„Das Leuchten von Ligurien“

von Cristina Caboni

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Bibliografische Angaben:
Erscheinungsdatum: 18. März 2026
Verlag: Blanvalet
Ausgabe: Taschenbuch & eBook
ISBN: 978-3734115035
Seitenanzahl: 352 Seiten
Preise: 13,00€ (Taschenbuch), 07,99€ (eBook)

Klappentext:
„Ein Wein, der auf dem Meeresgrund gereift ist – so etwas hat Adeline noch nie gehört. Der edle Tropfen ist von Miranda, einer alten Dame, die im Rathaus von Nizza, Adelines Arbeitsplatz, nach Hinweisen auf ihren tot geglaubten Sohn gesucht hat. Sie ist überzeugt, ihn auf der Straße gesehen zu haben. Adeline, die sich als Archivarin leidenschaftlich für Familienforschung interessiert, fasst sich ein Herz und reist zu Miranda nach San Remo, in die Stadt der Blumen, traumhaften Buchten und malerischen Strände, um Nachforschungen anzustellen. Das Geheimnis, das sie ans Licht bringt, führt sie auf die Spur ihrer eigenen Vergangenheit …“

Homepage:
https://www.penguin.de/buecher/cristina-caboni-das-leuchten-von-ligurien/taschenbuch/9783734115035

Hinweis:
– Ich habe für diese Rezension von der Autorin/ dem Verlag keinerlei Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. Das Buch habe ich mir selbst gekauft.

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Das Buch „Das Leuchten von Ligurien“ von Cristina Caboni ist ein Roman, der eine tiefgründige Geschichte über zwei Frauen erzählt, die sich gegenseitig Halt geben, während sie nach Antworten auf die großen Fragen ihrer Vergangenheit suchen. 

»Alles, was in deinem Leben passiert ist, gehört zu dir, es hat dich geformt, dazu beigetragen, dich zu der Frau zu machen, die du bist.«

[Kapitel 26, Seite 274]

Es ist eine Geschichte, die mich nicht nur geografisch mitgenommen hat, sondern vor allem emotional. Cristina Caboni schafft es meisterhaft, zwei völlig unterschiedliche Schauplätze lebendig werden zu lassen: Das quirlige, lebhafte Nizza auf der einen Seite und das ruhige, traditionsreiche Weingut in Ligurien auf der anderen. Dieser Kontrast hat mich sofort in den Bann gezogen und eine Atmosphäre geschaffen, in die ich vollkommen abtauchen konnte.
Die Protagonistin Adeline ist eine unglaublich facettenreiche Figur. Ihre Leidenschaft für die Archivarbeit und die Familienforschung ist auf jeder Seite spürbar. Besonders berührt hat mich jedoch die Dynamik mit der alten Dame Miranda. Miranda ist verzweifelt auf der Suche nach ihrem tot geglaubten Sohn, und genau diese Suche führt sie und Adeline zusammen. Es entsteht eine ganz besondere Beziehung zwischen den beiden, während sie gemeinsam versuchen, das Rätsel zu lösen. Dass sich dabei auch Adelines eigene Hintergrundgeschichte nach und nach wie ein Puzzle zusammen setzt, hat mich völlig in die Geschichte hineingezogen und ich konnte das Buch nur schwer aus den Händen legen. 
Ein faszinierendes Detail war für mich das Thema Wein, insbesondere der Wein, der auf dem Meeresgrund reift. Dieser Wein verleiht der Geschichte eine ganz besondere, fast geheimnisvolle Note. Außerdem habe ich durch die kleinen Sachtexte über jedem Kapitel viel neues Wissen zum Thema Wein dazu gewonnen. 
Obwohl das Setting wunderschön ist, war es für mich vor allem die Suche nach der eigenen Identität und den Wurzeln, die mich am meisten überzeugt hat. Hier finde ich den italienischen Originaltitel „Das Mädchen ohne Wurzeln“ fast noch treffender als den deutschen Titel, da er den Kern der Geschichte perfekt einfängt.

Danke für dieses großartige Leseerlebnis. 

Fazit: „Das Leuchten von Ligurien“ von Cristina Caboni ist ein absolut mitreißender Roman, durch dessen Handlung ich förmlich geflogen bin. Es ist eine Geschichte, die in meinem Kopf, vor allem aber in meinem Herzen bleiben wird. Sehr sehr lesenswert. 

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