{"id":8159,"date":"2024-11-25T13:53:40","date_gmt":"2024-11-25T12:53:40","guid":{"rendered":"https:\/\/buechertanz.de\/?p=8159"},"modified":"2024-11-25T13:53:40","modified_gmt":"2024-11-25T12:53:40","slug":"vielleicht-kannst-du-nachkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buechertanz.de\/?p=8159","title":{"rendered":"&#8222;Vielleicht kannst du nachkommen&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>von Sarah Kurz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>[Werbung*]<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-vertically-aligned-center\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"281\" height=\"445\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/69-Vielleicht-kannst-du-nachkommen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8153 size-full\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/69-Vielleicht-kannst-du-nachkommen.jpg 281w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/69-Vielleicht-kannst-du-nachkommen-189x300.jpg 189w\" sizes=\"auto, (max-width: 281px) 100vw, 281px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p style=\"font-size:11px\"><strong><strong>Bibliografische Angaben:<\/strong><br><\/strong>Erscheinungsdatum: 30. August 2024<br>Verlag: L\u00fcbbe<br>Ausgaben: Hardcover &amp; eBook <br>ISBN: 978-3-7577-0070-6<br>Seitenanzahl: 400 Seiten<br>Preise: 22,00\u20ac (Hardcover), 14,99\u20ac (eBook)<br><br><strong>Klappentext:<\/strong><br><em>&#8222;Heidelberg, 1967: An ihrem 21. Geburtstag erf\u00e4hrt Anne, dass ihr leiblicher Vater ein britischer Soldat ist. Denn ihre Mutter Erika verliebte sich nach Kriegsende in Berkum bei Bonn in den jungen George. V\u00f6llig \u00fcberrascht von dieser Enth\u00fcllung, die aber f\u00fcr Anne so manches erkl\u00e4rt, beschlie\u00dft sie, George in London aufzusuchen. Doch in England wird sie mit deutlicher Abwehr seitens George&#8216; Ehefrau empfangen. Unterst\u00fctzung findet sie hingegen bei ihrem Halbbruder und dessen bestem Freund John. Aber die Vergangenheit hat bei allen tiefe Spuren hinterlassen. Auch bei Anne, die sich manchmal fragt, ob sie jemals genug ist und ob sie es wert ist, um ihrer selbst willen geliebt zu werden.&#8220;<\/em><br><br><strong>Homepage:<\/strong><br><a href=\"https:\/\/www.luebbe.de\/luebbe-belletristik\/buecher\/saga\/vielleicht-kannst-du-nachkommen\/id_10381095\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.luebbe.de\/luebbe-belletristik\/buecher\/saga\/vielleicht-kannst-du-nachkommen\/id_10381095<\/a><br><br><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:11px\"><strong>Hinweise:<\/strong><br><em>\u2013 Das Buch habe ich freundlicherweise von der Autorin als signiertes Rezensionsexemplar zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank!<br>\u2013 Ich habe f\u00fcr diese Rezension von der Autorin und\/ oder vom Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein pers\u00f6nliches Leseempfinden wieder.<br>\u2013 Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>_<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"804\" height=\"804\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Vielleicht-kannst-du-nachkommen_01_komp.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8160\" style=\"width:318px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Vielleicht-kannst-du-nachkommen_01_komp.jpg 804w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Vielleicht-kannst-du-nachkommen_01_komp-300x300.jpg 300w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Vielleicht-kannst-du-nachkommen_01_komp-150x150.jpg 150w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Vielleicht-kannst-du-nachkommen_01_komp-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 804px) 100vw, 804px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\">Das Buch <strong><em>&#8222;Vielleicht kannst du nachkommen&#8220;<\/em><\/strong> von Sarah Kurz ist eine Familiengeschichte, die auf zwei Zeitebenen in den 1940er und 1960er Jahren in Deutschland und England spielt. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:16px\">&#8222;Die anderen waren alle noch drau\u00dfen, molken die K\u00fche, sperrten die H\u00fchner ein und f\u00fctterten alle Tiere. Aber bald w\u00fcrden sie sich ebenfalls in der K\u00fcche einfinden und zu Abend essen; und anschlie\u00dfend w\u00fcrden wir alle nach einem Arbeitstag ins Bett gehen.