„Lore-Ley“

von Ann-Kathrin Wasle

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Bibliografische Angaben:
Erscheinungsdatum: 01. September 2026 (eBook) 01. Oktober 2026 (Hardcover)
Verlag: TintenSchwan
Ausgaben: Hardcover & eBook
ISBN: 978-3949198250
Seitenanzahl: 512 Seiten
Preise: 28,00€ (Hardcover), 09,99€ (eBook)

Klappentext:
„Beim Tanz in den Mai verzaubert die Jungfer Lore jeden, der sie zu Gesicht bekommt: den tapferen Schiffer Rufus, für den ihr eigenes Herz entflammt, die Bauersleute, die unter dem felsigen Lurley wohnen, und sogar den jungen Grafen Wilhelm.
Doch als die Gräfinmutter von der unziemlichen Leidenschaft ihres Sohnes erfährt, hat dies tödliche Konsequenzen. Sie hetzt ihren Gefolgsmann auf die schöne Maid und Lore verschwindet spurlos.
Sieben Jahre später: Eine geheimnisvolle Adlige erscheint in der Stadt und bezirzt schon bald das Herz des Grafen. Doch wer ist die unbekannte Schöne – und was will sie wirklich von Wilhelm? Ist es Liebe, die sie sucht, oder Rache? Und woher stammt der übernatürliche Gesang, der seit einigen Wochen vom Lurley klingt und die Schiffer in den Untergang treibt?“


Homepage:
https://www.tintenschwan.de/lore-ley/

*Hinweise:
– Das Buch habe ich freundlicherweise von der Autorin Ann-Kathrin Wasle als vorzeitiges Rezensionsexemplar erhalten. Ganz herzlichen Dank dafür!
– Ich habe für diese Rezension von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder.
– Aufgrund der Gegenleistung in Form eines Rezensionsexemplars, den Verlinkungen der Verlagshomepage, sowie der ausdrücklichen Leseempfehlung kennzeichne ich diese Rezension als WERBUNG.

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In ihrem neuen und fesselnden Roman „Lore-Ley“ entführt uns die Autorin Ann-Kathrin Wasle an den sagenumwobenen Rhein und verwebt die historische Realität des Mittelalters meisterhaft mit den mystischen Elementen der bekannten Lorelei-Sage.

Vorab: Ich bin eigentlich keine begeisterte Fantasy-Leserin. Doch genau wie schon bei Ann-Kathrin Wasles Roman „Rungholt“, den ich 2024 gelesen habe, haben mich die mystischen und phantastischen Elemente auch hier absolut überzeugt. Sie sind so geschickt, fein und schön in die historischen Hintergründe eingebaut, dass ich beim Lesen immer wieder dachte: „Ja… genau so könnte es damals wirklich gewesen sein.“
Die Magie wirkt nie deplatziert oder übertrieben, sondern fügt sich völlig natürlich in das historische Setting ein. Getragen wird das Ganze von einem poetischen und absolut bildhaften Sprachstil, der mich von der ersten Seite an direkt mitgenommen und verzaubert hat und mich bis auf die letzte Seite getragen hat.

Besonders gelungen fand ich, dass der Prolog und der Epilog, die beide im frühen 19. Jahrhundert angesiedelt sind, der eigentlichen Geschichte einen sehr gelungenen Rahmen geben. Am Ende des Buches hatte ich einen richtigen „Aha-Moment“. Doch mehr möchte ich nicht verraten.

Neben den phantastischen und sagenhaften Themen gibt es auch die historischen Themen in dieser Geschichte. Eines davon ist die Pest und der damalige Umgang mit dieser gnadenlosen Seuche. Ann-Kathrin Wasle hat diesen düsteren Aspekt wahnsinnig greifbar und intensiv dargestellt. Man spürt die Angst und Panik der Bevölkerung und die oft hilflosen, drastischen Maßnahmen, mit denen die Menschen damals versuchten, der unsichtbaren Bedrohung Herr zu werden. Diese fundierte historische Tiefe sorgt dafür, dass der Roman eine enorme Authentizität gewinnt und die Bedrohung der damaligen Zeit fast körperlich spürbar wird.
Die Mischung aus der großen Liebesgeschichte, dem harten Standeskonflikt mit der Familie des Grafen und dem düsteren, spannenden Rachemotiv ist der Autorin absolut gelungen. Das emotionale Knistern war auf jeder Seite spürbar. Zu Beginn der Geschichte liegt diese intensive Spannung vor allem zwischen Lore und dem Schiffer Rufus, doch im späteren Verlauf auch zwischen Lore und dem Grafen Wilhelm. Ich flog nur so durch die Seiten, um zu erfahren, wie dieses Netz aus Liebe, Tragik und Geheimnissen am Ende aufgelöst wird. Im Nu waren die über 500 Seiten gelesen, da ich das Buch nur schwer aus den Händen legen konnte und wollte. Dieses Buch zähle ich zu meinen persönlichen Lese-Highlights des Jahres 2026. Es ist eine Geschichte, die ich mit Sicherheit noch lange in meinem Herzen tragen werde.
Vor diesem Buch habe ich mich nie sonderlich mit der Lorelei-Sage auseinandergesetzt … doch nun ist mein Herz für diese Sage entflammt.

Herzlichen Dank für dieses großartige und bereichernde Leseerlebnis und auch ein großes Dankeschön für das vorzeitige Rezensionsexemplar. 

Fazit: Das Buch „Lore-Ley“ hat mich absolut begeistert. Ann-Kathrin Wasle hat der alten Sage neues, pulsierendes Leben eingehaucht. Ein absolut empfehlenswertes Buch, das mit einer feinen, poetischen Note und einem Hauch stimmungsvoller Mystik besticht. Außerdem ist es auch für Leser und Leserinnen sehr lesenswert, die sonst eher einen Bogen um Fantasy machen.

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