„Rosen im Asphalt“

von Felicitas Fuchs

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Bibliografische Angaben:
Erscheinungsdatum: 13. Mai 2026
Verlag: Heyne
Ausgaben: Paperback & eBook
ISBN: 978-3453442962
Seitenanzahl: 416 Seiten
Preise: 17€ (PB), 15,99€ (eBook)

Klappentext:
„Linda kommt 1956 in einem Hamburger Krankenhaus zur Welt. Ihre Mutter lässt sie dort schon kurz nach der Geburt zurück. Das Mädchen wächst bei den Großeltern und in Heimen auf, in Armut und ohne Sicherheit, bis sie ein Zuhause findet, in dem sie gefördert wird. Im selben Jahr wird Irmi in Köln in geboren. Ihre Familie ist wohlhabend, aber ihre Mutter ist krank und überfordert. Daher kommt sie zunächst zu Verwandten ins Ausland. Als der Vater sie sechs Jahre später zurückholt, spricht Irmi kein Deutsch und fühlt sich in der eigenen Familie fremd. Zwei Mädchen aus Welten, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Doch als Irmi Linda in einem dramatischen Moment das Leben rettet, werden sie unzertrennlich. Ihre Freundschaft trägt sie durch fünf Jahrzehnte bundesdeutscher Geschichte – geprägt von Verlusten, Hoffnungen und Neubeginnen.“

Homepage:
https://www.carla-berling.de

https://www.penguin.de/buecher/felicitas-fuchs-rosen-im-asphalt/paperback/9783453442962

Hinweis:
– Ich habe für diese Rezension von der Autorin/ dem Verlag keinerlei Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. Das Buch habe ich mir selbst gekauft.

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In ihrem mitreißenden Roman „Rosen im Asphalt“ erzählt Felicitas Fuchs die ergreifende Lebens- und Freundschaftsgeschichte zweier Frauen vor dem Hintergrund von 50 Jahren bundesdeutscher Geschichte.

„Die Vergangenheit ändern wir nicht, aber wir können sie hinterfragen, versuchen zu verstehen, was falsch gelaufen ist, und dann können oder – besser – müssen wir entscheiden, wie wir weiterleben wollen. (…)“

[Seite 349, 38. Kapitel]

Es gibt Bücher, die liest man, und es gibt Bücher, die atmet und fühlt man mit jeder Faser seines Seins. Dieser Roman gehört definitiv zu Letzteren. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Highlight … was für eine unvergessliche Geschichte!
Schon ab dem allerersten Satz war die Atmosphäre des Buches für mich so greifbar, so dicht und unheimlich einnehmend. Wahnsinn! Die Geschichte entfaltet sofort einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Felicitas Fuchs wirft uns hinein in das Jahr 1956 und stellt uns zwei Mädchen vor, deren Startbedingungen im Leben gegensätzlicher kaum sein könnten: Linda, die in Hamburg direkt nach der Geburt im Krankenhaus zurückgelassen wird, in Heimen und bei den Großeltern in bitterer Armut aufwächst. Und auf der anderen Seite Irmi aus Köln, deren Familie zwar wohlhabend ist, die aber durch die Krankheit ihrer Mutter abgeschoben wird und bei ihrer Rückkehr nach Deutschland die eigene Familie wie Fremde erlebt.
Mich hat dieser Kontrast zwischen diesen beiden Kindheiten, aber zeitgleich auch die tiefen Gemeinsamkeiten, unheimlich berührt. Beim Lesen wurde mir schmerzhaft und intensiv bewusst, wie sehr die ersten Lebensjahre eines Menschen das gesamte weitere Leben prägen – völlig egal, aus welcher gesellschaftlichen Schicht man stammt.

Das absolute Herzstück des Buches ist die Bindung zwischen Linda und Irmi. Nachdem Irmi Linda in einem dramatischen Moment das Leben rettet, entsteht eine Verbindung, die mich tief bewegt hat. Es war für mich unendlich berührend zu sehen, wie sich die beiden Frauen im Laufe der Jahrzehnte nie aus den Augen verloren haben. Selbst als sie teilweise hunderte von Kilometern trennten und das Leben sie auf völlig unterschiedliche Pfade führte, blieb das Band zwischen ihnen unzertrennbar. Sie begegnen sich immer auf Augenhöhe, sie fangen sich in den dunkelsten Momenten gegenseitig auf. Wow… einfach nur wow! Diese bedingungslose Loyalität und Liebe zueinander hat mich fasziniert und berührt. 
Neben der emotionalen Tiefe der Charaktere hat mich der historische Rahmen absolut begeistert. Die historischen Hintergründe werden von der Autorin wahnsinnig gut in die laufende Handlung eingeflochten. Es wirkt an keiner Stelle trocken oder aufgesetzt. Stattdessen hatte ich während des Lesens wirklich das Gefühl, eine echte kleine Zeitreise durch fünf Jahrzehnte bundesdeutscher Geschichte zu machen. Man spürt den Wandel der Zeit, die gesellschaftlichen Veränderungen und durchlebt die Verluste, Hoffnungen und Neubeginne der Figuren hautnah mit.

Danke für dieses unvergessliche Leseerlebnis. 

Fazit: Das Buch „Rosen im Asphalt“ von Felicitas Fuchs ist stark, mitreißend und absolut unvergesslich … ich liebe dieses Buch einfach. Der wichtigste Gedanke, der mir nach dem Zuklappen des Buches im Gedächtnis bleibt, ist die Erkenntnis, wie wunderschön, wertvoll und unersetzlich eine echte, tiefe Freundschaft im Leben ist. Eine unvergessliche Geschichte, die ihr unbedingt lesen solltet.

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