Ihr Lieben, welcher Bücherwurm kennt dieses Gefühl nicht: Man schlägt ein Buch auf, atmet den Duft des Buches ein, liest die ersten Worte, den ersten Satz, den ersten Abschnitt – und da passiert es: Die Gedanken beginnen zu Tanzen, die Geschichte nimmt in unserem Kopf immer mehr Gestalt an. Figuren werden zu Freunden, manch andere Figuren auch zu Feinden. Das Buch bittet uns zum Tanz, und wir tanzen mit.
Ich wünsche euch auf meinem Blog „Büchertanz“ ganz viel Vergnügen
Eure
Ihr möchtet wissen, was ich gerade lese? Dann bitte HIER entlang… dort findet ihr mein Lesetagebücher.
Klappentext: „Norditalien im 15. Jahrhundert: Der plötzliche Tod ihres Vaters lässt Sofia di Maderno mit drei jüngeren Geschwistern zurück. Jetzt muss sie, auf sich allein gestellt, die Papiermühle der Familie führen. Als Sofia sich weigert, den Sohn eines anderen Müllers zu heiraten, werden aus den Nachbarn Konkurrenten, die ihr die Gesellen abwerben. Bald steht die Mühle kurz vor dem Ruin. Erst die Unterstützung des väterlichen Freunds Sebastiano, eines Franziskaner-Mönchs, lässt Sofia wieder Hoffnung schöpfen. Sebastianos Novize Gianluca lässt Sofias Herz höher schlagen. Schließlich führt der Kampf um ihr Erbe Sofia nach Augsburg, wo nach den Erfindungen Johannes Gutenbergs der Buchdruck revolutioniert wird. Und nach Venedig, wo ihr Vater einen gefährlichen Plan verfolgt hat …“
Hinweise: – Das Buch habe ich freundlicherweise vom Droemer-Knaur Verlag als vorzeitiges Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank dafür! – Ich habe für diese Rezension von der Autorin und/ oder dem Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. – Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars und der ausdrücklichen Leseempfehlung kennzeichne ich diese Rezension als WERBUNG.
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Als ich zu dem Buch „Die Papierschöpferin“ griff, wusste ich noch nicht, dass mich Anna Thaler mit ihrem historischen Roman so schnell in ihren Bann ziehen würde. Es war mein erstes Buch der Autorin, aber definitiv nicht mein letztes: Ich habe die 320 Seiten innerhalb von nur zwei Tagen regelrecht weggeatmet.
Norditalien im 15. Jahrhundert: Nach dem Tod ihres Vaters steht Sofia di Maderno plötzlich vor den Trümmern ihrer Existenz. Mit drei jüngeren Geschwistern im Rücken muss sie die familieneigene Papiermühle leiten. Und das in einer Zeit, in der Frauen in dieser Position kaum geduldet werden. Sofia kämpft gegen missgünstige Konkurrenten, drohenden Ruin und ihre eigenen Gefühle. Ihr Weg führt sie schließlich von der Idylle des Gardasees bis in das geschäftige Augsburg und das glanzvolle Venedig, immer auf den Spuren einer Erfindung, die die Welt verändern wird: Dem Buchdruck.
Sofia ist eine wunderbare Protagonistin, gerade weil sie nicht perfekt ist. Sie zeigt unternehmerischen Mut, macht aber auch Fehler und kann nicht alles. Dadurch wirkt sie herrlich nahbar und authentisch. Auch die Schauplätze sind meisterhaft gezeichnet: Als absoluter Venedig-Fan war es für mich ein Genuss, die Stadt lesend neu zu entdecken, aber auch die Atmosphäre in der Papiermühle am Gardasee war sehr greif- und spürbar. Besonders fasziniert hat mich die Darstellung der Medienrevolution. Anna Thaler verknüpft Sofias Schicksal geschickt mit dem technologischen Umbruch des 15. Jahrhunderts. Während in Augsburg die Erfindungen von Johannes Gutenberg immer wichtiger werden, wird gleichzeitig deutlich, dass der Buchdruck ohne das richtige Papier nicht funktioniert. Der Roman beleuchtet eindrucksvoll den Wissenstransfer zwischen den Handelsmetropolen: Augsburg als Zentrum der Innovation und Venedig als Knotenpunkt für den frühen Buchhandel. Es war extrem lehrreich zu erfahren, wie gefährlich die Pläne waren, das Wissen um den Buchdruck zu verbreiten, und wie Sofia zwischen die Fronten von Handwerkstradition und technischem Fortschritt gerät. Diese historischen Details sind nicht trocken, sondern sie treiben die Spannung des Romans massiv voran. Anna Thalers Schreibstil hat einen unglaublichen Sog. Die Mischung aus hohem Tempo, der emotionalen Bindung zu den Geschwistern und der tiefen Recherche zur Frühzeit des Buchdrucks hat mich absolut begeistert.
Am Ende der Rezension möchte ich mich ganz herzlich bei Anna Thaler für die wunderbaren Lesestunden bedanken. Und auch an den Droemer-Knaur Verlag ein liebes Dankeschön für die Zusendung und Bereitstellung des Buches als Rezensionsexemplar.
Fazit: Für mich war der Roman „Die Papierschöpferin“ eine sehr positive Entdeckung. Anna Thaler versteht es meisterhaft, eine tief bewegende Familiengeschichte mit den spannenden Anfängen einer technischen Revolution zu verweben. Dieser historische Roman hat mich in eine andere Welt und Zeit versetzt und mir gleichzeitig viel neues Wissen vermittelt. Sehr lesenswert!
*Ich habe für diese Rezension von der Autorin und/ oder dem Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung der Autorin in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.
