„Der geheime Apfelgarten – Getrennte Welten“

von Rebekka Eder

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Bibliografische Angaben:
Erscheinungsdatum: 01. August 2026 (eBook) & 14. August 2026 (Taschenbuch)
Verlag: Rowohlt
Ausgaben: Taschenbuch & eBook
ISBN: 978-3499017049
Seitenanzahl: 432 Seiten
Preise: 14€ (TB), 04,99€ (eBook)
Reihe: „Die Elbinsel-Saga“ 01/02

Klappentext:
„Finkenwerder, 1892: In dem alten, verwilderten Garten ihrer verstorbenen Mutter träumt die junge Kea davon, den perfekten Apfel zu züchten. Doch der erste vielversprechende Sämling keimt ausgerechnet hinter der Landesgrenze zwischen Preußen und Hamburg, auf den Ländereien der verfeindeten Familie Rentfeld. Als Kea dennoch hinüberschleicht, wird sie von Kristen, dem Knecht der Rentfelds, erwischt. Was Keas Plänen ein jähes Ende bereiten könnte, ist der Beginn einer großen Liebesgeschichte, obwohl Kea und Kristen in unterschiedlichen Welten leben. Doch dann bricht die Cholera aus, und auf den Grenzübertritt steht die Todesstrafe.“

Homepage:
https://www.rowohlt.de/buch/rebekka-eder-der-geheime-apfelgarten-getrennte-welten-9783499017049

https://www.rebekkamitk.de

*Hinweise:
– Das Buch habe ich freundlicherweise vom Rowohlt Verlag als vorzeitiges Rezensionsexemplar erhalten. Ganz herzlichen Dank dafür!
– Ich habe für diese Rezension von der Autorin und/oder dem Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder.
– Aufgrund der Gegenleistung in Form eines Rezensionsexemplars, den Verlinkungen der Verlagshomepage und der Homepage der Autorin, sowie der ausdrücklichen Leseempfehlung kennzeichne ich diese Rezension als WERBUNG.

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Der historische Roman „Der geheime Apfelgarten – Getrennte Welten“ von Rebekka Eder spielt im Jahr 1892 auf der Elbinsel Finkenwerder und thematisiert den leidenschaftlichen Kampf einer jungen Frau um ihre Träume inmitten von familiären Fehden und der Bedrohung durch die große Hamburger Cholera-Epidemie. Für mich war es das erste Buch der Autorin – und ich bin restlos begeistert!

Rebekka Eder ist der Einstieg in diese Geschichte unglaublich gut gelungen, denn ich war ab der allerersten Seite in der Handlung und dem historischen Setting angekommen. Besonders die Aufarbeitung der Hamburger Cholera-Epidemie von 1892 hat mich tief beeindruckt. Die Autorin fängt die allgegenwärtige Angst, die katastrophalen hygienischen Zustände der damaligen Zeit und das schleichende Gift der Krankheit meisterhaft ein. Die Seuche ist nicht nur eine Randnotiz, sondern eine spürbare, düstere Bedrohung, die das Leben der Menschen von heute auf morgen komplett lähmt. Als die Grenze zwischen Hamburg und Preußen schließlich dichtgemacht wird und das Überschreiten massiv bestraft wird, erreicht die Dynamik des Buches hier einen packenden Höhepunkt.
Gepaart mit der Liebe zum Detail beim Obstanbau habe ich beim Lesen unheimlich viel über diese Zeit dazugelernt.

Die Protagonistin Kea Loop hat mein Leseherz im Sturm erobert. Sie ist eine sehr authentische, leidenschaftliche und starke Figur, die für ihre Träume und Wünsche alles in Bewegung setzt. Besonders interessant fand ich den gesellschaftlichen Konflikt der damaligen Zeit: Kea setzt sich zwar oft mutig über die Autorität ihres Vaters hinweg, leidet gleichzeitig aber auch oft unter einem schlechten Gewissen ihm gegenüber. Das macht sie so wunderbar menschlich. Auch die Dynamik zwischen den Charakteren ist großartig. Es ist nicht gleich alles perfekt, sondern es gibt echte Missverständnisse und Unstimmigkeiten … auch wenn das Knistern zwischen Kea und Kristen von Anfang an spürbar ist.
Und auch Keas Cousine Rosa ist eine sehr interessante Figur, die mich das ein oder andere Mal sehr überraschen konnte.
An dieser Stelle habe ich eine ganz wichtige Warnung: Bitte lest nicht den Klappentext in den Onlineshops! Der Verlag hat es auf der Buchrückseite des gedruckten Buches toll gelöst, aber im Internet wird ein riesiger Plot-Point, der eigentlich erst auf den letzten 100 Seiten überhaupt eine Rolle spielt, vorab verraten. Da ich diesen Online-Text leider vorab gelesen hatte, hat mich dieser Spoiler beim Lesen etwas beeinflusst, weil ich im Mittelteil ständig das Gefühl hatte, nur auf dieses eine Ereignis zu warten. Spart euch den Online-Text also lieber und springt blind in die Geschichte! Hinweis: In meiner Rezension habe ich den spoilerfreien Klappentext des Buches verwendet.

Ich bin jetzt schon gespannt auf den zweiten Band „Der geheime Apfelgarten – Geteilte Träume“, der im April 2027 erscheinen soll. Ich freue mich, all die vielen und teilweise sehr liebgewonnen Charaktere wieder zutreffen.
Herzlichen Dank an Rebekka Eder für das spannende Leseerlebnis und an den Rowohlt Verlag ein großes Dankeschön für das vorzeitige Rezensionsexemplar. 

Fazit: Das Buch „Der geheime Apfelgarten – Getrennte Welten“ von Rebekka Eder ist ein spannender und vor allem lehrreicher Reihen-Auftakt. Die Geschichte hat mich ab der ersten Seite mitgerissen und es ist so schwer, das Buch zur Seite zu legen. Sehr lesenswert – und ich freue mich so sehr auf die Fortsetzung.

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