„Die weiße Nacht – Der erste Fall für Lou & König“

von Anne Stern

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Bibliografische Angaben:
Erscheinungsdatum: 02. Februar 2026
Verlag: Piper
Ausgabe: Hardcover & eBook
ISBN: 978-3492074612
Seitenanzahl: 400 Seiten
Preise: 25,00€ (TB), 19,99€ (eBook)
Reihe: „Lou & König“ 01/01

Homepage:
https://www.annestern.de

https://www.piper.de/buecher/die-weisse-nacht-isbn-978-3-492-07461-2

Klappentext:
„Kriminalkommissar Alfred König bekommt es im Hungerwinter 1946/47 mit einer Frauenleiche im Schnee zu tun. Die junge Fotografin Lou Faber hat die Tote in den Ruinen gefunden und trägt mit ihren Fotos unfreiwillig zur Ermittlung bei. Während Heiligabend näherrückt, lassen Lou die gefalteten Hände der Toten nicht los. Mit ihrer Intuition hilft sie König und ahnt bald, dass hinter seinem Schweigen ein Geheimnis steckt, das sie verbindet. Der Fund weiterer Leichen setzt die Ermittler unter Zeitdruck und weist in eine neue Richtung, zurück in die finstere Vergangenheit.“

Hinweise:
– Das Buch habe ich freundlicherweise vom Verlag und der Autorin als vorzeitiges Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank!
– Ich habe für diese Rezension vom Verlag und/ oder der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder.
– Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars und der ausdrücklichen Leseempfehlung kennzeichne ich diese Rezension als WERBUNG.

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Der historische Kriminalroman „Die weiße Nacht“ von Anne Stern ist der Auftakt der Reihe „Lou & König“, spielt im Hungerwinter 1946/47 hauptsächlich in Berlin und zeigt die Aufklärung mysteriöser und rätselhafter Morde.

„Die Stadt glich einem einzigen Siechenhaus, eher noch einem Grab, das sich füllte, in dessen Tiefe immer noch mehr Menschen verschwanden, während die Überlebenden sich an der Oberfläche buchstäblich über den Knochen derjenigen dahinschleppten, die es nicht geschafft hatten.“

[Kapitel 18, Seite 113]

Schon auf den ersten Seiten hat mich die Atmosphäre des Berliner Hungerwinters 1946/47 vollkommen in den Bann gezogen. Es war eine Zeit, in der Deutschland am Boden lag: Die Temperaturen sanken in jenem Winter auf bis zu minus 30 Grad, während die Menschen in den zerbombten Städten kaum Heizmaterial oder Lebensmittel hatten. Anne Stern beschreibt dieses historische Szenario so eindrücklich und plastisch, dass mir beim Lesen physisch kalt geworden ist. Man spürt förmlich die klirrende Kälte in den Ruinen und die bleierne Schwere der Zeit, in der das tägliche Überleben ein verzweifelter Kampf war. Dabei fängt die Autorin die Zerrissenheit dieser Epoche perfekt ein: Auf der einen Seite herrscht eine tiefe, düstere Hoffnungslosigkeit, auf der anderen Seite ist da dieser unbändige, fast trotzige Überlebenswille der Menschen, der mich beim Lesen tief berührt hat. 

Das Herzstück der Geschichte ist für mich das neue Ermittler-Duo:
Die Verbindung zwischen der Fotografin Lou Faber und Kriminalkommissar Alfred König hat mich absolut überzeugt. Beide Charaktere sind unglaublich geheimnisvoll und undurchsichtig gezeichnet. Man merkt sofort, dass sie beide schwere Päckchen aus der Vergangenheit mit sich herumtragen, die sie erst nach und nach preisgeben. Genau diese Undurchsichtigkeit hat für mich einen enormen Reiz ausgemacht und die Spannung bis zum Schluss hochgehalten.
Was Anne Stern aber wieder einmal meisterhaft gelungen ist, ist die Verbindung von packender Unterhaltung mit fundierter Historie. Es ist erschütternd, wie sie historische und menschliche Abgründe ans Tageslicht bringt und in die Handlung verwebt. Das Ende war für mich absolut stimmig, hat mich emotional abgeholt und gleichzeitig auch sehr überrascht.

„Berlin war nicht länger der Mittelpunkt der Welt, wenn das überhaupt je der Fall gewesen war. Aus der einstigen Königin war eine zerlumpte Bettlerin geworden, die für ihre Sünden büßen musste.“

[Kapitel 7, Seite 38]

Als großer Fan der Fräulein-Gold-Reihe war ich sehr gespannt auf Anne Sterns neues Ermittlerteam … und was soll ich sagen? Wieder einmal hat mich Anne Stern voll und ganz überzeugt. Man merkt in jeder Zeile, wie viel Herzblut sie in diese Geschichte gesteckt hat. Danke für dieses mitreißende Leseerlebnis.
Und auch beim Piper Verlag möchte ich mich ganz herzlich für das vorzeitige Rezensionsexemplar bedanken.

Fazit: Der Reihenauftakt „Die weiße Nacht“ von Anne Stern hat mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt. Anne Stern beweist erneut, warum sie zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehört. Wer atmosphärische Krimis mit Tiefgang und starken, vielschichtigen Charakteren mag, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Ich freue mich jetzt schon riesig auf die weiteren Teile dieser mitreißenden Reihe! Sehr lesenswert und ein absolutes Highlight.

*Ich habe für diese Rezension von der Autorin/ dem Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.

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