Klappentext: „Pflegefrei – Meine Reise durch Südamerika ist eine poetische Erzählung über Aufbruch, Veränderung und die Suche nach Sinn. Nach Jahren im Klinikalltag beginnt eine Reise, die zu einer inneren Bewegung wird – fort von Erschöpfung, hin zu Freiheit, Begegnung und einem neuen Blick auf das Leben. Zwischen Staunen und Zweifel entsteht ein stilles Reisetagebuch über Mut, Menschlichkeit und die Kraft des Innehaltens. Ein Buch für alle, die spüren, dass jede Reise – ob durch die Welt oder zu sich selbst – mit dem Mut beginnt, loszugehen.“
Hinweis: – Ich habe für diese Rezension vom Autor keinerlei Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder – das eBook habe ich mir selbst gekauft.
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Vom stressigen Krankenhausdienst direkt in die Weite der Anden: Das Buch „Pflegefrei – Meine Reise durch Südamerika“ von Dominic Armbruster ist eine Einladung zum Innehalten. Ich selbst bin keine Weltenbummlerin, doch ich habe jede Seite dieser klugen Erzählung genossen.
„Vielleicht suchen wir alle nur einen Ort, an dem uns jemand erwartet – auch wenn wir ihn erst unterwegs erkennen.“
[Kapitel 2: Ecuador, Seite 67]
Eigentlich lese ich nur sehr selten Reiseberichte. Doch als der Autor Dominic Armbruster mich persönlich auf sein Buch „Pflegefrei – Meine Reise durch Südamerika“ aufmerksam machte, sprach es mich sofort an. Obwohl ich mich bisher kaum mit Südamerika beschäftigt hatte, weckte der Klappentext meine Neugier – und ich bin froh, dass ich mich auf dieses literarische Abenteuer eingelassen habe. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die perfekte Balance dieses Reiseberichts: Dominic Armbruster versteht es meisterhaft, die äußeren Eindrücke des Kontinents mit seiner eigenen inneren Wandlung zu verweben. Es ist nicht nur ein Bericht über fremde Orte, sondern eine poetische Erzählung über den Abschied vom kräftezehrenden Klinikalltag und die Suche nach Freiheit. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, direkt an seiner Seite zu sein. Es war wunderbar mitzuerleben, wie er durch die Erlebnisse gereift ist, wie er Momente des Innehaltens zelebriert und wie sich sein Blick auf das Leben verändert hat. Das gesamte Buch wirkt wie eine Einheit, die die Leser und Leserinnen mitnimmt auf einen Weg voller Mut und Menschlichkeit. Obwohl das Buch mich nicht dazu drängt, nun selbst den Rucksack zu packen und die Welt zu bereisen, hat es mich doch zum Nachdenken angeregt. Vor allem aber war es für mich eine wunderbare, wohltuende Auszeit vom Alltag. Dominic Armbruster hat es geschafft, mich für ein Genre zu begeistern, das ich bisher vernachlässigt habe.
„Und während der Bus weiterfuhr und ich die Augen schloss, wurde mir bewusst, wie weit ich gereist war – und wie leicht man vergessen kann, dass diese Reise nicht aus Fernweh entstand, sondern aus einem Schmerz, der tief saß und lange schwieg.“
[Kapitel 2: Peru, Seite 184]
Danke für dieses wunderbare und nachklingende Leseerlebnis.
Fazit: Das Buch „Pflegefrei – Meine Reise durch Südamerika“ von Dominic Armbruster ist weit mehr als eine Aneinanderreihung von Reiseetappen – es ist ein Plädoyer für den Mut, die eigenen Grenzen zu verschieben. Dieser Reisebericht hat mir ein neues Genre eröffnet, mich völlig überrascht und mich mit seiner ehrlichen Art tief berührt. Wer eine Geschichte sucht, die den Kopf ausschaltet und das Herz öffnet, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Sehr empfehlenswert!
Klappentext: „Ein Unglück, das die Welt erschütterte. Eine Wahrheit, die niemand kennen soll. Codename Herzstoß führt tief in die Schattenarchitektur des Kalten Krieges. Während die Öffentlichkeit noch über die Ursachen des Flugtagunglücks von Ramstein rätselt, stößt Kriminalkommissar Max, ein Ermittler mit kompromissloser Haltung und einem feinen Gespür für Ungereimtheiten, auf Hinweise, die niemand sehen darf. Gemeinsam mit Theresa, deren Vergangenheit gefährlicher ist, als Max ahnt, folgt er einer Spur aus Lügen, verdeckten Operationen und verschwundenen Zeugen. Schnell wird klar: Hinter dem offiziellen Narrativ verbirgt sich ein perfides Zusammenspiel westlicher und östlicher Geheimdienste – und eine Operation der NATO, die niemals ans Licht kommen sollte. Je tiefer die beiden graben, desto mehr geraten sie ins Fadenkreuz einer Macht, die bereit ist, alles zu tun, um alte Fehler zu vertuschen. Namen aus der politischen Geschichte tauchen auf, Verbindungen, die unmöglich scheinen – und doch beängstigend plausibel sind.“
Hinweis: – Ich habe für diese Rezension vom Autor keinerlei Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder – das eBook habe ich mir selbst gekauft.
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Mit dem Buch „Codename Herzstoß“ habe ich mich zum ersten Mal an ein Werk von Toni Garber gewagt … und ich bin tief beeindruckt. Es ist einer dieser Thriller, die man mit einem beklemmenden Gefühl im Magen zuschlägt, weil die Geschichte noch lange im Kopf nachhallt.