<br>Doch ich wollte nicht, dass mein Leben f\u00fcr immer so aussah.<br>Ich wollte mehr.&#8220;<br><br><em>[Erster Teil, Kapitel 03, Seite 26]<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Heidelberg 1967: Als Anne an ihrem 21. Geburtstag erf\u00e4hrt, dass ihr leiblicher Vater ein britischer Soldat ist, f\u00e4llt sie aus allen Wolken. Mit Hilfe der Tagebuchaufzeichnungen ihrer Mutter wirft Anne einen Blick in die Vergangenheit: Nach Kriegsende verliebte sich Erika in Berkum bei Bonn in den jungen britischen Soldaten George. Eine Liebe, die nicht sein durfte &#8211; denn George galt als Angeh\u00f6riger der Besatzungsmacht und somit in den Augen von Erikas Familie als Feind. <br>\u00dcberrascht von dieser Enth\u00fcllung reist Anne nach London, um ihren Vater aufzusuchen. Doch sie trifft dort nicht nur auf offene Arme. George hat eine Familie gegr\u00fcndet und seine Ehefrau empf\u00e4ngt sie mit deutlicher Ablehnung. <br>Denn die Vergangenheit hat bei allen Spuren hinterlassen &#8211; vor allem bei Anne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Dieses Buch ist bisher v\u00f6llig an mir vorbeigegangen, obwohl es doch zu meinem bevorzugten Genre geh\u00f6rt. Ich mag Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen und Familiengeheimnisse zum Thema haben.<br>In den Sozialen Medien habe ich einen Aufruf der Autorin gesehen, mit dem sie neue Rezensenten und Rezensentinnen gesucht hat. Nach dem Lesen des Klappentext war mein Interesse geweckt und ich meldete mich bei der Autorin. Kurze Zeit sp\u00e4ter erreichte mich das Buch mit einer pers\u00f6nlichen Signierung, wof\u00fcr ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken m\u00f6chte. <br>Bei der Ausgabeart handelt es sich um ein hochwertiges Hardcover mit Schutzumschlag und 400 Seiten. Das schlichtgehaltene Cover zeigt ein Paar vor einem t\u00fcrkisfarbenen Hintergrunde, welches in einer innigen Umarmung versunken ist. \u00dcber dem Paar steht in orangefarbener Schrift der aussagekr\u00e4ftige und wundersch\u00f6ne Buchtitel <em>&#8222;Vielleicht kannst du nachkommen&#8220;<\/em>.<br>Auf der vorderen Klappe des Schutzumschlages findet sich ein stimmungsvoller Textauszug, auf der hinteren Klappe wird die Autorin mit einem Text und Foto vorgestellt. <br>Der Prolog des Buches setzt in Heidelberg im Mai 1967 an und wird aus der direkten Sicht von Anne erz\u00e4hlt. Nach dem Prolog beginnt der erste Teil der Geschichte, der von 1945 bis 1946 gr\u00f6\u00dftenteils in Berkum, Bonn und Heidelberg spielt und \u00fcber insgesamt 23 Kapitel verf\u00fcgt. In diesem Teil steht Erika (Annes Mutter) im Mittelpunkt, durch deren Augen die Geschichte gr\u00f6\u00dftenteils erz\u00e4hlt wird. Der zweite Teil spielt von 1967 bis 1968 in Heidelberg und London und verf\u00fcgt \u00fcber 37 Kapitel und einen Epilog. In diesem zweiten Teil steht Anne im Mittelpunkt der Geschichte, viele ( aber nicht alle) der Kapitel werden aus ihrer Sicht erz\u00e4hlt. Mit einem Personenverzeichnis und einem Nachwort endet das Buch.<br>Die Geschichte entwickelt bereits im Prolog eine ganz eigene Dynamik und Sogwirkung, die mich sehr schnell mitgenommen und mitgerissen hat. Ich wollte unbedingt wissen, wie es zu all den Umst\u00e4nden gekommen ist und legte das Buch deshalb nur sehr ungern aus den H\u00e4nden. <br>Sarah Kurz hat einen sehr ruhigen Sprachstil, der schnell gro\u00dfartige Bilder von den Figuren und Handlungsorten in den K\u00f6pfen der Leser und Leserinnen entstehen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:16px\">&#8222;In diesen Minuten verga\u00df ich alles, was mich bedr\u00fcckte: Meine geheime Liebe, die ich nicht mit meiner Familie teilen durfte, meine festgefahrene Zukunft, meine Sorge um Otto. Alles flog davon, l\u00f6ste sich auf und lie\u00df mich genauso l\u00e4chelnd zur\u00fcck, wie meine Cousine.