„Das Haus Faber Castell – Träume in Farbe“

von Elke Becker

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Bibliografische Angaben:
Erscheinungsdatum: 01. September 2026 (eBook) 16. September 2026 (Taschenbuch)
Verlag: Heyne
Ausgaben: Taschenbuch & eBook
ISBN: 978-3453444102
Seitenanzahl: 464 Seiten
Preise: 13,00€ (Taschenbuch), 04,99€ (eBook)

Klappentext:
„Stein bei Nürnberg, 1847. Ottilie Richter wächst in einer weltoffenen Familie auf, die Bildung und Kunst hochhält. Ihre enge Verbindung zu Lothar Faber, dem ältesten Sohn der angesehenen Fabrikantenfamilie, wird auf eine harte Probe gestellt, als aus Freundschaft Liebe wird. Während Lothar mit der Vision einer neuen Stiftgeneration das Faber-Werk in eine moderne Zukunft führen will, träumt Ottilie davon, als Künstlerin ihren eigenen Weg zu gehen – zwischen gesellschaftlicher Erwartung, familiärem Pflichtgefühl und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Parallel kämpft die junge Hebamme Elise Seidel, Witwe und Mutter, am Rand der Wohlstandsgesellschaft für bessere Lebensbedingungen der Arbeiterfamilien. Die Wege der beiden ungleichen Frauen kreuzen sich, als Ottilie nach mehreren Fehlgeburten medizinische Hilfe sucht – und in Elise eine unbequeme, aber bewundernswerte Freundin findet. Zwischen gesellschaftlichem Aufstieg, politischem Umbruch und der Frage nach weiblicher Selbstverwirklichung müssen beide Frauen lernen, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen – für sich selbst, füreinander und für eine neue Zeit.“

Homepage:
https://www.penguin.de/buecher/elke-becker-das-haus-faber-castell-traeume-in-farbe/taschenbuch/9783453444102

*Hinweise:
– Das Buch habe ich freundlicherweise von der Autorin und der „Buchmomente Leseagentur“ als vorzeitiges Rezensionsexemplar zusammen mit einer Bloggerbox erhalten. Ganz herzlichen Dank dafür!
– Ich habe für diese Rezension von der Autorin und/ oder dem Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder.
– Aufgrund der Gegenleistung in Form eines Rezensionsexemplars und verschiedener Goodies, den Verlinkungen der Verlagshomepage, sowie der ausdrücklichen Leseempfehlung kennzeichne ich diese Rezension als WERBUNG.

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In ihrem mitreißenden historischen Roman „Das Haus Faber-Castell – Träume in Farbe“ entführt uns die Autorin Elke Becker in das Jahr 1847 nach Stein bei Nürnberg und beleuchtet die glanzvollen Visionen sowie die tiefen sozialen Konflikte rund um den Aufstieg einer bis heute weltberühmten Bleistift- und Buntstift-Dynastie.

Das Buch erreichte mich Anfang September zusammen mit einer wunderschönen Bloggerbox. Ich freue mich sehr über die liebevoll zusammengestellten Goodies der „Buchmomente Leseagentur“ und das von Elke Becker persönlich signierte Buch – ein neuer Schatz in meiner Büchersammlung.

Elke Becker hat einen wunderbar warmen und bildhaften Sprachstil, der mich ab der allerersten Seite komplett gefesselt und mitten in die Geschichte hineingezogen hat. Die Autorin schafft es meisterhaft, die Atmosphäre der damaligen Zeit spürbar zu machen. Die krassen Unterschiede im 19. Jahrhundert – auf der einen Seite der Wohlstand und Luxus der Fabrikantenfamilie Faber, auf der anderen Seite das bittere, harte Elend der Arbeiterfamilien – waren für mich während des Lesens emotional tief zu fühlen und zu spüren.

Besonders begeistert hat mich die Verbindung zwischen Ottilie und Elise. Obwohl die beiden Frauen aus zwei völlig unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen, entwickelt sich zwischen den sympathischen Charakteren eine ungewöhnliche und ehrliche Freundschaft. Ihre Schicksale sind mir unheimlich nahegegangen. Vor allem Ottilies schmerzhafter Kampf um ein Kind und Elises unermüdlicher, mutiger Einsatz am Rande der Wohlstandsgesellschaft haben mich tief bewegt.
Ein absolutes Highlight war für mich der geschichtliche Hintergrund. Um ehrlich zu sein, habe ich mich bisher noch nie so genau mit der Produktion von Bleistiften beschäftigt. Das Buch bietet hierzu absolut spannende Einblicke. Ich habe unheimlich viel Neues gelernt und sehe das Unternehmen Faber-Castell nach dieser spannenden Lektüre wirklich mit ganz anderen Augen.

Wenn ich am Ende dieser Rezension noch einen kleinen Kritikpunkt äußern müsste, dann betrifft das das Finale der Geschichte: Das Ende kam für mich leider sehr plötzlich. Die Charaktere und die gesamte Kulisse des Romans sind mir so ans Herz gewachsen und ich habe mich so wohlgefühlt in dieser Geschichte, dass ich mir sehnlichst gewünscht hätte, es würde einfach noch weitergehen.

Herzlichen Dank für dieses wunderbare und lehrreiche Leseerlebnis.

Fazit: „Das Haus Faber-Castell – Träume in Farbe“ von Elke Becker ein Buch über eine unglaublich spannende Firmengeschichte, aber eben auch ein gelungenes Bildnis über die gespaltene Bevölkerung im 19. Jahrhundert und die spürbaren Auswirkungen der Industrialisierung auf die Menschen. Eine ganz große Leseempfehlung!

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