Schon auf den ersten Seiten wurde ich förmlich in die Handlung hineingeworfen. Toni Garber baut sofort eine düstere Atmosphäre auf, was vor allem an dem realen Hintergrund liegt: Dem Flugtagunglück von Ramstein am 28. August 1988. Damals kollidierten drei Maschinen der italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori in der Luft, eine davon stürzte brennend direkt in die Zuschauermenge. 70 Menschen starben, Hunderte wurden schwer verletzt. Da ich mich zuvor noch nicht so intensiv mit Ramstein auseinandergesetzt hatte, trafen mich die Schilderungen besonders hart. Das Buch nutzt dieses nationale Trauma als Ausgangspunkt für eine fiktive, aber erschreckend logische Geheimdienst-Verschwörung. Die Verbindung aus wahrer Tragödie und dem Schattenkrieg des Kalten Krieges erzeugt eine Spannung, der ich mich kaum entziehen konnte.
Die beiden Protagonisten, Kriminalkommissar Max und die geheimnisvolle Theresa, haben es mir anfangs nicht leicht gemacht. Zu Beginn wirkten beide total undurchsichtig. Doch genau das hat den Reiz ausgemacht: Ich mochte es sehr, wie sich ihr Zusammenspiel im Laufe der Ermittlungen entwickelt hat. Je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto besser kann man sich in sie hineinversetzen. Es war ein Prozess des Kennenlernens, der sich absolut authentisch anfühlte.
Was Toni Garber meisterhaft beherrscht, ist das Verweben von harten Fakten, wie den damals tatsächlich ungeklärten Details und den massiven Problemen bei der Rettungsaktion, mit fiktiven Elementen. Die Theorie um eine NATO-Geheimoperation und das Spiel der Dienste zwischen Ost und West wirken absolut beängstigend plausibel. Nach der Lektüre sehe ich die historischen Hintergründe von Ramstein definitiv mit anderen Augen. Man beginnt sich unweigerlich zu fragen: Was wurde damals wirklich vertuscht? Die Struktur des Romans ist extrem gut durchdacht und präzise konstruiert. Dennoch ist Toni Garbers Schreibstil kurzweilig und flüssig. Er treibt die Handlung unaufhaltsam voran, ohne sich in Details und Längen zu verlieren.
Danke für dieses spannende Leseerlebnis!
Fazit: Das Buch „Codename Herzstoß“ von Toni Garber ist ein hochspannender Politthriller, der durch seine Struktur und seine beklemmende Authentizität besticht. Er nimmt ein dunkles Kapitel der Geschichte und spinnt daraus ein Netz aus Lügen und Verrat. Eine absolute Empfehlung für alle Leserinnen und Leser, die Lust auf ein spannendes, intelligentes und atmosphärisch dichtes Buch haben. Toni Garber hat mit mir definitiv eine neue Leserin gewonnen!
Klappentext: „Würzburg 1574: Bäckerlehrling Simon leidet unter seinem brutalen Stiefvater und dessen Sohn Wulf. Als die Streitigkeiten eskalieren, muss er die Stadt verlassen und erlernt in Venedig die Kunst der Zuckerbäckerei. Nach Jahren in der Ferne kehrt Simon nach Würzburg zurück. Dort übernimmt er die Backstube des Juliusspitals und gewinnt die Zuneigung des mächtigen, unnahbaren Fürstbischofs Julius Echter. Doch Simons Stiefbruder Wulf, getrieben von Neid und Missgunst, lässt nichts unversucht, um ihm zu schaden …“
Hinweise: – Das Buch habe ich freundlicherweise von der Autorin als Geschenk erhalten. Ganz herzlichen Dank dafür! – Ich habe für diese Rezension von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. – Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Exemplars und der ausdrücklichen Leseempfehlung kennzeichne ich diese Rezension als WERBUNG.
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Nachdem ich bereits mehrere Bücher von Johanna von Wild mit großer Begeisterung gelesen habe, war meine Vorfreude auf ihr Werk „Der Pfeiler der Gerechtigkeit“ groß – und ich wurde nicht enttäuscht. Wieder einmal hat es die Autorin geschafft, mich auf eine wunderbare Reise in die Vergangenheit mitzunehmen, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.
Im Mittelpunkt steht der Bäckerlehrling Simon, dessen Schicksal mich tief berührt hat. Der Kontrast zwischen seinem harten Leben unter dem brutalen Stiefvater in Würzburg und seiner Flucht nach Venedig ist erzählerisch brillant gelöst. Besonders fasziniert hat mich die Darstellung der Zuckerbäckerei. Johanna von Wild versteht es meisterhaft, Details über dieses alte Handwerk so einzubauen, dass man beim Lesen nicht nur eine Menge lernt, sondern die Düfte der Backstube förmlich in der Nase hat. Es ist diese Liebe zum Detail, die ihre Bücher für mich so besonders macht. Ein Highlight war für mich die Begegnung mit der historischen Figur des Julius Echter. Ich muss gestehen, dass ich vor diesem Roman noch nichts über ihn wusste. Zu Beginn wirkte er, wie im Klappentext beschrieben, unnahbar und distanziert. Doch im Laufe der Handlung hat Johanna von Wild aus dieser geschichtlichen Persönlichkeit einen Charakter geformt, den ich sehr zu schätzen gelernt habe. Man lebt und leidet einfach mit. Und das ist die große Kunst der Autorin: Sie macht aus Namen in Geschichtsbüchern echte Menschen aus Fleisch und Blut. Was diesen Roman für mich besonders auszeichnet, ist das hohe Erzähltempo. Es passiert unheimlich viel und durch den Neid und die Missgunst von Simons Stiefbruder Wulf wird eine ständige Spannung aufrechterhalten. Die Konflikte der Figuren haben mich sehr mitgerissen, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ein herzliches Dankeschön für dieses wunderbare Lesevergnügen und auch dafür, dass ich das Buch als Geschenk erhalten habe.
Fazit: In meinem persönlichen Ranking steht „Der Pfeiler der Gerechtigkeit“ von Johanna von Wild ganz weit oben, auch wenn ich bisher alle Bücher der Autorin gleichermaßen liebe. Es ist die perfekte Mischung aus akribischer Recherche, handwerklicher Detailverliebtheit und packender Action. Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der gerne gut recherchierte und gleichzeitig hochgradig unterhaltsame historische Romane liest. Sehr lesenswert!
