„Die Töchter von Zürich“

von Erika Weigele

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Bibliografische Angaben:
Erscheinungsdatum: 13. Mai 2026
Verlag: Gmeiner
Ausgabe: Paperback & eBook
ISBN: 978-3839280836
Seitenanzahl: 336 Seiten
Preise: 18€ (Paperback), 13,99€ (eBook)
Reihe: „Der Buchmaler von Zürich“ 02/02

Klappentext:
„Zürich 1291: Buchmaler Bertram führt ein ruhiges Leben mit seiner Ehefrau Fides und ihren drei Töchtern. Doch der Tod des Königs und ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit könnten ihm alles nehmen: das Dach über dem Kopf, die Liebe seiner Frau und die Ehre seiner Tochter Hedwig, die ihr Herz gleich an zwei Männer verloren hat – den Seidenhändler Jakob und den mysteriösen Jean. In seiner Verzweiflung trifft Bertram eine fatale Entscheidung. Dann steht Herzog Albrecht mit gewaltigem Heer vor der Stadt – und das Schicksal Zürichs liegt in den Händen der Frauen.“

Homepage:
https://www.erikaweigele.de/die-toechter-von-zuerich/

https://www.gmeiner-verlag.de/buecher/titel/die-toechter-von-zuerich.html

Hinweise:
– Das Buch habe ich freundlicherweise von der Autorin Erika Weigele als signiertes Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank dafür!
– Ich habe für diese Rezension von der Autorin und/ oder dem Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder.
– Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars und der ausdrücklichen Leseempfehlung kennzeichne ich diese Rezension als WERBUNG.

– Meine ausführliche Rezension zum ersten Band „Der Buchmaler von Zürich“ findet ihr hier: https://buechertanz.de/?p=6396

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Es sind bereits einige Jahre vergangen, seit ich den ersten Band „Der Buchmaler von Zürich“ von Erika Weigele mit großer Begeisterung gelesen habe. Ich war unglaublich gespannt auf die Fortsetzung „Die Töchter von Zürich“ und vorweg:
Erika Weigele hat es mir spielend leicht gemacht, sofort wieder in die packende Geschichte und Zeit einzutauchen und ich freute mich total, viele liebgewonnene Charaktere wieder zu treffen. Ich empfinde es nicht als zwingend erforderlich, dass man den ersten Band unbedingt vorher gelesen haben muss. Die Geschichte funktioniert auch eigenständig, ohne Vorkenntnisse.

Besonders fasziniert hat mich erneut das historisch fundierte Setting. Die Autorin weiß als gelernte Germanistin und Kunsthistorikerin genau, wovon sie schreibt. Die Orte, Bräuche und die Kunst des Buchmalerhandwerks sind so detailliert und bildhaft beschrieben, dass ich wir während des Lesens alles bestens vorstellen konnte.
Ein absolutes Highlight ist dabei die geschickte Verwebung von Fiktion und Realität. Erika Weigele bettet die Geschichte meisterhaft in die realen Ereignisse des Jahres 1291 ein: Das ewige, dramatische Gerangel um die Königsnachfolge nach dem Tod Rudolfs I. von Habsburg. Eigentlich sollte dessen Sohn, Herzog Albrecht, die Krone erben – doch die Mächtigen entschieden sich anders. Es machte mir unheimlich viel Spaß zu sehen, wie die fiktiven Charaktere nahtlos mit den realen historischen Figuren agieren, während der abgewiesene und wütende Herzog Albrecht mit seinem gewaltigen Heer vor der Stadt Zürich steht.
Diese bewaffneten Konflikte von 1291 bis 1474/1511 zwischen der entstehenden Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Fürstengeschlecht der Habsburger sind als die „Schweizer Habsburgerkriege“ in die Geschichte eingegangen. Eine spannende und aufreibende Zeit.

Auch wenn Bertram wieder im Mittelpunkt der Geschichte steht, liegt bei diesem Band auch der Fokus auf seinen drei sehr unterschiedlichen Töchtern – vor allem auf der ältesten Tochter Hedwig. Sie ist zu Beginn noch sehr jung und ein wenig naiv, was absolut authentisch wirkt. Dennoch habe ich sie schnell ins Herz geschlossen, und ihre persönliche Entwicklung im Laufe der dramatischen Ereignisse ist hervorragend gelungen.
Aber auch die ältere Generation verlangte mir während des Lesens emotional einiges ab: Als Bertram aus purer Verzweiflung eine fatale Entscheidung trifft, um seine Familie zu schützen, löste das bei mir ein absolutes Gefühlschaos aus. Ich konnte seine Zwangslage total verstehen … und habe mich im nächsten Moment wieder furchtbar über ihn und seine Taten geärgert! Genau diese Ecken und Kanten machen die Figuren so lebendig. Es gibt aber auch Momente, in denen ich mit den Tränen gekämpft habe. Das Buch ist somit eine emotionale Achterbahnfahrt.
Das Finale hat mich dann vollends gefesselt. Als das Schicksal der Stadt schließlich in den Händen der Frauen liegt, zieht die Spannung massiv an. Alle Fäden laufen perfekt zusammen und die Geschichte findet einen absolut gelungenen, runden Abschluss. Zufrieden klappte ich das Buch nach der letzten Seite zu. Doch ich finde, dass die Geschichte um Bertram, seine Frau Fides und die drei Töchter noch nicht auserzählt ist – da wäre auf jeden Fall noch Platz für einen dritten Band …

Herzlichen Dank liebe Erika Weigele für das großartige und lehrreiche Leseerlebnis und das signierte Rezensionsexemplar. 

Fazit: Der historische Roman „Die Töchter von Zürich“ von Erika Weigele ist eine rundum gelungene Fortsetzung und verknüpft Fiktion und die packende, wahre Historie perfekt miteinander. Sehr lesenswert!

*Ich habe für diese Rezension von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.

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