nien,&nbsp;Serbien&nbsp;und&nbsp;Ungarn&nbsp;liegt) im Oktober 1755. Hierhin wurden unliebsame Menschen zwangsverwiesen, welche zuvor aus ihren bisherigen Leben gerissen wurden und weitab ein neues Leben beginnen mussten. <br>Vor allem im Hinblick auf das Leben in einem Damenstift habe ich durch den Roman &#8222;Die letzte \u00c4btissin&#8220; eine Menge dazu gelernt: Auch wenn es von au\u00dfen betrachtet wie das Leben in einem Kloster wirkt, ist das Frauenstift&nbsp;oder&nbsp;Damenstift&nbsp;eine religi\u00f6se Lebensgemeinschaft f\u00fcr Frauen, die ohne Ablegung von Gel\u00fcbden in einer kloster\u00e4hnlichen Anlage leben.  Bei ihrem Eintritt legten die Stiftsfrauen&nbsp;nur die Gel\u00fcbde der&nbsp;Keuschheit&nbsp;und des&nbsp;Gehorsams&nbsp;gegen\u00fcber ihrer&nbsp;\u00c4btissin&nbsp;ab, konnten jedoch heiraten, wenn sie auf ihre&nbsp;Pfr\u00fcnde&nbsp;verzichteten. Zudem verzichteten sie bei Eintritt weder auf ihren Privatbesitz noch auf ihre Erbanspr\u00fcche und konnten das Stift jederzeit verlassen. <br>All diese (mitunter komplexen und komplizierten) geschichtlichen und gesellschaftlichen Hintergr\u00fcnde stellt die Autorin sehr anschaulich und mitrei\u00dfend da. Ich habe eine Menge dazu gelernt und meinen Horizont durch diese Lekt\u00fcre sehr erweitert.<br>Der Roman ist ein sehr rundes und vor allem eindringliches Leseerlebnis, welches ich mit Sicherheit so schnell nicht vergessen werde &#8211; danke daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:16px\">&#8222;Sie schaute in die Flamme und gedachte all der Frauen daheim in S\u00e4ckingen. Nicht nur der Damen, auch der vielen Angestellten, denen das Stift Brot und Obdach bot, und auch den vielen \u00c4btissinnen, die vor ihr in S\u00e4ckingen gewirkt hatten &#8211; mehr als sechshundert Frauen. Sie ging auf die Knie, faltete die H\u00e4nde und betete, und im Gebet war es, als w\u00fcrden die liebe Helena, Mutter Regina und all ihre Vorg\u00e4ngerinnen in einer langen Reihe hinter ihr stehen und sich vor den heiligen verneigen. Und als sie aufsah, flackerte die kleine Flamme munter auf.&#8220;<\/p>\n<cite>[Seite 409, Kapitel 31]<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\"><strong>Fazit: &#8222;Die letzte \u00c4btissin: Ihr bewegtes Leben in S\u00e4ckingen&#8220; ist ein sehr stimmungsvoller historischer Roman, der mich mit den authentischen Charakteren und den akribisch recherchierten geschichtlichen und gesellschaftlichen Hintergr\u00fcnden \u00fcberzeugt hat. Eine interessante Zeitreise in ein spannendes Jahrhundert und ein bewegtes Leben, welches von Umbr\u00fcchen gezeichnet war. Sehr lesenswert und absolut empfehlenswert.    <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:11px\"><strong>*<\/strong><em>Ich habe f\u00fcr diese Rezension von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein pers\u00f6nliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"735\" height=\"727\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Die-letzte-Aebtissin_02_komp.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7253\" style=\"width:376px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Die-letzte-Aebtissin_02_komp.jpg 735w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Die-letzte-Aebtissin_02_komp-300x297.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 735px) 100vw, 735px\" \/><\/figure><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Sandhya Hasswani [Werbung*] Bibliografische Angaben:Erscheinungsdatum: 01. September 2022Verlag: Friedrich-Reinhardt VerlagAusgaben: Taschenbuch &amp; eBookISBN:\u00a0\u00a0978-3724525745Seitenanzahl: 544 SeitenPreise: 19,80\u20ac (Taschenbuch), 18,99\u20ac (eBook) Homepage:https:\/\/sandhya-hasswani.comKlappentext:&#8222;1751: Die junge Mari-Anna erlebt, wie ihr Lebensmittelpunkt \u2013 das Stiftsm\u00fcnster von S\u00e4ckingen \u2013 in nur einer Nacht niederbrennt, zudem f\u00e4llt dem jungen liberalen Kaiser Joseph ein, s\u00e4mtliche Kl\u00f6ster in S\u00fcddeutschland aufzul\u00f6sen. 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