*Ich habe für diese Rezension von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung der Autorin in Form eines Geschenks, muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.
Klappentext: „In den Rauen Nächten ist die Wilde Jagd unterwegs ― ruhelose Seelen und alte Götter auf der Jagd nach Vergeltung. Kathy O‘Banion freut sie sich darauf, gemütliche Weihnachten mit ihrer angereisten Stiefmutter Holly und ihrem Mentor Silver zu feiern. Ein heftiger Schneesturm macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Ihr Wagen kommt von der Straße ab. Als die drei auf einem abgelegenen Bauernhof Schutz vor dem Sturm suchen, merken sie schnell, dass dort etwas nicht stimmt. Gehöft und Bewohner wirken wie aus dem letzten Jahrhundert. Kathy und ihre Begleiter werden in die sich anbahnende Familientragödie hineingezogen. Wenn sie es nicht schaffen, ein altes Versprechen einzulösen und dem Unglück einen anderen Verlauf zu geben, dann steht ihr eigenes Überleben auf dem Spiel. »Haus im Schnee« ist ein weiterer Mystery-Roman um die Geisterseherin Kathy O‘Banion.“
Hinweise: – Das Buch habe ich freundlicherweise von der Autorin als Rezensionsexemplar (eBook) zur Verfügung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank dafür! – Ich habe für diese Rezension von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. – Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars und der ausdrücklichen Leseempfehlung kennzeichne ich diese Rezension als WERBUNG. – Hier findet ihr die Rezension zum ersten Band: „Haus im Nebel“.
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Nachdem mich Alexandra Scherer mit „Haus im Nebel“ bereits in eine Welt voller düsterer Geheimnisse und nebliger Ungewissheit entführt hat, war ich sehr gespannt auf das neue Abenteuer der Geisterseherin Kathy O’Banion. Doch ich sage es direkt vorab: Wer dachte, der Nebel sei beklemmend gewesen, wird im „Haus im Schnee“ eine ganz neue Dimension der Isolation erleben.
„Rund um mich nichts als weiße unerbittliche Kälte, in der ich mich zusammenkrümme, um ihr keine Angriffsfläche zu bieten. Leichentücher sind weiß. Wird der Schnee unser Leichentuch sein?“
[Kapitel 20]
Die Ausgangslage klingt fast nach einem klassischen Kammerspiel: Ein heftiger Schneesturm, ein Unfall und die Flucht auf einen abgelegenen Einödhof. Doch was Kathy, ihre Stiefmutter Holly und ihren Mentor Silver dort erwartet, ist kein gemütlicher Zufluchtsort. Während mich der erste Band durch eine eher diffuse, mystische Bedrohung bestochen hat, fühlte sich dieser Teil für mich deutlich düsterer und beklemmender an. Der Hof und seine Bewohner wirken wie aus der Zeit gefallen, eine Welt aus dem letzten Jahrhundert, die sich jeder Logik entzieht. Diese Enge hat Alexandra Scherer meisterhaft eingefangen. Man spürt förmlich, wie die Kälte und die Ausweglosigkeit nicht nur von außen drücken, sondern auch das Gefüge zwischen den Protagonisten beeinflussen.
Ein interessanter Unterschied zum Vorgänger ist die Rollenverteilung. In „Haus im Schnee“ tritt Kathy als Hauptfigur gefühlt fast ein Stück weit zurück. Was im ersten Moment ungewohnt wirkt, entpuppt sich als geschickter Schachzug der Autorin: Denn dadurch bekommen Holly und Silver deutlich mehr Raum. Ich hatte das Gefühl, beide endlich besser kennenzulernen, auch wenn die bedrückende Atmosphäre auf dem Hof die Spannungen zwischen den Dreien merklich verschärft hat. Sie sind kein reiner Anker in der Not, denn die Enge zerrt an ihren Nerven, was die Geschichte noch authentischer macht. Wie schon im ersten Band arbeitet Alexandra Scherer mit verschiedenen Erzählebenen. Es fühlt sich wieder an wie ein großes Puzzle, bei dem man als Leser/ Leserin zunächst einzelne Stücke sammelt, die sich erst nach und nach zu einer Geschichte zusammenfügen.
ACHTUNG – Kleiner Spoiler zum historischen Hintergrund: – Wer völlig unvoreingenommen lesen möchte, lässt den folgenden Absatz bitte aus. –
Erst durch das Nachwort der Autorin wurde mir bewusst, welche reale Tragödie hier als Inspiration diente: Die schrecklichen Morde auf dem Einödhof Hinterkaifeck. Ich selbst wusste vor der Lektüre nichts von diesem Fall, was das Leseerlebnis für mich extrem eindringlich gemacht hat. Die Vorstellung, dass die fiktive Mystery-Handlung auf einem so grausamen, realen Fundament ruht, verleiht mir im Rückblick noch immer eine Gänsehaut.
Ein ganz herzliches Dankeschön an Alexandra Scherer für die Bereitstellung und Zusendung des Rezensionsexemplars und für das erneute spannende und aufreibende Lesevergnügen.
Fazit: Das Buch „Haus im Schnee“ von Alexandra Scherer ist die noch intensivere Fortsetzung dieser faszinierenden Reihe. Während „Haus im Nebel“ mit dem Unbekannten spielte, konfrontiert dieser Mystery-Roman mit einer fast greifbaren Dunkelheit. Die Mischung aus Fiktion, Kathys Gabe und der historischen Schwere erzeugt eine Sogwirkung, der ich mich kaum entziehen konnte. Eine atmosphärisch dichte Geistergeschichte, die noch lange nachhallt. Sehr lesenswert!