&#8220;<br><br><em>[Erster Teil, Kapitel 12, Seite 81]<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><br>Erika ist die zentrale Figur im ersten Erz\u00e4hlstrang, der 1945 beginnt und 1946 endet. Ihr \u00e4lterer Bruder ist noch nicht aus dem Krieg zur\u00fcck, weshalb auf ihren Schultern viel Verantwortung lastet. Zusammen mit ihrer Familie f\u00fchrt sie einen Bauernhof, eine Arbeit, die Erika nicht erf\u00fcllt. Sie seht sich zur\u00fcck in die Zeit, als sie in der Stadt eine Ausbildung zur Krankenschwester machen durfte. Doch sie wird auf dem elterlichen Hof gebraucht. Immer wieder h\u00f6rt Erika, dass die britische Soldaten der Feind sind, von denen sie sich unbedingt fern halten muss. Doch sie verliebt sich in George &#8211; und George sich in sie. Es ist allerdings eine Liebe, die nicht sein darf: Denn die Fraternisierung ist auf beiden Seiten verboten und verp\u00f6nt. <br>Ich mochte Erika sehr gerne und konnte gleich eine Beziehung zu ihr aufbauen. Dadurch, dass die Geschichte aus Erikas Sicht geschrieben ist, konnte ich mich sehr gut in ihre Gef\u00fchls- und Gedankenwelt hineinversetzen. Einerseits liebt sie ihre Familie und wei\u00df, dass sie diese unterst\u00fctzen muss. Gleichzeitig m\u00f6chte sie gerne raus aus dem engen Dorf und ihr eigenes Leben leben und ihre Tr\u00e4ume verwirklichen. Doch es kommt alles ganz anders.<br>George ist ein britischer Soldat und zusammen mit seinem besten Freund Brian in Bonn stationiert. Auch wenn der Leser\/ die Leserin George fast nur durch die Augen von Erika kennenlernt, konnte ich mich auch in ihn gut reinversetzen. Auch die Briefe von George lassen in sein Inneres, in seine Gef\u00fchlswelt blicken. George ist ein herzensguter und freundlicher Mensch, den man einfach gerne haben muss.<br>Auch die vielen weiteren Figuren in diesem Erz\u00e4hlstrang f\u00fcgen sich gut in die Geschichte ein und geben ein gutes Bild der damaligen Gesellschaft wieder. Es gibt die wunderbaren und sympathischen Figuren, aber auch die weniger freundlichen Figuren.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:16px\"><em>\u201e\u00bb<\/em>Ich bin nicht gekommen, um mir eine Erbschaft zu erschleichen oder Unterhaltszahlungen oder sonst etwas. Ich m\u00f6chte nur wissen, ob George Wright tats\u00e4chlich mein Vater ist, und wenigstens einmal von Angesicht zu Angesicht mit ihm sprechen. Ich muss wissen, woher ich komme.<em>\u00ab\u201c<\/em><br><br><em>[Zweiter Teil, Kapitel 04, Seite 187]<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Im zweiten Band steht Anne, Erikas Tochter, im Mittelpunkt der Geschichte. Viele Kapitel werden aus ihrer Sicht geschrieben und so wird schnell klar, dass Anne ein zutiefst verletzter Charakter ist. Sie hat nie v\u00e4terliche Liebe und Anerkennung erfahren. Durch die \u00fcberraschende Enth\u00fcllung ihrer wahren Herkunft, muss sich Anne ihrer eigenen und auch der Vergangenheit ihrer Mutter stellen und muss sich \u00fcber ihre eigenen W\u00fcnsche, Tr\u00e4ume und Ziele in ihrem Leben klar werden. <br>In diesem Erz\u00e4hlstrang kommen einige neue Figuren hinzu, wie zum Beispiel Paul und Annes sympathischer Halbbruder James. Einige der Figuren des zweiten Erz\u00e4hlstranges sind bereits aus dem ersten Erz\u00e4hlstrang bekannt, sie haben sich alle weiterentwickelt und f\u00fchren ihre Leben, in denen sie alle mehr oder weniger angekommen sind.<br>Mit ihren vielf\u00e4ltigen Figuren schafft Sarah Kurz ein gutes und authentisches Bild der unmittelbaren Nachkriegszeit und der 1960er Jahre. Sie verkn\u00fcpft die historischen Hintergr\u00fcnde mit den Geschichten und Erlebnissen ihrer Charaktere und nimmt die Leser und Leserinnen mit auf eine emotionale Zeitreise.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Im ersten Erz\u00e4hlstrang setzt die Handlung in den 1940er Jahren, kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges, an. Hier wird deutlich, wie unterschiedlich der Krieg und auch die Nachkriegszeit auf dem Land und in der Stadt erlebt wurde.<br>Am 10. Juni 1945 erlie\u00df Milit\u00e4rgouverneur Montgomery f\u00fcr die britische Zone das Fraternisierungsverbot, den britischen Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen war jeder Kontakt zur deutschen Bev\u00f6lkerung untersagt. Das galt nicht nur f\u00fcr Freundschaften und romantische Beziehungen, sondern auch f\u00fcr jegliche private Besuche, sogar kurze Unterhaltungen oder Begr\u00fc\u00dfungen waren untersagt. Das Fraternisierungsverbot wurde schon bald gelockert. Zun\u00e4chst durften britische Milit\u00e4rangeh\u00f6rige mit deutschen Kindern spielen, kurz darauf waren auch Gespr\u00e4che mit Erwachsenen in der \u00d6ffentlichkeit erlaubt. Am 25. September 1945 wurde das Fraternisierungsverbot wieder aufgehoben, jedoch waren Eheschlie\u00dfungen zwischen Deutschen und Briten bis August 1946 verboten. <br>In diesem Zusammenhang wird das Thema der sogenannten <em>Besatzerkinder <\/em>in den Fokus gestellt. Laut dem Nachwort der Autorin gab es zu dieser Zeit <em>&#8217;nach neueren Sch\u00e4tzungen (&#8230;) ungef\u00e4hr 400.000 Kinder in Deutschland&#8216; <\/em>deren<em> <\/em>Vater <em>&#8218;kein Deutscher war&#8216;. <\/em>Wie schwer es diese Kinder, aber auch die M\u00fctter hatten, stellt Sarah Kurz in ihrem Roman sehr eindr\u00fccklich da.