„Wer blind vertraut – Die Canterbury-Fälle“

von Tessa Duncan

*Werbung

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Bibliografische Angaben:
Erscheinungsdatum: 18. Juni 2026
Verlag: dtv
Ausgabe: Taschenbuch & eBook
ISBN: 978-3-423-22178-8
Seitenanzahl: 480 Seiten
Preise: 14€ (Hardcover), 9,99€ (eBook)
Reihe: „Die Canterbury-Fälle“ Band 03 von 03

Klappentext:
„Ein neuer Fall aus ihrer therapeutischen Praxis bringt Lily Brown an ihre Grenzen und sogar in höchste Lebensgefahr. Was ist der Tochter ihrer schwer depressiven Patientin Mary-Ann zugestoßen, die seit fast drei Jahren vermisst wird? Lebt die inzwischen 13-jährige Laura noch? Und wie kann sie dem Heiratsschwindler Paul das Handwerk legen, der ihre Patientin Caroline um viel Geld betrogen hat? Aber nicht nur das: Ist dieser Mann womöglich ein Mörder?“

Homepage:
https://www.dtv.de/buch/wer-blind-vertraut-22178

*Hinweise:
– Das Buch habe ich freundlicherweise vom dtv Verlag als Rezensionsexemplar (eBook & Taschenbuch) zur Verfügung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank dafür!
– Ich habe für diese Rezension von der Autorin und/ oder dem Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder.
– Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars, der ausdrücklichen Leseempfehlung und dem Link zur Verlagshomepage kennzeichne ich diese Rezension als WERBUNG

– Hier geht’s zu den Rezensionen der vorherigen Bände: „Wer das Vergessen stört“ und „Wer mit den Wölfen heult“

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Als begeisterte Leserin von Tessa Duncan habe ich dem Erscheinen von „Wer blind vertraut“ (dem vierten Band der „Canterbury-Fälle“) extrem entgegengefiebert. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn dieses Buch hat mich zutiefst beeindruckt, bewegt und emotional berührt. Tessa Duncan (auch bekannt unter dem Pseudonym Marie Lacrosse und ihrem Namen Marita Spang) gehört einfach zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. 
Bei diesem Buch handelt es sich um den mittlerweile dritten Band der Reihe rund um die Psychologin Lily Brown. Es ist nicht zwingend erforderlich, die vorherigen Bände „Wer das Vergessen stört“ und „Wer mit den Wölfen heult“ zu kennen, da die Kriminalfälle untereinander abgeschlossen sind. Allerdings bringt es einen riesigen Mehrwert, wenn man die Vorgänger gelesen hat, denn mit diesen Vorkenntnissen kann man der Hauptfigur Lily, ihrer persönlichen Entwicklung und auch den anderen wiederkehrenden Charakteren noch viel besser folgen und ihre Handlungen besser verstehen.

Schon der Klappentext verspricht einiges: Lily Brown gerät in ihrer therapeutischen Praxis an einen Fall, der sie an ihre Grenzen und in höchste Lebensgefahr bringt. Es geht um das Schicksal der seit drei Jahren vermissten, inzwischen 13-jährigen Laura, deren schwer depressive Mutter Mary-Ann unter dem Verlust leidet. Gleichzeitig gilt es, dem Heiratsschwindler Paul das Handwerk zu legen, der eine weitere Patientin betrogen hat. 

Jeder dieser Erzählstränge hat mich komplett abgeholt und mitgerissen. Tessa Duncan verwebt das traurige Schicksal der vermissten Laura, den psychologisch hochspannenden Umgang mit der depressiven Mary-Ann und die emotionale Achterbahnfahrt rund um den dubiosen Paul zu einem dichten, packenden Gesamtwerk.
Die Spannung ist ab der ersten Seite da. Sie ist zwar nicht permanent nervenzerreißend, aber sie schwingt ununterbrochen mit und ließ mich nicht mehr los. Das gelingt der Autorin vor allem durch die perfekt gesetzten Perspektivwechsel und das geschickte Zusammenspiel von Haupt- und Nebenhandlung. Ich liebe den spannenden und unglaublich bildhaften Schreibstil von Tessa Duncan.
Was mich jedoch absolut am tiefsten berührt und beim Lesen regelrecht erschüttert hat, ist das Wissen, dass diese Fälle wieder auf wahren Begebenheiten beruhen. Zu wissen, dass die beschriebenen menschlichen Abgründe und Schicksale so oder so ähnlich realen Ursprung haben, verleiht der Geschichte eine enorme, greifbare Tiefe. Da ich selbst Mutter zweier Teenager bin, waren einige der Szenen für mich sehr schwer zu ertragen.
Am Ende läuft schließlich so vieles zusammen, die Ereignisse überschlagen sich förmlich und ich konnte das Buch in den finalen Kapiteln nur noch schwer aus den Händen legen. 
Der größte Pluspunkt der Reihe ist und bleibt für mich aber die Protagonistin selbst: Ich mag Lily Brown einfach unglaublich gerne. Mit ihrer empathischen Art findet sie so schnell Zugang zu ihren Patienten und Patientinnen. Gleichzeitig ist sie keine unfehlbare Superheldin, denn sie hat ihre eigenen, vielfältigen privaten Lebensbaustellen, macht Fehler und hat ganz normale Sorgen und Probleme. Genau das macht sie so sympathisch und authentisch: Sie ist nicht zu 100 Prozent perfekt, aber sie ist trotz ihrer eigenen Päckchen immer für andere Menschen da.

Herzlichen Dank für dieses unvergessliche Leseerlebnis und auch ein großes Dankeschön an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar als eBook und Taschenbuch. 
Am Ende des Buches und der Rezension bleibt für mich nur noch ein Wunsch offen: Der Wunsch nach mindestens einem weiteren Teil dieser absolut lesenswerten Buchreihe.

Fazit: Das Buch „Wer blind vertraut“ von Tessa Duncan ist ein tiefgründiger und emotionaler Kriminalroman. Lily Brown ist als Hauptfigur einfach große Klasse und ich habe sie fest in mein Leserherz geschlossen. Ich würde mich unendlich auf einen vierten Band dieser Reihe freuen, denn es gibt im Leben von Lily und in ihrer Praxis in Canterbury ganz sicher noch so vieles zu erzählen. Eine absolute, uneingeschränkte Leseempfehlung!

*Ich habe für diese Rezension von der Autorin/ dem Verlag keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars und der Verlinkung der Verlagshomepage, muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.

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