*Ich habe für diese Rezension von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung der Autorin in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.
Klappentext: „Nach einem schweren Unfall sucht Kathy Heilung im Haus der Großmutter. Der Zeitpunkt ihrer Ankunft ist schlecht gewählt: Etwas stimmt nicht an dem Ort. Wenn Nebel aus dem Fluss aufsteigt, sterben Menschen. Weil das Haus der Großmutter am todbringenden Fluss liegt, beschließt Kathy, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, bevor sie selbst zum Opfer wird. Doch die Grenzen zwischen Verbündeten und Gegnern verwischen sich im Nebel …“
Hinweise: – Das Buch habe ich freundlicherweise von der Autorin als Rezensionsexemplar (eBook) zur Verfügung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank dafür! – Ich habe für diese Rezension von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. – Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars und der ausdrücklichen Leseempfehlung kennzeichne ich diese Rezension als WERBUNG.
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Das Buch „Haus im Nebel“ von Alexandra Scherer ist der Auftakt einer Mystery-Reihe und spielt in einer deutschen Kleinstadt, in der die Protagonistin Kathy O’Banion nach einem Unfall Heilung sucht. Doch stattdessen gerät sie in einen Strudel aus düsteren Geheimnissen und mysteriösen Todesfällen.
“ »(…) Merk dir einfach für die Zukunft: Es sind die anderen, die ein Problem mit der Wahrnehmung haben. In letzter Zeit warst du mit Leuten zusammen, die aus verschiedenen Gründen Interesse daran hatten, dass du unglaubwürdig wirkst.«“
[Kapitel 35]
Als leidenschaftliche Leserin historischer Romane ist das Genre der „Mystik-Thriller“ für mich absolutes Neuland gewesen. Entsprechend gespannt, aber auch mit einer gewissen Skepsis, griff ich zu „Haus im Nebel“ von Alexandra Scherer. Ich muss gestehen: Zu Beginn musste ich mich erst einmal bewusst auf diese ganz andere Art des Lesevergnügens einlassen. Was mich jedoch sofort für die Geschichte einnahm, war der Schreibstil der Autorin: Alexandra Scherer schreibt sehr flüssig und schaffte es von der ersten Seite an, mich direkt in die Handlung hineinzuziehen. Etwas gewöhnungsbedürftig waren anfangs die häufigen Zeit- und Ortssprünge. Doch was sich zunächst wie einzelne Puzzleteile anfühlte, fügte sich im Laufe der Handlung zu einer wirklich gelungenen und packenden Geschichte zusammen. Die Atmosphäre des Buches ist durchweg düster und von einer fast greifbaren Bedrohung geprägt. Das Haus am Fluss, der unheimliche Nebel, der Tod und Verderben bringt … ich konnte die Kälte und die Gefahr förmlich spüren. Inmitten dieser Szenerie steht die Hauptfigur Kathleen O’Banion. Sie ist eine faszinierend undurchsichtige Persönlichkeit, die schwer zu durchschauen ist. Doch gerade diese Unnahbarkeit hat sie mir sehr sympathisch gemacht … ich mochte sie trotz (oder gerade wegen) ihrer Ecken und Kanten sehr. Das Ende hat mich dann noch einmal richtig überrascht. Damit hatte ich so nicht gerechnet! Was bei mir nach dem Lesen vor allem nachhallt, ist die Figur der Kathy selbst und der Gedanke, dass es zwischen Himmel und Erde vielleicht doch mehr gibt, als wir mit unseren Augen sehen können.
„»(…)Ich mag zwar wie ein Wrack aussehen. Aber mein Hirn hat nicht gelitten und ich merke, wenn mich jemand verarscht. (…)«„
[Kapitel 47]
Ein ganz herzliches Dankeschön an Alexandra Scherer für die Bereitstellung und Zusendung des Rezensionsexemplars und für das spannende Lesevergnügen.
Fazit: Das Buch „Haus im Nebel“ von Alexandra Scherer war für mich ein gelungener Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand. Wer spannende Lektüre liebt und bereit ist, sich auf eine mystische, dichte Atmosphäre einzulassen, dem kann ich diesen Roman nur wärmstens empfehlen. Für mich war es eine bereichernde Erfahrung außerhalb meiner Komfortzone und ich freue mich nun tatsächlich schon sehr auf den zweiten Band dieser Reihe!
*Ich habe für diese Rezension von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung der Autorin in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.
Klappentext: „Paris 2016: Ein lukratives Erbe winkt der Stuttgarter Historikerin Marie und dem französischen Journalisten Nicolas, wenn sie eine schwierige Aufgabe lösen: Gemeinsam sollen sie ein lang verschollenes Gemälde finden und es den möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie zurückgeben. Ihre Suche führt sie nicht nur in die Wirren des Zweiten Weltkriegs und an die Abgründe der Besatzungszeit, sondern wird rasch zu einem atemlosen Ringen mit der Vergangenheit ihrer Familien. Im Dickicht des Kunstraubs der Nazis muss sich Marie einem schrecklichen Geheimnis stellen – und bald auch ihren Gefühlen für Nicolas.Dramatisch, atmosphärisch und hoch spannend – mit großer Erzählkunst verwebt Bettina Storks reale Begebenheiten und Fiktion.“
Hinweis: – Ich habe für diese Rezension von der Autorin/ dem Verlag keinerlei Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder – das Buch habe ich mir selbst gekauft.
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In ihrem Roman „Leas Spuren“ entführt Bettina Storks ihre Leser und Leserinnen auf eine hochemotionale Reise zwischen dem modernen Paris von 2016 und den düsteren Jahren der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Was als Suche nach einem verschollenen Gemälde beginnt, entwickelt sich schnell zu einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit Schuld, Verantwortung und der heilenden Kraft der Wahrheit.
