„Das Rad der Welt“

von Hendrik Lambertus

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Bibliografische Angaben:
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2026
Verlag: Rowohlt
Ausgabe: Taschenbuch & eBook
ISBN: 978-3499016875
Seitenanzahl: 624 Seiten
Preise: 15€ (Taschenbuch), 09,99€ (eBook)

Klappentext:
„Lüneburg um 1300. Die junge Agnes leidet unter den Machtspielen ihres Vaters, des Fürsten Otto, der entschlossen ist, seine Tochter an einen Adeligen zu verheiraten. Doch Agnes‘ Liebe gilt der Wissenschaft: Begeistert studiert sie Werke der Naturkunde und Geografie. Sie erstellt Skizzen für eine eigene Darstellung der Welt, eine Karte, in die ihr gesamtes Wissen einfließen soll.
Bei ihrer Recherche begegnet sie dem jungen Krämer Liudger, der ihre Leidenschaft teilt und in den sie sich verliebt. Sie plant, mit ihm davonzulaufen, den Standeszwängen zu entfliehen und endlich etwas von der Welt zu sehen, als ihr Vater hinter die Affäre kommt und sie zur Buße für den Rest ihrer Tage ins Heidekloster Ebstorf schickt.
Agnes ist verzweifelt, bis sie den großen Wissensschatz des Klosters entdeckt: die Bibliothek. Während ihr Traum zu reisen in unerreichbare Ferne rückt, wächst die Entschlossenheit, ihre Karte fertigzustellen. Ein prunkvolles Dokument, das die Welt als großes Ganzes abbildet – eine Karte, die in die Geschichte eingehen könnte. Wenn es Agnes gelingt, sie zu vollenden ..“


Homepage:
https://www.hendrik-lambertus.de/buecher/historische-romane/das-rad-der-welt

https://www.rowohlt.de/buch/hendrik-lambertus-das-rad-der-welt-9783499016875

Hinweise:
– Das Buch habe ich freundlicherweise vom Rowohlt Verlag als vorzeitiges Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank dafür!
– Ich habe für diese Rezension vom Autor und/ oder dem Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder.
– Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars und der ausdrücklichen Leseempfehlung kennzeichne ich diese Rezension als WERBUNG.

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Als begeisterte Leserin von historischen Romanen suche ich immer nach Geschichten, die mich nicht nur gut unterhalten, sondern mich auch tief in die damalige Epoche eintauchen lassen. Mit über 600 Seiten starken Schmöker „Das Rad der Welt“ von Hendrik Lambertus bin ich fündig geworden und eines vorweg: Dieser Roman ist ein Meisterwerk – genau so muss ein guter historischer Roman sein: Emotional, lehrreich und spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Ich muss gestehen, dass ich vor der Lektüre noch nie etwas von der berühmten „Ebstorfer Weltkarte“ gehört hatte. Doch nach diesem Buch bin ich restlos fasziniert von ihrer (möglichen) Geschichte.

Der Einstieg in den Roman fiel mir unglaublich leicht. Der Autor besitzt einen sehr angenehmen und bildhaften Sprachstil, der mich ab der ersten Seite regelrecht in die Geschichte hineingezogen hat. Die Schauplätze, das geschäftige Lüneburg um 1300 und das spätere Heidekloster Ebstorf, werden so lebendig beschrieben, dass ich die Atmosphäre während des Lesens richtig spüren konnte. 
Im Mittelpunkt steht die junge (fiktive) Agnes, die ich unheimlich schnell ins Herz geschlossen habe. Sie ist keine makellose, typische Heldin, sondern eine wunderbar ambivalent und tiefgründig gezeichnete Figur. Agnes brennt für die Wissenschaft und Geografie, muss aber unter den grausamen Machtspielen ihres Vaters, des Fürsten Otto, leiden. Obwohl sie immer wieder mit sich hadert, herbe Rückschläge erleidet und an den harten Standeszwängen zu zerbrechen droht, gibt sie sich und ihre Träume niemals auf. Seine Tochter wegen einer nicht standesgemäßen Liebe für den Rest ihres Lebens in ein Kloster zu verbannen, ist aus heutiger Sicht ein unvorstellbar heftiger Akt. Umso spannender und faszinierender fand ich es zu erleben, wie Agnes im Kloster Ebstorf ihren ganz eigenen Weg geht – und dort auch gehen darf. Das Kloster entpuppt sich als Ort, an dem sie geschützt ist und die seltene Möglichkeit bekommt, sich intellektuell weiterzubilden.
Die Liebesgeschichte zwischen Agnes und dem jungen (ebenfalls fiktiven) Krämer Liudger hat mich zutiefst berührt. Da die beiden auch nach Agnes‘ Verbannung den Kontakt nicht verlieren, bleibt das emotionale Band durchgehend spürbar. Die Romanze wirkt zu keinem Zeitpunkt kitschig oder aufgesetzt, sondern ist extrem stark und glaubwürdig erzählt. Ich habe bis zum Schluss ununterbrochen mit den beiden mitgefiebert.

Besonders begeistert hat mich die Verwebung von Fiktion und Realität. Die Entstehungsgeschichte der „Ebstorfer Weltkarte“, wie Hendrik Lambertus sie hier aufbaut, wirkt auf mich absolut authentisch, fundiert und glaubhaft. Beim Lesen dachte ich mir immer wieder: Ganz genau so könnte es sich damals tatsächlich abgespielt haben! Man spürt in jeder Zeile das fundierte historische Wissen des Autors, das er jedoch mit einer ungeheuren Leichtigkeit vermittelt.
Danke für dieses großartige Leseerlebnis und ein herzliches Dankeschön an den Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Fazit: Der historische Roman „Das Rad der Welt“ von Hendrik Lambertus ist emotional, lehrreich und bis zur letzten Seite extrem spannend. Ich empfehle dieses Buch von ganzem Herzen allen Leserinnen und Lesern, die Lust auf einen historischen Schmöker der Superlative haben. Ein echtes Lese-Highlight und absolut lesenswert!

*Ich habe für diese Rezension vom Autor und/ oder dem Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.

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