<br>Die 1960er Jahre bilden den Hintergrund f\u00fcr den zweiten Erz\u00e4hlstrang. Der Zweite Weltkrieg geh\u00f6rt seit mehr als zwei Jahrzehnten der Vergangenheit an &#8211; doch noch immer bei vielen Menschen sehr pr\u00e4sent. Durch den grausamen Vietnamkrieg (1955 &#8211; 1975), rissen alte Wunden immer wieder auf und es kehrte nie richtig Ruhe in die Weltpolitik und Gesellschaft ein. <br>Au\u00dferdem forderten viele junge Menschen die l\u00fcckenlose Aufarbeitung und S\u00fchnung der NS-Vergangenheit. Die \u00e4ltere Generation wollte diese Zeit jedoch am liebsten vergessen. Es kam zu den Studentenbewegungen und Aufst\u00e4nden.<br>Sarah Kurz stellt diese historischen Hintergr\u00fcnde sehr bildhaft und nachvollziehbar da. W\u00e4hrend einige dieser Hintergr\u00fcnde nur am Rande thematisiert werden, bilden andere das zentrale Leitmotiv der Figuren. So wird Geschichte erlebbar &#8211; vor allem aber f\u00fchlbar.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:16px\"><em>\u201e\u00bb<\/em>Ich habe den Krieg nicht miterlebt, vielleicht bin ich deshalb so unbedarft, Jedenfalls freue ich mich dar\u00fcber, dass es genug Menschen gibt, die sich auf die Zukunft konzentrieren, auf das Morgen, nicht auf die Vergangenheit.<em>\u00ab\u201c<\/em><br><br><em>[Zweiter Teil, Kapitel 15, Seite 257]<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Am Ende dieser Rezension m\u00f6chte ich mich ganz herzlich bei Sarah Kurz f\u00fcr dieses gelungene Leseerlebnis bedanken &#8211; und auch nochmals herzlichen Dank f\u00fcr das signierte Rezensionsexemplar. Dieses wunderbare Buch wird im B\u00fccherregal und in meinem Herzen einen ganz besonderen Platz bekommen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\"><strong>Fazit: Sarah Kurz erz\u00e4hlt auf zwei Zeitebenen eine emotionale und starke Familiengeschichte, die mich ab der ersten Seite mitgenommen, nein eher mitgerissen hat und direkt auf der Liste &#8222;Highlights 2024&#8220; gelandet ist. Sehr sehr lesens- und empfehlenswert f\u00fcr alle Leser und Leserinnen von Teresa Simon und Barbara Leciejewski.<\/strong> <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"804\" height=\"804\" src=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Vielleicht-kannst-du-nachkommen_02_komp.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8164\" style=\"width:314px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Vielleicht-kannst-du-nachkommen_02_komp.jpg 804w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Vielleicht-kannst-du-nachkommen_02_komp-300x300.jpg 300w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Vielleicht-kannst-du-nachkommen_02_komp-150x150.jpg 150w, https:\/\/buechertanz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Vielleicht-kannst-du-nachkommen_02_komp-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 804px) 100vw, 804px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"font-size:11px\"><strong>*<\/strong><em>Ich habe f\u00fcr diese Rezension von der Autorin und\/ oder vom Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein pers\u00f6nliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung des Verlages in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Sarah Kurz [Werbung*] Bibliografische Angaben:Erscheinungsdatum: 30. August 2024Verlag: L\u00fcbbeAusgaben: Hardcover &amp; eBook ISBN: 978-3-7577-0070-6Seitenanzahl: 400 SeitenPreise: 22,00\u20ac (Hardcover), 14,99\u20ac (eBook) Klappentext:&#8222;Heidelberg, 1967: An ihrem 21. Geburtstag erf\u00e4hrt Anne, dass ihr leiblicher Vater ein britischer Soldat ist. Denn ihre Mutter Erika verliebte sich nach Kriegsende in Berkum bei Bonn in den jungen George. 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