„Sie würde in die Anfänge zurückgehen müssen, dorthin, wo alles begann. Sie würde Charlottes Leben erforschen. Mit dem Blick einer Wissenschaftlerin und dem Herzen einer Angehörigen. In den Keller der Familienarchive hinabsteigen und ihre Geschichte freischaufeln.“
[Seite 69, Kapitel 6]
Die Geschichte besticht durch ihre meisterhafte Konstruktion: Zunächst scheinen die Ereignisse in der Vergangenheit und die moderne Recherche der Stuttgarter Historikerin Marie sowie des Journalisten Nicolas nur lose miteinander verbunden. Doch Bettina Storks versteht es glänzend, diese Fäden im Laufe der Handlung immer enger zu einer eindrücklichen Geschichte zu verweben. Besonders beeindruckend ist die atmosphärische Darstellung von Paris. Während die Stadt in den Jahren 2016/2017 als Sehnsuchtsort voller Leichtigkeit und Lebensfreude geschildert wird, wirkt das Paris der Besatzungszeit unter der deutschen Herrschaft bedrückend und düster. Dieser Kontrast machte die Tragweite der historischen Ereignisse für mich spürbar. Trotz der schweren Thematik des Kunstraubs, der Judenverfolgung und Deportation gelingt es der Autorin, Lichtblicke in die Erzählung einzubauen. Die Liebesgeschichten – sowohl zwischen Marie und Nicolas in der Gegenwart als auch zwischen Charlotte und Victor in der Vergangenheit – sind feinfühlig und absolut glaubwürdig gezeichnet. Es ist dieses typische „Storks-Knistern“, das bereits früh spürbar ist und die Leser und Leserinnen hoffen lässt, dass die Liebe auch in Zeiten größter Not bestehen kann.
Ein zentraler Punkt des Buches ist die fundierte Aufarbeitung des NS-Kunstraubs. Für Leser/ Leserinnen, die sich bisher wenig mit dem „Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg“ beschäftigt haben, eröffnet der Roman erschütternde Einblicke in die systematische Plünderung jüdischen Eigentums. „Leas Spuren“ macht deutlich, dass es beim Kunstraub nicht nur um materielle Werte ging, sondern um den Versuch, die Identität und Geschichte ganzer Familien auszulöschen. Die fiktive Suche nach Lea und ihrem Gemälde wird so zum Mahnmal für die realen Opfer dieser Zeit.
„Historische Fakten waren eine Sache. Den Namen der eigenen Familie auf einem Originaldokument der Nazis zu sehen, eine andere.“
[Seite 37, Kapitel 3]
Bettina Storks hat mit dieser beeindruckenden Geschichte einmal mehr bewiesen, warum sie zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehört – was für eine besondere und große Erzählerin. Es ist eine Geschichte, die ich mit Sicherheit nie wieder vergessen werde. Danke für dieses emotionale und mitreißende Leseerlebnis.
Fazit: Das Buch „Leas Spuren“ ist mehr als ein historischer Roman – es ist ein Plädoyer für das Erinnern. Bettina Storks verbindet akribische historische Recherche mit einer tief bewegenden Familiengeschichte. Wer Bücher liebt, die Herz und Verstand gleichermaßen fordern und die zeigen, wie sehr unsere Gegenwart in der Vergangenheit verwurzelt ist, wird dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen können. Absolut empfehlenswert!
Klappentext: „Als Rosa 1955 nach Heidelberg kommt, gibt sie sich zunächst mit ihrem Schicksal als Wäscherin für wohlhabende Familien zufrieden. Doch ihr Herz schlägt für etwas ganz anderes: ihre heimliche Liebe zu Hannes und der Chemie. Jahrzehnte später macht ihre Enkelin Chiara eine bahnbrechende Entdeckung, die sie als „die Chemie der Liebe“ bezeichnet. Bald wird jedoch klar, dass Chiaras Forschung nicht nur das Interesse seriöser Wissenschaftler weckt, sondern auch dunkle Machenschaften anzieht. Während sie sich um ihre Großmutter Rosa kümmert, offenbart diese ihre lang gehütete Vergangenheit, die Chiara auf die Spur einer verborgenen Familiengeschichte führt. In einem Wettlauf gegen die Zeit muss Chiara nicht nur das Geheimnis ihrer Familie lüften, sondern auch ihre Entdeckung vor falschen Händen schützen, bevor es zu spät ist.“
Hinweis: – Ich habe für diese Rezension von der Autorin und keinerlei Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder – das eBook habe ich mir selbst gekauft.
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Das Buch „Die Chemie der Liebe“ von Hannah Hope ist ein Roman, der auf zwei Zeitebenen eine ergreifende Familiengeschichte erzählt und größtenteils in Heidelberg spielt.
„Sie erkannte, dass der Lauf der Lebens oft darin bestand, dass neue Leben begannen, während andere endeten. Es war ein ständiger Wechsel von Freude und Verlust, der den Fluss des Lebens bestimmte.“
[Kapitel 47]
Nachdem mich Hannah Hope bereits mit ihren beiden Reihen „Geheimnisse der Brandung“und „Die Nordseeschwestern“ absolut begeistert hat, war ich sehr gespannt auf das Buch „Die Chemie der Liebe“. Ich mag Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen und so Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden. Und eines schon mal vorweg: Ich wurde von dieser wunderbaren Geschichte nicht enttäuscht: Es ist eines dieser seltenen Bücher, die einen nicht nur unterhalten, sondern tief im Inneren berühren und noch lange nachklingen.
