von Hannah Hope
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Bibliografische Angaben:
Erscheinungsdatum: 14. August 2024
Verlag: SP
Ausgabe: Taschenbuch, eBook & Hörbuch
ISBN: 979-8335877749
Seitenanzahl: 313 Seiten
Preise: 11,99€ (Taschenbuch), 2,99€ (eBook)
Klappentext:
„Als Rosa 1955 nach Heidelberg kommt, gibt sie sich zunächst mit ihrem Schicksal als Wäscherin für wohlhabende Familien zufrieden. Doch ihr Herz schlägt für etwas ganz anderes: ihre heimliche Liebe zu Hannes und der Chemie.
Jahrzehnte später macht ihre Enkelin Chiara eine bahnbrechende Entdeckung, die sie als „die Chemie der Liebe“ bezeichnet.
Bald wird jedoch klar, dass Chiaras Forschung nicht nur das Interesse seriöser Wissenschaftler weckt, sondern auch dunkle Machenschaften anzieht. Während sie sich um ihre Großmutter Rosa kümmert, offenbart diese ihre lang gehütete Vergangenheit, die Chiara auf die Spur einer verborgenen Familiengeschichte führt.
In einem Wettlauf gegen die Zeit muss Chiara nicht nur das Geheimnis ihrer Familie lüften, sondern auch ihre Entdeckung vor falschen Händen schützen, bevor es zu spät ist.“
Homepage/ Kontakt:
https://www.instagram.com/mimij.poppersen/?hl=de
Hinweis:
– Ich habe für diese Rezension von der Autorin und keinerlei Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder – das eBook habe ich mir selbst gekauft.
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Das Buch „Die Chemie der Liebe“ von Hannah Hope ist ein Roman, der auf zwei Zeitebenen eine ergreifende Familiengeschichte erzählt und größtenteils in Heidelberg spielt.
„Sie erkannte, dass der Lauf der Lebens oft darin bestand, dass neue Leben begannen, während andere endeten. Es war ein ständiger Wechsel von Freude und Verlust, der den Fluss des Lebens bestimmte.“
[Kapitel 47]
Nachdem mich Hannah Hope bereits mit ihren beiden Reihen „Geheimnisse der Brandung“ und „Die Nordseeschwestern“ absolut begeistert hat, war ich sehr gespannt auf das Buch „Die Chemie der Liebe“. Ich mag Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen und so Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden. Und eines schon mal vorweg: Ich wurde von dieser wunderbaren Geschichte nicht enttäuscht: Es ist eines dieser seltenen Bücher, die einen nicht nur unterhalten, sondern tief im Inneren berühren und noch lange nachklingen.
Was mich an dieser Geschichte am meisten bewegt hat, ist die tiefe, beinahe greifbare Verbindung zwischen Rosa und ihrer Enkelin Chiara. Die Autorin verwebt die beiden Erzählebenen meisterhaft. Es ist nicht nur eine Familiengeschichte, sondern ein Zeugnis von gegenseitigem Respekt und bedingungsloser Liebe. Besonders berührend fand ich, wie Chiara in einer schwierigen Zeit ganz selbstverständlich für ihre Großmutter da ist. Diese Loyalität, die keine großen Worte braucht, bildet das emotionale Rückgrat des Romans.
Der historische Teil im Heidelberg der 1950er Jahre hat mich tief beeindruckt. Hannah Hope gelingt es hervorragend, die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Ich habe richtig mit Rosa mitgefühlt: Diese innere Zerrissenheit zwischen dem Pflichtgefühl gegenüber ihren Eltern und ihrem brennenden Wunsch nach Freiheit und einem Chemiestudium war für mich absolut greifbar. Es macht deutlich, welche Hürden Frauen damals überwinden mussten, um ihren eigenen Weg zu gehen.
Obwohl die Geschichte von großen Gefühlen lebt, kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Die Entdeckung der „Chemie der Liebe“ durch Chiara und die damit verbundenen dunklen Machenschaften bringen einen Thriller-Aspekt ein, der sich wunderbar in die Handlung einfügt. Dieser nimmt nicht überhand, sorgt aber dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Es ist eine perfekte Balance zwischen den leisen, emotionalen Momenten der Vergangenheit und dem Wettlauf gegen die Zeit in der Gegenwart.
Danke für dieses wunderbare und stimmige Lesevergnügen. Und eines ist für mich nach der Lektüre klar: Ich möchte unbedingt in nächster Zeit Heidelberg besuchen – ein absoluter Sehnsuchtsort.
„Die Erinnerungen an die Zeit, die sie hier verbracht hatte, kehrten lebhaft zurück. Sie kannte jede Ecke dieses Hauses. Der Blick auf den Garten und das Schloss ließen sie kurz in einem Moment der Nostalgie innehalten.“
[Kapitel 41]

Fazit: „Die Chemie der Liebe“ von Hannah Hope ist für mich mehr als nur ein Roman. Es ist ein Plädoyer für den Mut, für seine Träume zu kämpfen, eine Erinnerung an die Kraft der Vergebung und die Erkenntnis, dass Liebe tatsächlich eine ganz eigene, unbezwingbare Chemie besitzt. Ich bin wirklich glücklich, Chiara und Rosa auf ihrem Weg begleitet zu haben. Absolut empfehlenswert!
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