Was mich an dieser Geschichte am meisten bewegt hat, ist die tiefe, beinahe greifbare Verbindung zwischen Rosa und ihrer Enkelin Chiara. Die Autorin verwebt die beiden Erzählebenen meisterhaft. Es ist nicht nur eine Familiengeschichte, sondern ein Zeugnis von gegenseitigem Respekt und bedingungsloser Liebe. Besonders berührend fand ich, wie Chiara in einer schwierigen Zeit ganz selbstverständlich für ihre Großmutter da ist. Diese Loyalität, die keine großen Worte braucht, bildet das emotionale Rückgrat des Romans. Der historische Teil im Heidelberg der 1950er Jahre hat mich tief beeindruckt. Hannah Hope gelingt es hervorragend, die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Ich habe richtig mit Rosa mitgefühlt: Diese innere Zerrissenheit zwischen dem Pflichtgefühl gegenüber ihren Eltern und ihrem brennenden Wunsch nach Freiheit und einem Chemiestudium war für mich absolut greifbar. Es macht deutlich, welche Hürden Frauen damals überwinden mussten, um ihren eigenen Weg zu gehen. Obwohl die Geschichte von großen Gefühlen lebt, kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Die Entdeckung der „Chemie der Liebe“ durch Chiara und die damit verbundenen dunklen Machenschaften bringen einen Thriller-Aspekt ein, der sich wunderbar in die Handlung einfügt. Dieser nimmt nicht überhand, sorgt aber dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Es ist eine perfekte Balance zwischen den leisen, emotionalen Momenten der Vergangenheit und dem Wettlauf gegen die Zeit in der Gegenwart.
Danke für dieses wunderbare und stimmige Lesevergnügen. Und eines ist für mich nach der Lektüre klar: Ich möchte unbedingt in nächster Zeit Heidelberg besuchen – ein absoluter Sehnsuchtsort.
„Die Erinnerungen an die Zeit, die sie hier verbracht hatte, kehrten lebhaft zurück. Sie kannte jede Ecke dieses Hauses. Der Blick auf den Garten und das Schloss ließen sie kurz in einem Moment der Nostalgie innehalten.“
[Kapitel 41]
Fazit: „Die Chemie der Liebe“ von Hannah Hope ist für mich mehr als nur ein Roman. Es ist ein Plädoyer für den Mut, für seine Träume zu kämpfen, eine Erinnerung an die Kraft der Vergebung und die Erkenntnis, dass Liebe tatsächlich eine ganz eigene, unbezwingbare Chemie besitzt. Ich bin wirklich glücklich, Chiara und Rosa auf ihrem Weg begleitet zu haben. Absolut empfehlenswert!
Klappentext: „Bern 1863: Kurz bevor die Räder einer vorbeifahrenden Kutsche den kleinen Tagträumer Rudolphe Lindt auf dem Marktplatz erfassen, wird er von einem bildhübschen Blumenmädchen gerettet. Von diesem Augenblick an ist klar: Der junge Lindt hat überlebt, um Großes zu vollbringen! Doch nicht etwa so, wie es sich seine Familie wünscht. Der Sohn eines Apothekers wird zum Schulabbrecher und stürzt sich in das Abenteuer. In Bern eröffnet er schließlich eine Schokoladenfabrik und schafft etwas Einzigartiges, das ihm einen Platz in den Geschichtsbüchern sichert: Der Junge, der einst eine herbe Enttäuschung für seine Familie war, revolutioniert die Schokoladenherstellung. Während Rudolphe Lindt das Conchieren erfindet, richten sich die Blicke der Welt auf ihn. Vor allem Chocolatier Sprüngli kann nicht glauben, was er vollbracht hat …“
Hinweis: – Ich habe für diese Rezension von der Autorin und dem Verlag keinerlei Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder – das Buch habe ich mir selbst gekauft. – Hier geht’s zur Rezension des ersten Bands der Reihe:„Lindt & Sprüngli – Zwei Familien, eine Leidenschaft“
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Das Buch „Lindt & Sprüngli – Zwei Rivalen, ein Traum“ von Lisa Graf ist der zweite Band der Buchreihe, die im 19. Jahrhundert spielt und die aufregenden Gründungen der Schokoladen-Manufakturen „Lindt“ und „Sprüngli“ beschreibt.
Nachdem mich der erste Band der Saga, „Lindt und Sprüngli – Zwei Familien, eine Leidenschaft“, nicht restlos überzeugen konnte und ich dort Längen sowie zu wenig das Thema Schokolade bemängelte, war ich gespannt, wie es im zweiten Teil weitergeht. Und soviel vorweg: Meine Erwartungen wurden diesmal absolut erfüllt! Der zweite Band ist für mich deutlich besser als der erste. Wo der Vorgänger noch langatmige Passagen hatte und die Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn Sprüngli zu viel Raum einnahmen, ist „Zwei Rivalen, ein Traum“ wesentlich kurzweiliger und fokussierter. Mein größter Kritikpunkt am ersten Band war, dass die Firma Lindt gar keine Rolle spielte – das ändert sich hier zum Glück grundlegend. Lisa Graf gelingt es hervorragend, die Leser und Leserinnen ins Zürich und Bern des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu entführen. Ich fühlte mich direkt in die Zeit der Belle Époque zurückversetzt. Die Entstehung der berühmten „Chocolat fondant“ von Rodolphe Lindt hautnah mitzuerleben, war ein absolutes Highlight. Man spürt beim Lesen förmlich den Zeitgeist, das Denken der Menschen und die Atmosphäre der Handlungsorte. Der Titel deutet Rivalität an, aber für mich standen vor allem die individuellen Wege der Hauptfiguren im Mittelpunkt. Es war spannend, die gegensätzlichen Persönlichkeiten von Johann Rudolf Sprüngli (dem Geschäftsmann) und Rodolphe Lindt (dem kreativen Genie) dabei zu begleiten, wie sie ihre Existenzen aufbauen. Sehr gefreut hat mich auch, bekannte Gesichter aus Band eins wieder zutreffen und sie ein weiteres Stück ihres Weges begleiten zu dürfen. Als besonders faszinierend empfand ich die neu hinzugekommene Figur der Binia. Sie ist eine starke und interessante Frauenfigur, die der Geschichte viel Tiefe und Charme verleiht. Ein kleine Hürde zu Beginn des Buches war, dass die Vielzahl der ähnlichen Namen kurzzeitig bei mir für leichte Verwirrungen sorgte. Sobald ich aber in der Geschichte drin war, hat sich das schnell gelegt und ich konnte voll und ganz in die Geschichte eintauchen.
Danke für dieses gelungene Leseerlebnis.
Fazit: Das Buch „Lindt & Sprüngli – Zwei Rivalen, ein Traum“ von Lisa Graf hält, was es verspricht: Große Emotionen, spannende Entwicklungen und endlich viel mehr Schokolade! Es ist ein absolut gelungener zweiter Teil, der mich bestens unterhalten hat. Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen und freue mich jetzt schon riesig auf das große Finale der Trilogie, das im Herbst 2026 erscheinen wird!
Klappentext: „Kriminalkommissar Alfred König bekommt es im Hungerwinter 1946/47 mit einer Frauenleiche im Schnee zu tun. Die junge Fotografin Lou Faber hat die Tote in den Ruinen gefunden und trägt mit ihren Fotos unfreiwillig zur Ermittlung bei. Während Heiligabend näherrückt, lassen Lou die gefalteten Hände der Toten nicht los. Mit ihrer Intuition hilft sie König und ahnt bald, dass hinter seinem Schweigen ein Geheimnis steckt, das sie verbindet. Der Fund weiterer Leichen setzt die Ermittler unter Zeitdruck und weist in eine neue Richtung, zurück in die finstere Vergangenheit.“
Hinweise: – Das Buch habe ich freundlicherweise vom Verlag und der Autorin als vorzeitiges Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank! – Ich habe für diese Rezension vom Verlag und/ oder der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. – Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars und der ausdrücklichen Leseempfehlung kennzeichne ich diese Rezension als WERBUNG.
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Der historische Kriminalroman „Die weiße Nacht“ von Anne Stern ist der Auftakt der Reihe „Lou & König“, spielt im Hungerwinter 1946/47 hauptsächlich in Berlin und zeigt die Aufklärung mysteriöser und rätselhafter Morde.
„Die Stadt glich einem einzigen Siechenhaus, eher noch einem Grab, das sich füllte, in dessen Tiefe immer noch mehr Menschen verschwanden, während die Überlebenden sich an der Oberfläche buchstäblich über den Knochen derjenigen dahinschleppten, die es nicht geschafft hatten.“
[Kapitel 18, Seite 113]
Schon auf den ersten Seiten hat mich die Atmosphäre des Berliner Hungerwinters 1946/47 vollkommen in den Bann gezogen. Es war eine Zeit, in der Deutschland am Boden lag: Die Temperaturen sanken in jenem Winter auf bis zu minus 30 Grad, während die Menschen in den zerbombten Städten kaum Heizmaterial oder Lebensmittel hatten. Anne Stern beschreibt dieses historische Szenario so eindrücklich und plastisch, dass mir beim Lesen physisch kalt geworden ist. Man spürt förmlich die klirrende Kälte in den Ruinen und die bleierne Schwere der Zeit, in der das tägliche Überleben ein verzweifelter Kampf war. Dabei fängt die Autorin die Zerrissenheit dieser Epoche perfekt ein: Auf der einen Seite herrscht eine tiefe, düstere Hoffnungslosigkeit, auf der anderen Seite ist da dieser unbändige, fast trotzige Überlebenswille der Menschen, der mich beim Lesen tief berührt hat.
Das Herzstück der Geschichte ist für mich das neue Ermittler-Duo: Die Verbindung zwischen der Fotografin Lou Faber und Kriminalkommissar Alfred König hat mich absolut überzeugt. Beide Charaktere sind unglaublich geheimnisvoll und undurchsichtig gezeichnet. Man merkt sofort, dass sie beide schwere Päckchen aus der Vergangenheit mit sich herumtragen, die sie erst nach und nach preisgeben. Genau diese Undurchsichtigkeit hat für mich einen enormen Reiz ausgemacht und die Spannung bis zum Schluss hochgehalten. Was Anne Stern aber wieder einmal meisterhaft gelungen ist, ist die Verbindung von packender Unterhaltung mit fundierter Historie. Es ist erschütternd, wie sie historische und menschliche Abgründe ans Tageslicht bringt und in die Handlung verwebt. Das Ende war für mich absolut stimmig, hat mich emotional abgeholt und gleichzeitig auch sehr überrascht.
„Berlin war nicht länger der Mittelpunkt der Welt, wenn das überhaupt je der Fall gewesen war. Aus der einstigen Königin war eine zerlumpte Bettlerin geworden, die für ihre Sünden büßen musste.“
[Kapitel 7, Seite 38]
Als großer Fan der Fräulein-Gold-Reihe war ich sehr gespannt auf Anne Sterns neues Ermittlerteam … und was soll ich sagen? Wieder einmal hat mich Anne Stern voll und ganz überzeugt. Man merkt in jeder Zeile, wie viel Herzblut sie in diese Geschichte gesteckt hat. Danke für dieses mitreißende Leseerlebnis. Und auch beim Piper Verlag möchte ich mich ganz herzlich für das vorzeitige Rezensionsexemplar bedanken.
Fazit: Der Reihenauftakt „Die weiße Nacht“ von Anne Stern hat mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt. Anne Stern beweist erneut, warum sie zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehört. Wer atmosphärische Krimis mit Tiefgang und starken, vielschichtigen Charakteren mag, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Ich freue mich jetzt schon riesig auf die weiteren Teile dieser mitreißenden Reihe! Sehr lesenswert und ein absolutes Highlight.
*Ich habe für diese Rezension von der Autorin/ dem Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.